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MotoGP: Gresini Racing bleibt in Familienbesitz

Der Tod von Fausto Gresini traf die MotoGP-Familie hart. Nun ist die Nachfolge in seinem Rennstall geregelt. Große Aufgaben warten.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Wenige Monate nach dem Tod von Fausto Gresini herrscht nun Klarheit, wie es mit dem Team weitergehen soll. Das Team wird künftig in der Hand der Familie verbleiben, wie der MotoGP-Rennstall am Donnerstag via Presseaussendung bekanntgab.

Nadia Padovani, die Ehefrau von Fausto Gresini, wird künftig als Geschäftsführerin von Gresini Racing auftreten. Sohn Lorenzo wird sich in die administrativen Geschäfte des Unternehmens einbringen, während sein Bruder Luca sich um die sportlichen Belange kümmern wird und bereits in Jerez vor Ort mit dem Team arbeiten wird.

Aktuell unterhält Gresini Racing eigenständige Teams in Moto3, Moto2 und MotoE. In der MotoGP-Klasse ist man als Einsatzmannschaft für das Werksengagement von Aprilia tätig. Ab 2022 will man aber wieder als eigenständiges Kundenteam in der MotoGP auftreten. Der entsprechende Vertrag wurde bereits Ende des Vorjahres unterschrieben.

Auf die neue Führungsriege des Teams kommt eine Mammutaufgabe zu: In der MotoGP sucht man noch nach einem Partner, der Motorräder liefert. Zudem muss man ausreichende Sponsorgelder lukrieren, da der Piaggio-Konzern auch als Geldgeber auftrat.

Eine Einigung mit Aprilia ist nicht ausgeschlossen. Die Italiener werden ab 2022 zwar mit einem reinrassigen Werksteam an den Start gehen, wollen aber zudem ein Team mit Kunden-Bikes ausstatten. Das Gresini-Team komm dafür als langjähriger Partner selbstverständlich in Frage. Vor Saisonstart hat Aprilia-Boss Massimo Rivola eine Entscheidung bis spätestens zum Frühsommer angekündigt.


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