Marco Bezzecchi beendet die MotoGP-Saison 2025 mit einem Doppelschlag. Er gewinnt nach dem Portugal-Grand-Prix auch in Valencia und holt somit erstmals in seiner Karriere zwei MotoGP-Rennsiege in Serie. Raul Fernandez sorgt als Zweiter für den ersten Aprilia-Doppelsieg seit Barcelona 2023. Fabio Di Giannantonio komplettiert das Podium. Pedro Acosta wird Vierter, Alex Marquez landet auf P6. Francesco Bagnaia scheidet nach einer Kollision bereits in Runde eins aus.
In der Fahrer-WM gewinnt Marc Marquez schlussendlich mit 78 Punkten Vorsprung auf Bruder Alex. Bezzecchi holt mit 192 Punkten Rückstand Rang drei. Acosta wird Vierter, Bagnaia kommt über P5 nicht hinaus.
MotoGP Valencia: Der Rennfilm
Die Startaufstellung: 1. Bezzecchi, 2. A. Marquez, 3. Di Giannantonio, 4. R. Fernandez, 5. Acosta, 6. Quartararo, 7. Morbidelli, 8. Miller, 9. Aldeguer, 10. Mir, 11. Zarco, 12. Ogura, 13. Marini, 14. A. Espargaro, 15. Binder, 16. Bagnaia, 17. Martin, 18. Oliveira, 19. Rins, 20. Bastianini, 21. Vinales, 22. Bulega, 23. A. Fernandez, 24. Chantra
Start: Franco Morbidelli fährt auf dem Weg zu seinem Startplatz in das Heck von Aleix Espargaros bereits geparkter Honda und kommt zu Sturz. Er muss die Startaufstellung verlassen und aus der Box starten.
Der Start verzögert sich, das Rennen kann aber schließlich beginnen und Marco Bezzecchi verteidigt seine Pole Position vor Alex Marquez, Fabio Di Giannantonio, Pedro Acosta, Raul Fernandez und Fermin Aldeguer.
Runde 1/27: Johann Zarco kollidiert in Kurve vier mit Francesco Bagnaia, der dadurch zu Sturz kommt und ausscheidet. Die Stewards brummen Zarco dafür eine Longlap-Penalty auf.
Acosta verliert Platz vier an Raul Fernandez.
Morbidelli stellt seine Ducati nun ab. Er scheint sich bei seinem Malheur an der Hand verletzt zu haben.
Runde 3/27: Raul Fernandez ist nun auch an Di Giannantonio vorbei auf Rang drei und aktuell schnellster Mann im Feld.
Runde 4/27: Auch Acosta kassiert Di Giannantonio und ist damit Vierter.
Joan Mir absolviert seine Longlap-Penalty für die Kollision mit Luca Marini im Sprint und fällt vom siebten auf den 16. Rang zurück.
Runde 6/27: Das Führungstrio mit Bezzecchi, Alex Marquez und Raul Fernandez kann sich absetzen, zu Acosta auf Rang vier geht bereits eine Lücke von mehr als einer Sekunde auf.
Runde 7/27: Ai Ogura stürzt auf Platz 15 liegend in Kurve eins aus dem Rennen.
Runde 10/27: Bezzecchi schüttelt Alex Marquez und Raul Fernandez nun etwas ab. Er hat bereits einen Polster von mehr als acht Zehntelsekunden herausgefahren.
Runde 11/27: Raul Fernandez schnappt sich in der Zielkurve Alex Marquez und ist damit Zweiter. Auf Spitzenreiter Bezzecchi fehlen ihm 1,4 Sekunden.
Runde 12/27: Fernandez nimmt Bezzecchi drei Zehntelsekunden ab.
Runde 14/27: Fernandez hat den Rückstand auf Bezzecchi unter einer Sekunde gedrückt.
Acosta nähert sich unterdessen Alex Marquez nun wieder in großen Schritten an. Ein Kampf um Platz drei bahnt sich an.
Runde 15/27: Der immer noch angeschlagene Jorge Martin hat beim Comeback seine Double-Longlap-Penalty für die Kollision mit Bezzecchi abgesessen und stellt die Aprilia als Letzter an der Box ab.
Runde 18/27: Acosta klebt am Hinterrad von Alex Marquez, kann aber vorerst keine Attacke lancieren.
