Motorsport-Magazin.com Plus
MotoGP

MotoGP - Austin: Alle Reaktionen zum Trainingsfreitag

Regen begrüßt die MotoGP-Piloten bei ihrem Comeback in Austin. Marquez gibt einmal mehr den Ton an, Vinales lässt aus. Alle Stimmen zum Trainingsfreitag.
von Florian Niedermair

1. Marc Marquez (Repsol Honda): "Wenn man sich das Resultat ansieht, ist es natürlich gut. Aber ich hatte kein gutes Gefühl. Vor allem in den Kurven 3 bis 6 macht das Bike nicht das, was ich will. Aber das gute ist, dass auf dieser Strecke alle harten Bremspunkte Linkskurven sind, mein rechter Arm wird also nicht so viel belastet."

2. Jack Miller (Ducati Lenovo): "Ich habe mich unter allen Bedingungen wohl gefühlt, im Regen wie auch im Trockenen. Es sieht so aus, als ob Mark hier wieder zu seiner alten Form zurückgekehrt ist, wir versuchen ihn einzuholen. Die Strecke hat ihre kniffligen Stellen mit den Bodenwellen und einigen feuchten Plätzen. Für morgen müssen wir noch ein paar kleine Veränderungen vornehmen, aber im großen passt das Bike."

3. Fabio Quartararo (Monster Energy Yamaha): "Mit dem FP1 bin ich zufriedener, denn wir haben im Nassen einen Schritt gemacht. Wir haben etwas ganz anderes ausprobiert und mehr Grip am Heck gefunden. Die Strecke ist nicht zum Rennen fahren geeignet, es fühlt sich an wie eine Motocross-Strecke mit Asphalt. Mit Blick auf die Sicherheit ist das besorgniserregend."

4. Pol Espargaro (Repsol Honda): "Ich habe mich in extremen Situationen immer wohl gefühlt: super kalt, super windig oder super holprig, und heute konnte ich das nutzen, um eine gute Rundenzeit zu fahren. Aber ich habe starke Schmerzen im Nacken von den Bodenwellen auf der Strecke. Das Rennen wird schwierig, sowohl körperlich als auch beim Versuch, über die gesamte Distanz konstant zu bleiben."

5. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Für die Hondas war es bisher ein guter Start. Auf der trockenen Strecke lief es gut, im nassen ebenfalls. Mein Sturz war ungefährlich. Auf der Bremse habe ich Vertrauen in die Honda, auch wenn ich in den Bremszonen zusätzliche Energie aufwenden musste. Die Strecke wird jedes Jahr schlimmer, was die Bodenwellen angeht, das kann ich nicht verstehen."

6. Francesco Bagnaia (Ducati Lenovo): "Das war kein einfacher erster Tag. Die Streckenbedingungen sind leider nicht optimal. Es gibt viele Bodenwellen und das Motorrad bewegt sich viel. Du musst also sehr konzentriert sein, um keine Fehler zu machen. Das ist aber für alle Fahrer gleich, also müssen wir das Beste daraus machen und versuchen, schneller zu sein und das Motorrad leichter fahrbar zu machen. Mir ist heute auch keine perfekte Runde gelungen, aber die Zeit war dennoch gut."

Dritter GP:Sieg in Serie für Pecco Bagnaia? - Foto: LAT Images

7. Jorge Martin (Pramac Ducati): "Ich bin zufrieden mit der Arbeit, die wir geleistet haben. Heute Morgen hatte ich im Nassen viel zu kämpfen, aber in der Nachmittagssitzung haben wir uns stark verbessert und ich habe ein gutes Gefühl."

8. Johann Zarco (Pramac Ducati): "Mit diesem ersten Tag bin ich wirklich zufrieden. Heute Morgen im Nassen bin ich sehr gut gefahren und mein Arm hat nicht weh getan. Am Nachmittag hatte ich etwas mehr zu kämpfen, aber wir haben es in die Top Ten geschafft und ich bin sehr zufrieden."

9. Alex Rins (Suzuki Ecstar): "Insgesamt war es ein guter Tag, an dem wir sowohl nasse als auch trockene Bedingungen ausprobiert haben. Es ist schwer zu sagen, wie das Wetter morgen sein wird, aber es sieht so aus, als ob es am Morgen nass sein wird, sodass ich direkt ins Q2 gehen sollte. Ich mag diese Strecke, aber sie ist sehr holprig und alle kämpfen mit ihren Bikes."

10. Enea Bastianini (Esponsorama Avintia Ducati): "Es war ein interessanter erster Tag. Der Asphalt ist sehr holprig und es war nicht einfach. Der Morgen war nass und ich habe versucht, Vertrauen zu fassen. FP2 war komplett trocken, aber ich hatte Schmerzen im Rücken vom Sturz in Misano, und fühlte mich nicht bei 100 Prozent. Jedenfalls hatten wir eine gute Runde. In den schnellen Kurven fühle ich mich gut, aber in den langsamen leide ich noch ein wenig."

