Start-Ziel-Gerade
Die wird die Rechtsherum-Gerade genannt, denn es ist nicht wirklich eine Gerade. Eigentlich ist es eine leichte Rechtskurve, die einen zur wahrscheinlich am meisten beängstigenden Zone in der MotoGP bringt. Es ist definitiv die eigenartigste...

Kurve eins
Diese Kurve hat eine Kante, die man im fünften Gang nimmt. Die Maschine will dort beinahe fliegen und es gibt einen Moment, in dem beide Reifen den Kontakt zum Boden verlieren, also kann man nur warten, bis man während der Fahrt bergab wieder Stabilität findet, um wieder beschleunigen zu können.

Kurven zwei und drei
Hier muss man in den zweiten Gang runterschalten. Man muss warten und dann mit viel Kraft durch - beinahe mit zu viel Gas - und dann holt man die Maschine rein, kontrolliert sie und lässt das Gas so sehr wie möglich nach.

Kurve vier
Dort muss man aufpassen, vor allem in der ersten Runde. Man muss sicherstellen, dass der Vorderreifen auf Temperatur ist. Die Kurve ist recht schnell und man kann dort nicht wirklich Zeit gewinnen; man muss sie nur gut erwischen, damit man bereit für die nächste ist.

Kurve fünf
Beim Anbremsen auf diese Kurve kann man überholen. Es geht bergauf, was bedeutet, man kann da recht schnell rein fahren. Es ist sehr wichtig, dass man sie gut nimmt, da sie einen für die nächste Kurve vorbereitet, die ein blinder Anstieg ist.

Kurve sieben
Wenn man sie anbremst, dann verschiebt die Maschine das Gewicht und wird labil. Es gibt in der Mitte eine kleine Kuppe und man muss warten, bevor sich die Maschine gesetzt hat, dann den Hügel runter und danach kann man beschleunigen, um den Anstieg zu nehmen. Das ist ein wichtiger Anstieg, der in ein Bergab-Stück mündet, dass einen zur besten Kurve der Welt bringt: dem Corkscrew.

Kurven acht und neun (Corkscrew)
Es gibt nichts Vergleichbares auf der Welt und von hier bis zur Ziellinie geht es recht schnell. Der Boden verschwindet sprichwörtlich vor einem und man muss hoffen, dass man richtig ankommt, indem man ein genaues Auge auf die Geschwindigkeit hat. Man muss da viel Kraft einsetzen, da die Maschine nach links will und man selbst aber alles tut, damit sie nach rechts fährt.

Rainey Kurve (zehn)
Ich mag die Herausforderung des Corkscrew sehr, aber die hier ist wahrscheinlich mein Liebling auf der Strecke. Es geht bergab, aber es ist etwas schlangenförmig, also muss man eine gute Linie haben, die es einem erlaubt, die Kraft und die Kurve auszunutzen.

Kurve elf
Die ist sehr wichtig, denn sie bringt einen zur letzten Kurve, dem besten Ort zum Überholen, also muss man sie gut erwischen, damit man gleich hinein stechen kann.

Kurve zwölf
Hier muss man nur bremsen, bremsen, bremsen und versuchen, das Hinterrad am Boden zu halten. Das ist wohl die Kurve, wo es am ehesten Stürze geben wird, denn es ist dort sehr wellig und man nimmt sie, nachdem man lange Zeit hart gebremst hat. Einige Fahrer werden von dieser Kurve überrascht - auch ich wurde das einige Male. Danach muss man die Maschine nur aufrichten und den Vorderreifen auf dem Boden halten während man den Hügel Richtung Kurve eins voll hinauf beschleunigt.