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MotoGP

MotoGP, Barcelona: Alle Stimmen zum Oliveira-Sieg in Katalonien

Miguel Oliveira gewinnt das MotoGP-Rennen in Barcelona für KTM, Fabio Quartararo sorgt für Aufregung. Alle Stimmen zu einem turbulenten Katalonien-GP.
von Florian Niedermair

1. Miguel Oliveira (Red Bull KTM): "Das ist fast schwer in Worte zu fassen. Ich hatte eines der besten Rennen meiner bisherigen Karriere. Alles war so hart; das Reifenmanagement und meine Ruhe zu bewahren, als Fabio so viele Runden lang Druck auf mich ausübte. Ich habe wirklich einen kühlen Kopf bewahrt, als er mich überholte, und habe meine Chance auf der Geraden genutzt, um ihn wieder einzuholen. Es war ein perfektes Rennen"

2. Johann Zarco (Pramac Ducati): "Ich bin sehr glücklich, es war ein unglaubliches Rennen, voll von unerwarteten Ereignissen. Ich habe mein Bestes gegeben und der zweite Platz ist ein tolles Ergebnis. Wir haben wirklich gut gearbeitet und ich könnte nicht glücklicher sein."

3. Jack Miller (Ducati Lenovo): "Heute war es entscheidend, auf Quartararo einige Punkte aufzuholen! Im Rennen kam ich mit dem Hinterreifen gut zurecht, während der Vorderreifen die ganze Zeit ein wenig überhitzte, aber wir konnten trotzdem einige tolle Kämpfe austragen. In der letzten Runde war ich sehr nah an Quartararo dran, und ich hätte noch eine Chance gehabt, ihn zu überhole. Aber ich sah, wie er die Schikane schnitt, wusste ich, dass er eine Strafe bekommen wird."

Jack Miller bleibt cool: Wusste, dass Quartararo eine Strafe bekommen wird. - Foto: LAT Images

4. Joan Mir (Suzuki ECSTAR): "Wir haben heute mit den Reifen nicht die richtige Entscheidung getroffen. Ich habe in der Startaufstellung hinten auf den Medium-Reifen gewechselt und dann musste ich gegen das Durchdrehen des Hinterrades ankämpfen. Besonders im letzten Teil des Rennens war es ein Kampf. Es ist schade, denn ich hatte das Gefühl, dass ich die Pace für das Podium hatte"

Quartararos Lederkombi defekt: Warum keine Disqualifikation?: (11:54 Min.)

5. Maverick Vinales (Monster Energy Yamaha): "In der ersten Runde habe ich 3-4 Sekunden verloren, die uns gefehlt haben, um ganz vorne zu sein. Aber am Ende des Tages denke ich, dass wir schnell unterwegs waren. In der Mitte des Rennens hatten wir eine gute Pace, und ich kam mit den Reifen ganz gut zurecht, aber dann kam ich hinter Mir an, den ich nicht überholen konnte."

6. Fabio Quartararo (Monster Energy Yamaha): "Leider kann ich noch nicht erklären, was passiert ist. Trotzdem können wir mit unserem Rennen zufrieden sein, denn ich habe das Gefühl, dass ich 100 Prozent gegeben habe. Unsere Pace war das ganze Wochenende über schnell. Im Rennen habe ich mich nicht so gut gefühlt. Aber an einem schlechten Tag Vierter zu werden, ist eigentlich ganz gut."

7. Francesco Bagnaia (Ducati Lenovo): "Leider wurde mein Rennen heute von unserer Reifenwahl beeinflusst. Wir wollten den Medium ausprobieren, aber leider erwies sich das nicht als die beste Lösung. Ich habe versucht, den Verbrauch bis zum Ende zu kontrollieren, aber ich habe mich nie ganz wohl gefühlt. "

8. Brad Binder (Red Bull KTM): "Ich hatte nicht den besten Start, weil mich jemand in Turn 2 getroffen hat und ich ein paar Positionen verloren habe. Ich habe versucht, mich durchzukämpfen, aber ich hatte wirklich Mühe, aus den Kurven herauszukommen. Ich holte die Gruppe vor mir ein, aber dann, drei Runden vor Schluss, war mein Hinterreifen am Ende und es war, als würde meine Geschwindigkeit von einer Klippe fallen: Es war unmöglich, weiter vorwärts zu fahren."

9. Franco Morbidelli (Petronas Yamaha): "Wir hatten das ganze Wochenende über guten Speed - vor allem im Training. Ich bin auchmit meiner Rennpace zufrieden. Ich war konstant schnell und hatte bis ins Ziel ein gutes Gefühl auf dem Bike"

Franco Morbidelli: Trotz Trainingsbestzeiten kam er im Rennen nicht über Rang 9 hinaus. - Foto: LAT Images

10. Enea Bastianini (Esponsorama Avintia Ducati): "Es war ein gutes Rennen und ich habe es genossen. Ich habe versucht, so viel Zeit wie möglich auf die Fahrer vor mir gutzumachen. Ich bin mit der Position zufrieden, aber etwas weniger wegen des Rückstands auf den Ersten. Ich habe beim Bremsen sehr gelitten und fühlte mich heute nicht bei 100 Prozent."

