In exakt sieben Tagen startet die MotoGP mit FP1 und Training zum Thailand-Grand-Prix (27. Februar bis 1. März) in ihre neue Saison. Nur einen Tag später wartet mit dem Sprint dann auch schon die erste Rennaction des Kalenderjahres 2026 auf die Fans der Königsklasse. Und geleitet wird diese - doch ziemlich überraschend - von einem neuen Rennleiter. Das verkündete der Motorrradweltverband FIM am Freitagvormittag in einer Pressemitteilung.

"Graham Webber übernimmt in dieser Saison die Rolle des MotoGP-Rennleiters und Jack Gorst wird künftig als stellvertretender Rennleiter fungieren", heißt es dort. Zwei neue Gesichter also für die MotoGP, zumindest zu Teilen. Denn Webber ist in der Motorrad-WM durchaus kein Unbekannter, war er in den vergangenen Jahren doch schon als stellvertretender MotoGP-Rennleiter im Einsatz und seit 2023 Leiter der Moto2-, Moto3- und MotoE-Rennen.

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Nach 14 Jahren im Amt: Mike Webb nicht mehr MotoGP-Rennleiter

Nun übernimmt er also auch die Rennleitung in der MotoGP und sorgt damit für das Ende einer echten Ära. Seit der Saison 2012 war dafür nämlich der Neuseeländer Mike Webb zuständig, der davor bereits zehn Jahre lang als Technischer Direktor für die MotoGP gearbeitet hatte. Nun geht seine Zeit nach 14 Jahren im Rennleiter-Amt also etwas unerwartet zu Ende. Webb verschwindet allerdings nicht aus der Motorrad-WM, sondern bleibt der MotoGP auch weiterhin erhalten. Er steigt zur Saison 2026 in die neugeschaffene Rolle des Rennleitungskoordinators auf und wird gemeinsam mit Webber und Gorst bei allen 22 Grands Prix präsent sein.

Die Wahl auf Gorst als neuem Stellvertreter des Rennleiters überrascht derweil etwas. Denn der Brite war bislang vor allem als 'Content Creator' für die Social-Media-Kanäle der Königsklasse und vereinzelt als Kommentar oder Moderator bei MotoGP-Events wie den aktuellen Testfahrten in Sepang und Buriram in Erscheinung getreten. Gemäß seinem LinkedIn-Profil sammelte er im Unwissen der Öffentlichkeit aber bereits 2025 erste Erfahrungen als stellvertretender Rennleiter und wird diese Rolle 2026 nun hauptberuflich ausfüllen.

Ansonsten gibt es keinerlei nennenswerte Veränderungen in der Personalstruktur der MotoGP zu vermelden. Simon Crafar bleibt weiterhin als Chefsteward tätig und wird auch 2026 von Andres Somolinos und Tamara Matko unterstützt, während Loris Capirossi weiterhin als Sicherheitsbeauftragter und Danny Aldridge als Technikdirektor der MotoGP fungieren werden.