Mal eben das schnellste Motorrad der MotoGP-Geschichte in die hauseigene Garage stellen? Tatsächlich ist dies nun möglich, das nötige Kleingeld vorausgesetzt. Beim Auktionshaus Sotheby's steht eine KTM aus dem Jahr 2023 zum Verkauf.
Jenseits aller Superbikes: Die Preisregion für Brad Binders MotoGP-Rakete
Dabei handelt sich nicht um irgendein Motorrad. Mit genau diesem Chassis stellte Brad Binder damals in Mugello den bis heute gültigen Geschwindigkeitsrekord von 366,1 km/h auf.
Leider wird der Käufer diesen Geschwindigkeitsrausch wohl nie erleben. Das Motorrad steht einzig als Ausstellungsstück zum Verkauf. Zwar wird die Maschine voll fahrtüchtig angeboten, doch ist die Nutzung eines modernen MotoGP-Bikes für einen Privatfahrer nicht möglich. Immerhin heißt es: "Eventuelle Rennstreckeneinsätze und Serviceoptionen können separat mit KTM Factory Racing besprochen werden." Komplett ausgeschlossen ist eine Fahrt also nicht, doch für das dazu nötige Personal von KTM dürften gewaltige Extrakosten anstehen.
Dabei sind wir schon bei der wichtigsten Frage: Was kostet eine solche MotoGP-Rakete? Einen genauen Preis gibt es nicht, sehr wohl aber eine Größenordnung. "Über 350.000 Euro" gibt Sotheby's an. Bei entsprechendem Interesse könnte die Angelegenheit aber noch deutlich teurer werden. Wenig verwunderlich lässt das MotoGP-Motorrad damit Straßenmodelle weit hinter sich. Da KTM keine Superbikes baut, ziehen wir den Vergleich mit Ducatis teuerstem Modell. Die Superleggera V4 kostet derzeit etwa 120.000 Euro. Dafür kann man die dann aber auch tatsächlich fahren.

Unglaubliche Summen: MotoGP-Bike von Formel-1-Klassikern weit abgehängt
Wenn wir hingegen auf andere Auktionen im Motorsport-Bereich blicken, dann wird die KTM von Binder geradezu zum Schnäppchen. Zuletzt erzielten historische Formel-1-Autos abenteuerliche Preise. Ein Mercedes von Juan Manuel Fangio und Sir Stirling Moss wechselte Anfang 2025 für 51,155 Millionen Euro den Besitzer.
Einen Ferrari von Legende Michael Schumacher gab es da schon wesentlich 'günstiger'. Das Auto aus dem Jahr 2006 erzielte 14 Millionen Euro. Dafür könnte man sich also mehr als eine ganze Startaufstellung von MotoGP-Motorrädern kaufen. Der Unterschied: Ferrari ist mit einem hauseigenen Programm darum bemüht, dass die historischen Fahrzeuge auch bewegt werden können. Ein MotoGP-Motorrad zu fahren ist hingegen viel gefährlicher und sicherlich keine Empfehlung an Privatkunden.



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