P10 im Training: Reicht das schon für den Q2-Einzug für Enea Bastianini? - Foto: LAT Images

11. Brad Binder (Red Bull KTM): "Die Bodenwellen sind entsetzlich. Es ist Wahnsinn! Man kann sie nicht verfehlen. Es gibt einige, bei denen es schwer ist, dein Gewicht zu halten, weil du sie so hart triffst. Es ist so eine tolle Strecke und ein großartiger Ort, an den man gerne kommt. Es ist schade, dass die Bodenwellen so schlimm sind."

12. Luca Marini (Sky VR46 Avintia Ducati): "Ein positiver Tag. Ich war unter beiden Bedingungen schnell. Die Strecke ist wunderschön, aber die ganzen Bodenwellen sind schade. Wir sind an der Grenze des Gefährlichen. Das Gefühl für das Motorrad ist insgesamt gut, die meiste Arbeit, die in Misano gemacht wurde, funktioniert auch hier."

13. Joan Mir (Suzuki Ecstar): "Mit meinen derzeitigen Bike-Einstellungen kann ich morgen kein sicheres Rennen fahren. Wir müssen herausfinden, ob das andere Chassi besser für die Bodenwellen geeignet ist. Aber es hat Priorität auf der restlichen Strecke Stabilität zu finden. Auf dieser Strecke schaut es so aus, als ob man alle drei Jahre neu asphaltieren müsste. Ich verstehe ja dass es schwierig ist, aber wir müssen eine Lösung für dieses Problem finden."

14. Andrea Dovizioso (Petronas Yamaha): "Ich habe im Moment viel zu tun. Ich muss das Motorrad kennenlernen, mich daran anpassen und auch die Linienwahl adaptieren. Derzeit kann ich nicht so fahren, wie ich das möchte. Gleichzeitig muss ich den Ingenieuren das bestmögliche Feedback geben, so dass wir uns für die Zukunft verbessern können. Nur so können wir die korrekte Richtung einschlagen. Die Basis ist gut, aber viele Dinge können und müssen noch besser werden."

15. Franco Morbidelli (Monster Energy Yamaha): "Es ist eine echte Herausforderung, hier zu fahren, aber dafür sind wir ja hier. Ich habe mich besser gefühlt als in Misano, mit dem Knie und auch mit dem Setting. Wir werden besser und besser. Wir versuchen, das Motorrad an meinen Fahrstil anzupassen."

2. Wochenende auf der aktuellen Yamaha: Morbidelli noch im Testmodus - Foto: Yamaha

16. Alex Marquez (LCR Honda): "Im Nassen habe ich mich nicht gut gefühlt, aber am Ende des 1. Trainings haben wir ein paar Veränderungen vorgenommen und mein Gefühl hat sich verbessert. So ist mir der sechste Rang gelungen. Am Nachmittag war es dann trocken und ich habe versucht, mich zu steigern, aber es ist mir schwergefallen. Ich hatte Probleme mit dem weichen Reifen. Ich muss lernen, mehr zu pushen."

17. Valentino Rossi (Petronas Yamaha): "Es war kein guter Tag für uns. Wir sind langsam, vor allem im Nassen. In der Beschleunigungsphase finden wir keinen Grip. Trocken ist es ein bisschen besser, aber wir haben Probleme auf den Bodenwellen."

18. Miguel Oliveira (Red Bull KTM): Zitat folgt

19. Aleix Espargaro (Aprilia Gresini): "Wir sind mit einem Setting gestartet, das dem von Misano sehr ähnlich war, aber es ist klar, dass wir den RS-GP radikal verändern müssen. Nachdem ich mit den Technikern gesprochen habe, haben wir beschlossen, Stabilität auf den Bodenwellen zu suchen, ohne die Nachteile zu berücksichtigen. In Anbetracht der Gefahr und der Tatsache, dass man so leicht Fehler machen kann, ist das die einzige Möglichkeit, die wir haben."

20. Danilo Petrucci (Tech 3 KTM): "Die Strecke ist voller Schläge und es gibt fast keinen Grip. Aber das soll keine Entschuldigung sein. Aber bei dieser niedrigen Traktion können wir tatsächlich kaum Grip und Kurvenspeed generieren. Wir müssen für morgen eine Lösung finden. Im Moment habe ich das Gefühl, dass ich wirklich langsam bin und es schwierig ist, das Motorrad zu fahren."

Tech-3-Duo chancenlos: Sind die Bodenwellen schuld? - Foto: LAT Images

21. Iker Lecuona (Tech 3 KTM): "Heute Morgen war es nicht schlecht, bei nassen Bedingungen Zehnter zu werden. Aber ich hatte kein gutes Gefühl mit dem Motorrad. Der Zustand dieser Strecke ist wahrscheinlich der schlechteste im ganzen Kalender. Es gibt so viele Bodenwellen, dass sie sich wie eine Motocross-Strecke anfühlt und sehr schwierig zu fahren ist. Das Motorrad nimmt keine Unebenheiten an und es war sehr schwierig. Ich habe einen Sturz vermieden und bin dann in der gleichen Kurve zu Boden gegangen."