Nach einem schwierigen Ende der ersten Moto2-Saisonhälfte mit seinem heftigen Crash am Sachsenring und den Nachwehen in Brünn meldete sich Diogo Moreira am vergangenen Wochenende in Spielberg eindrucksvoll zurück. Er führte jede einzelne Rennrunde an und gewann den Österreich-Grand-Prix souverän.
Diogo Moreira: Interesse aus der MotoGP
Nicht verwunderlich also, dass Moreira längst Interesse aus der MotoGP geweckt hat. Und er selbst macht auch keinen Hehl daraus, dass die Königsklasse schon 2026 das große Ziel ist. "Ich will in die MotoGP", sagte er am Sonntag nach seinem Sieg in Spielberg. "Ich fühle mich bereit dafür, auch wenn ich weiß, dass das noch einmal eine ganz andere Welt ist und es dauern wird, diese Motorräder zu verstehen."

An Optionen für den MotoGP-Aufstieg mangelt es Moreira wohl nicht. Wie die italienischen TV-Berichterstatter von 'Sky Sport' herausgefunden haben, liegen dem 21-Jährigen Angebote von Honda und Yamaha vor. Jenes von Honda soll demnach drei Jahre umfassen - das erste im LCR-Kundenteam und die folgenden beiden in der Werkstruppe. Moreira würde also wohl 2026 den enttäuschenden Rookie Somkiat Chantra ersetzen.
Honda oder Yamaha: So unterscheiden sich die MotoGP Angebote
Bei Yamaha sind die Rahmenbedingungen weniger klar. Auch hier soll es sich um ein Dreijahrespaket handeln, allerdings mit keinen Garantien, in welchem Team Moreira wann unterkommen würde. Realistisch betrachtet geht es aber wohl auch hier um ein Jahr im Kundenteam - in diesem Fall Pramac - mit einem möglichen Aufstieg ins Werksteam 2027. Gerüchte über einen möglichen Rauswurf von Factory-Pilot Alex Rins mit Jahresende trotz gültigen Vertrags für 2026 machten zuletzt zwar die Runde, diese wischt Yamaha-Boss Paolo Pavesio aber weg: "Ich weiß nicht, wo diese Gerüchte herkommen. Wir haben einen Vertrag und werden alles versuchen, um Alex dabei zu helfen, sein Potenzial auszuschöpfen."
Präferenzen für den einen oder den anderen Hersteller wollte sich Moreira am Sonntag nicht entlocken lassen. "Für mich ist nur wichtig, dass es ein langfristiger Vertrag ist. Es ist eine schwierige Klasse, also brauchst du Zeit", so der Brasilianer. Zeit braucht er nun auch, um die richtige Entscheidung für 2026 zu treffen. "Die Angebote liegen auf dem Tisch. Ich werde mir jetzt einmal zusammen mit meinem Manager die Angebote genau ansehen. Nach dem Ungarn-GP sollten wir dann schon eine genauere Idee haben."
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