Die USA sind eigentlich eine Motorradnation, doch die großen Zeiten im Sport mit Kenny Roberts, Eddie Lawson, Kevin Schwantz und Co. liegen bereits einige Jahrzehnte zurück. Die MotoGP tut sich beim Gastspiel in Austin trotz großartiger Rennen schwer mit dem Zuschauerzuspruch. Ganz anders ergeht es da der Formel 1. Dementsprechend wird nun dort für die MotoGP geworben.
Liberty Media rührt Werbetrommel in Austin: MotoGP auf der F1-Bühne
Seit Liberty Media auch die Motorrad-WM übernommen hat, ist eine solche Kooperation natürlich leicht möglich. Und so wird Phillip Island am kommenden Wochenende nicht der einzige Ort mit MotoGP-Bikes auf der Strecke sein. Auch die Fans der Formel 1 werden beim USA Grand Prix Motorrad-Sound zu hören bekommen.

Gleich vier Maschinen werden am Samstag vor dem dritten freien Training den Circuit of the Americas umrunden. MotoGP-Legende Dani Pedrosa führt das Aufgebot mit seiner KTM an. Dazu sind auch Ducati mit Nicolo Bulega, Aprilia mit Lorenzo Savadori - natürlich im Design von US-Team Trackhouse - und Yamaha mit Andrea Dovizioso vertreten. Zusätzlich wird es auch einen Fan-Bereich geben, in dem die vier Motorräder ausgestellt werden. Einzig Honda muss fernbleiben, da im derzeitigen Krankheits- und Verletzungspech einfach keine Fahrer mehr für solche Auftritte zur Verfügung stehen. Die Infos zur prekären Lage gibt es hier:
Schneller und lauter: MotoGP will bei Formel-1-Fans punkten
Mit dieser Aktion will die MotoGP Eindruck bei den Fans auf dem amerikanischen Kontinent hinterlassen. Zur Formel 1 kommen jährlich mehr als 400.000 Zuschauer, zur Motorrad-WM hingegen nur ein Bruchteil davon. Dies läuft klar gegen den Trend, denn auch der MotoGP gelingen bei den meisten Grand Prix mittlerweile neue Zuschauerrekorde. "Die Geschwindigkeit, der Sound und die Leistung dieser Motorräder muss man einfach selbst erleben, und ich freue mich darauf, das allen in Austin zu zeigen", sagte Dani Pedrosa vor seinem Auftritt.

In zwei Disziplinen kann die Königklasse auf zwei Rädern die Formel 1 derzeit tatsächlich übertrumpfen. Zum einen erzeugen die Bikes bis zu 130 Dezibel Motorensound. Zum anderen erreichen sie auf der langen Gegengeraden in Austin deutlich über 350 km/h. Die Formel 1 war da zuletzt bis zu 15 Stundenkilometer langsamer, und wird unter dem neuen Reglement womöglich noch deutlicher zurückliegen. In Sachen Rundenzeit bleibt sie aber aufgrund der deutlich höheren Kurvengeschwindigkeiten klar voraus.
Auch mit dem Thema Sprints müssen sich die Fans beider Rennserien zwangsläufig befassen. In unserem letzten Video diskutieren wir darüber, ob das nicht alles langsam zu viel wird:



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