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MotoGP: Lorenzo tritt nach Aus gegen Yamaha und Crutchlow nach

Jorge Lorenzo fällt mit einem gewagten Tweet gegen Cal Crutchlow und Yamaha auf. Dabei stand er zuletzt selbst scharf in der Kritik.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Jorge Lorenzo tritt nach seinem Aus als MotoGP-Testfahrer gegen seinen Ex-Arbeitgeber Yamaha und Nachfolger Cal Crutchlow nach. Am Samstagabend reagierte er auf den Tweet eines Fans, der Kritik an dieser Personalentscheidung äußerte, mit den Worten: "Korrekt. Das ist als würde man Gold gegen Bronze tauschen."

Für diese Antwort erhielt er binnen weniger Minuten von vielen Twitter-Nutzern teils herbe Kommentare, er würde sich äußerst respektlos gegenüber Crutchlow verhalten. Zuletzt war Lorenzo bei Yamaha in die Kritik geraten. So ärgerte sich etwa Valentino Rossi Anfang Oktober: "Wenn er zu einem guten Testfahrer werden will, dann muss er mehr fahren. Wenn man acht Monate kein Motorrad angreift, kann man ein MotoGP-Bike unmöglich an das Limit bringen. Wenn Jorge weitermachen will, muss er mehr testen und während der Saison auch irgendwelche anderen Motorräder fahren."

Lorenzo hatte zwar den MotoGP-Auftakttest in Sepang bestritten, danach aber keine weiteren Einsätze. Yamaha-Sportchef Lin Jarvis hatte bereits im Sommer betont, dass dies den Corona-Reisebedingungen wichtiger Mitarbeiter aus Japan geschuldet sei, doch diese Erklärung stieß bei den Fahrern auf Unverständnis. Für einen Test in Portimao im Oktober griff Yamaha wieder auf die Dienste seines Edel-Testfahrers zurück, dabei bekam er allerdings ein altes Motorrad. Wenige Wochen später verkündete Yamaha die Personalrochade und geht künftig mit Cal Crutchlow in die Test-Programme.

Lorenzo selbst brachte sich bereits im Frühjahr bei Ducati ins Spiel, zuletzt auch bei Aprilia. Doch auch dort stießen die Gerüchte über seine Verpflichtung auf wenig Gegenliebe. So meinte Aleix Espargaro unlängst: "Die Aprilia ist kein siegfähiges Motorrad. Es ist keine Yamaha. Du musst also noch viel mehr geben. Du musst in jeder Kurve und in jeder Runde mehr riskieren als die anderen Fahrer. Wir wissen, dass das so ist. Ich habe kein Problem damit und mache es jede Session. Das gleiche gilt für Bradley (Smith, Anm.) und Lorenzo (Savadori, Anm.). Bei Jorge bin ich mir nicht so sicher. Noch einmal: Jorge ist ein sehr, sehr schneller Fahrer, aber ich weiß nicht ob er momentan der körperlichen und mentalen Herausforderung gewachsen ist."


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