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Lorenzo lästert über Crutchlow: Wenig Siege, viele Stürze

Der MotoGP-Zoff zwischen Jorge Lorenzo und Cal Crutchlow geht in die nächste Runde. Lorenzo fällt ein vernichtendes Urteil über Crutchlows Karriere.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Dritte Episode im persönlichen Kleinkrieg zwischen Jorge Lorenzo und Cal Crutchlow, der irgendwo zwischen unterhaltsam und peinlich pendelt. Alles begann damit, dass Lorenzo auf Twitter meinte, ihn als Yamaha-Testfahrer durch Crutchlow zu ersetzen sei so, als würde man Gold gegen Bronze eintauschen.

Am Freitag antwortete Crutchlow in Portimao darauf: "Er ist auf dem Motorrad etwas ganz Besonderes. Aber das bedeutet nicht, dass er ein großartiger Testfahrer ist." Darüber hinaus meinte Crutchlow, dass Lorenzo zuhause einfach nur langweilig sei.

Keine 24 Stunden später folgte der Konter von Lorenzo. Er beantwortete auf seinem Instagram-Account Fragen der Fans und sprach dabei auch über Crutchlows Aussagen. "Zu behaupten, dass ich kein guter Testfahrer bin, ist wie zu sagen, dass die Erde ein Viereck ist", schrieb Lorenzo. "Sowohl die Ingenieure als auch die Fahrer, mit denen ich bei Yamaha und Ducati zusammengearbeitet habe, kennen meine Fähigkeiten, ein Motorrad weiterzuentwickeln und es immer schneller zu machen. Wenn wir von reinen Zahlen sprechen: Es ist ein Fakt, dass beide Teams nach meinem Abgang dort von Jahr zu Jahr weniger Siege geholt haben."

Tatsächlich rutschte Yamaha von sechs Siegen in der letzten Saison mit Lorenzo auf vier im Folgejahr und nur noch einen im Jahr 2018 ab. Das war Lorenzos finale Saison bei Ducati, in der er und Andrea Dovizioso zusammen sieben Rennen gewannen. Im Vorjahr waren es drei, 2020 wird es wohl bei zwei Erfolgen bleiben.

"Cal ist einer der Fahrer mit den wenigsten Siegen und meisten Stürzen in den vergangenen zehn Jahren. Ich glaube, dass er ein großartiger Testfahrer sein wird. Um die Widerstandsfähigkeit des Motorrads zu prüfen", ätzte Lorenzo am Ende seines Statements, das vor einem Bild von Crutchlows Sturz im Australien-GP 2014 zu lesen war. Damals warf er in der letzten Runde einen sicheren zweiten Platz weg, den passenderweise Lorenzo erbte.


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