Runde 20/27: Jetzt drückt sich Acosta in Kurve vier an Alex Marquez vorbei und ist damit Dritter. An der Spitze ist der Zug aber abgefahren. Bezzecchi liegt knapp acht Zehntel vor Raul Fernandez, der seinerseits mehr als dreieinhalb Sekunden Vorsprung auf Acosta hat.
Runde 21/27: Alex Marquez bricht nun völlig ein und muss in Turn 4 auch Di Giannantonio vorbeilassen.
Runde 22/27: Luca Marini schnappt sich Platz sieben von Jack Miller - damit würde Honda von Concession-Rang D zu C aufsteigen.
Runde 23/27: Di Giannantonio ist im Kampf um Platz drei nun deutlich schneller als Acosta.
Auch Maverick Vinales gibt beim Comeback nach Verletzung auf.
Runde 24/27: Fabio Quartararo ist in Kurve sechs gestürzt.
Raul Fernandez startet die Schlussoffensive und liegt nur noch vier Zehntelsekunden hinter Leader Bezzecchi.
Runde 26/27: Di Giannantonio bremst sich in Kurve vier an Acosta vorbei und schnappt sich damit den letzten Platz auf dem Podium.
Runde 27/27: Bezzecchi und Raul Fernandez gehen mit gut vier Zehntelsekunden Abstand in die letzte Runde, ein finaler Angriff von Fernandez bleibt aber aus.
Ziel: Bezzecchi gewinnt 0,686 Sekunden vor Raul Fernandez. Di Giannantonio komplettiert das Podium. Acosta muss sich mit Platz vier begnügen. Alex Marquez verliert noch Rang fünf an Gresini-Teamkollege Aldeguer. Marini wird Siebter, womit Honda in Concession-Rang C aufsteigt. Brad Binder, Miller und Enea Bastianini komplettieren die Top-Ten. Miguel Oliveira wird in seinem vorerst letzten MotoGP-Rennen Elfter vor Johann Zarco, Joan Mir und Alex Rins. Ducati-Ersatzmann Nicolo Bulega holt als 15. den letzten WM-Punkt.
Die Stimmen vom MotoGP-Podium in Valencia
Marco Bezzecchi (Sieger, Aprilia):
"Ich hatte heute sehr viel Spaß! Besonders am Ende, denn Raul war sehr schnell und kam Runde für Runde näher. Er machte es hart, aber daher bin ich auch sehr glücklich. Mit der Arbeit meiner Jungs bin ich hochzufrieden. Ein besseres Ende der Saison hätte ich mir nicht erhoffen können. Jetzt werden wir sicher feiern, das müssen wir auch tun. Aber am Dienstag starten wir dann in die Saison 2026."
Raul Fernandez (Zweiter, Trackhouse):
"Fünf Runden vor Schluss sah ich, wie ihm zwei Fehler unterliefen. Da habe ich nochmal drei Zehntel aufgeholt und dachte mir: Vielleicht ist es (der Sieg, Anm. d. Red.) sogar noch möglich. Aber ich bin trotzdem glücklich. Vor sieben Tagen hatte ich mich noch an der Schulter verletzt, also ist das unglaublich. Ich möchte mich bei allen im Team bedanken, sie verdienen das. Ich kann euch wirklich sagen, sie sind wie eine Familie für mich. Ich habe es gegen Marco bis zum Ende probiert, aber das Jahr mit einem Podium in Valencia zu beenden, ist fantastisch."
Fabio Di Giannantonio (Dritter, VR46):
"Ehrlicherweise hätte ich mir heute sogar etwas mehr erwartet, aber die Aprilias waren heute unglaublich unterwegs. Zu Beginn fehlte mir noch etwas im Vergleich zu den ersten vier, aber zur Hälfte des Rennens fand ich in meinen Rhythmus. Ich war in der Lage, den Reifen etwas mehr zu schonen, und konnte dann immer schneller werden. Der Kampf um Platz drei am Ende, zuerst gegen Alex und dann gegen Pedro, war großartig. Ich wollte dieses Podium unbedingt, um dem Team einen guten Abschluss für die Saison zu schenken. Also bin ich sehr glücklich und stolz, für mich und für sie."



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