Überraschend ruhig startete die Motorrad-Weltmeisterschaft am Freitag in die neue Saison 2026. In der MotoGP sorgten einzig Jorge Martin und Ai Ogura für Stürze und auch in Moto2 und Moto3 gingen die Trainings trotz zahlreicher Rookies äußerst gesittet über die Bühne. Zum Vergleich: Im Vorjahr hatte der damals neue Chefsteward Simon Crafar zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Strafen ausgesprochen und Francesco Bagnaia heftig in Richtung der Rennleitung geschossen, weil er aufgrund fälschlich geschwenkter Gelber Flaggen um den potenziellen Q2-Einzug gebracht worden war. Von ähnlichem Drama war 2026 nichts zu sehen. Zumindest einen kleinen Aufreger hatte der MotoGP-Freitag in Buriram dann aber doch noch zu bieten.
Was passiert war? Ganz einfach: Rund neun Minuten vor Ende des Trainings startete Alex Marquez einen neuen Versuch, sich zeitlich zu verbessern und im Klassement Luft zu verschaffen. Zu diesem Zeitpunkt auf Platz sechs liegend, war sein Verbleib in den Top-10 und damit der direkte Q2-Einzug nämlich alles andere als sicher. Und tatsächlich lag der Gresini-Pilot nach drei Sektoren auch auf Kurs einer Verbesserung, doch dann lief er auf einen anderen Fahrer auf. Ausgerechnet Stallgefährte Michele Pirro bummelte zwischen den Kurven neun und zehn auf der Ideallinie und sorgte somit dafür, dass Marquez seine fliegende Runde abbrechen musste. Seht hier selbst:
Nach Blockade von Alex Marquez: MotoGP-Strafe für Michele Pirro
Seinen Frust über diese Blockade machte Marquez direkt per Handzeichen deutlich und wenige Augenblicke später kündigten die MotoGP-Stewards auch schon eine Untersuchung an. Das wenig überraschende Resultat: Pirro wurde wegen Bummelns auf der Ideallinie samt Behinderung eines anderen Fahrers für schuldig befunden und für den Thailand-GP am Sonntag (Start 9:00 Uhr MEZ) mit einer Drei-Platz-Gridstrafe belegt.
Bitter für Pirro, denn der MotoGP-Routinier ist in Buriram überhaupt nur im Einsatz, weil Gresini-Stammfahrer Fermin Aldeguer nach einem Oberschenkelbruch verletzt zuschauen muss. Immerhin: Sein Fauxpas hatte für Teamkollege Marquez keine Konsequenzen. Der Spanier konnte sich im nächsten Anlauf doch noch verbessern und damit seinen direkten Platz in Q2 sichern. Und auch für Pirro selbst wird die Strafe wohl keine Auswirkungen haben. Denn der 39-Jährige belegte in beiden Trainings abgeschlagen den letzten Platz und wird über diesen wohl auch am Samstag im Qualifying aus eigener Kraft nicht hinauskommen. Somit wäre er am Sonntag voraussichtlich sowieso vom 22. und letzten Startplatz losgefahren.
In Q1 wird Pirro am Samstagmorgen auch auf Francesco Bagnaia treffen. Der Ducati-Werkspilot verpasste am Freitag zumindest den direkten Q2-Einzug. Was da schief lief, verraten wir euch in diesem Artikel:



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