11. Alex Marquez (LCR Honda): "Wir haben einige Punkte geholt und das Rennen beendet, was immer wichtig ist. Ich bin nicht wirklich glücklich, denn unsere Pace war nicht schlecht, aber in den letzten 10 Runden fühlte ich mich nicht gut genug mit dem Motorrad. "

12. Luca Marini (Sky VR46 Avintia Ducati): "Das Rennen verlief mehr oder weniger so, wie wir es erwartet hatten. Ich bin gut gefahren, ich habe die Reifen vorne und hinten bestmöglich gemanagt. Schade war der Fehler in Kurve 1, ich war im Windschatten von Marquez und Vale und ich hatte zu kämpfen. Die Reifen haben sich überhitzt und der Druck hat sich auch erhöht. Durch den Fehler habe ich ein paar Sekunden verloren. "

13. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Zu Beginn des Rennens, ich bin mir nicht sicher, in welcher Runde, konnte ich in Kurve eins nicht stoppen und fuhr geradeaus weiter. Ich verlor meine Position und etwas Zeit und bekam dann nach zwei Runden eine Long-Lap-Strafe. Danach bekam ich leider eine zweite Long-Lap-Strafe, weil ich die grüne Begrenzungslinie für ein paar Zentimeter berührt habe. Abgesehen davon war unsere Pace bis zur Mitte des Rennens gar nicht so schlecht "

14. Jorge Martin (Pramac Ducati): "Es war hart, mein Handgelenk schmerzte und ich war mir nicht sicher, ob ich durchhalten würde, aber ich bin froh, dass ich ins Ziel gekommen bin und der vierzehnte Platz ist ein gutes Ergebnis. Ich werde langsam wieder in Form kommen und in der Lage sein, wettbewerbsfähig zu sein."

15. Lorenzo Savadori (Aprilia Gresini): ""Leider waren wir an diesem Wochenende nicht in der Lage, die Reifen- und Setup-Situation herauszufinden, deshalb waren wir etwas unvorbereitet. Zu Beginn gelang es mir, in der Gruppe zu bleiben, aber ab der siebzehnten Runde war der Leistungsabfall deutlich "

DNF Valentino Rossi (Petronas Yamaha): "Beim Warm Up fühlte ich mich auf dem harten Hinterreifen wohl. Am Nachmittag war ich aber sechs bis sieben Zehntel langsamer wie gestern, als die gleichen Bedingungen herrschten. Mir fehlte im Rennen am Hinterrad von Anfang an der Grip. Ich hatte Probleme in der Beschleunigung und der Bremsphase, die Reifen rutschten viel."

Frustriert: Valentino Rossi lässt Punkte im Kies liegen. - Foto: LAT Images

DNF Aleix Espargaro (Aprilia Gresini): "Ich denke, der weiche Hinterreifen war für heute die richtige Wahl. Im Rennen war ich in der Lage, konkurrenzfähig zu sein. Leider ist es auf dieser Strecke schwierig, den Speed der Aprilia in den Kurven auszunutzen. Als ich auf den Bremspassagen hart gepusht habe, um verlorenen Boden gutzumachen, stieg die Temperatur des Vorderreifens etwas an, und als ich ihn in Kurve 10 belastete, stürzte ich. "

DNF Marc Marquez (Repsol Honda): "Ich habe am Anfang alles gegeben, denn wenn ich das nicht getan hätte, hätte ich heute nicht gut geschlafen. Okay, ich bin gestürzt, aber ich habe mir gezeigt, dass ich es kann, also war das ein Positivum. Anstatt auf Platz 12 oder 13 zu landen, war heute der Tag, an dem ich etwas riskieren konnte. "

DNF Pol Espargaro (Repsol Honda): "Wir haben den harten Reifen gewählt, was bei den heutigen Bedingungen der beste Reifen war, aber wir hatten mit dem Grip zu kämpfen und verloren dadurch Zeit. Es war ein frustrierendes Rennen, aber wir müssen positiv bleiben und weiter arbeiten."

DNF Iker Lecuona (Tech 3 KTM): "Ich denke, das Ende des Wochenendes spiegelt nicht unser Potenzial wider. Vor dem Sturz fuhr ich ein sehr gutes Rennen. Ich konnte den Abstand zu Morbidelli halten und habe versucht, nicht zu viel Zeit auf die vorderen Jungs zu verlieren. Ich fühlte mich recht gut, aber ich machte einen Fehler in Kurve 13 und verlor die Front. Ich habe nichts Besonderes gemacht, also müssen wir noch herausfinden, was passiert ist.""

DNF Danilo Petrucci (Tech 3 KTM): "Wir wussten, dass es ein schwieriges Rennen werden könnte, vor allem auf der Geraden. In den ersten Runden konnte ich den Windschatten der anderen dort nicht halten, daher hatte ich wirklich Mühe, den Kontakt zu halten. Auf dem Rest der Strecke fühlte ich mich ganz gut. Ich versuchte, Marc einzuholen, aber ich verlor ohne jede Vorwarnung die Front und stürzte. "