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MotoGP Valencia II 2020: Die Reaktionen zum Qualifying-Samstag

Franco Morbidelli hat im MotoGP-Qualifying von Valencia eine Meisterleistung abgeliefert, WM-Leader Joan Mir nicht so sehr. Die Reaktionen zum Samstag.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Franco Morbidelli (Petronas Yamaha): "Ich fühle mich gut. Wir werden sehen, wie das Wetter morgen wird. Aber eigentlich habe ich mich unter allen Bedingungen gut gefühlt. Das Qualifying heute war riskant, es war keine einfache Session. Weil ich aber ein gutes Gefühl hatte, konnte ich es mir leisten, ein paar Risiken einzugehen und darf mich jetzt über diese Pole Position freuen."

2. Jack Miller (Pramac Ducati): "Ich fühle mich gut auf dem Bike, egal, wie die Bedingungen sind. Es scheint, als würde die Farbe auf den Kerbs das Wasser halten, das ist nicht einfach. Aber das FP4 war wichtig für uns, weil unsere Pace dort super war. Deshalb fühle ich mich jetzt zuversichtlich für das Rennen morgen. Den ersten Schritt für ein gutes Rennen haben wir mit dem Start aus Reihe eins jetzt schon mal gemacht."

3. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Die Bedingungen waren etwas schwierig. Wir wussten nicht, wie viel Grip die Strecke haben würde. Aber wir haben trotzdem einen Schritt nach vorn gemacht, im Vergleich zu gestern. Ich freue mich über einen nächsten Start aus Reihe eins. Das Team hat mir ein tolles Bike hingestellt."

4. Johann Zarco (Avintia Ducati): "Das war ein großartiges Qualifying. Die Bedingungen am Vormittag waren eigenartig, aber wir konnten das Beste draus machen. Im Qualifying habe ich im ersten Run die Verhältnisse geprüft und habe dann im zweiten Versuch meine beste Zeit gesetzt. Von P4 zu starten hilft uns im Rennen sehr, um die letzten zehn Runden zu überstehen."

5. Pol Espargaro (KTM): "Es war ein toller Tag. Vielleicht nicht ganz so toll wie die Pole Position am letzten Wochenende, aber ein Start aus Reihe zwei ist auch positiv. Wir haben am Morgen eine gute Zeit gesetzt und sind dann im FP4 viele Runden gefahren, um zu erkennen, ab wann der Reifen morgen abbaut. Danach ist uns im Qualifying noch eine tolle Zeit gelungen, obwohl es nicht einfach war."

6. Maverick Vinales (Yamaha): "Ich bin ganz zufrieden mit meinem Qualifying. Mein Gefühl auf den weichen Reifen war nicht herausragend, aber es hat dennoch für einen guten sechsten Rang gereicht. Meine Pace ist noch besser. In FP4 war ich richtig stark. Den Grip am Hinterrad würde ich gerne noch etwas verbessern. Dann möchte ich einen guten Start hinlegen und ein paar Fahrer überholen."

Geht von Reihe zwei aus ins vorletzte Saisonrennen: Yamaha-Pilot Maverick Vinales - Foto: MotoGP.com

7. Aleix Espargaro (Aprilia): "Ich habe mir Sorgen gemacht, als ich vor dem 3. Training den Regen gesehen habe, denn ich wusste, dass ich die Chance hatte, direkt in Q2 zu kommen. Glücklicherweise hat es abgetrocknet und ich war einer der wenigen Fahrer, die sich verbessern konnte. So habe ich es in die Top-Ten geschafft. Im Qualifying war es auch nicht unbedingt einfach. Mit dem zweiten Reifen ist mir aber eine gute Zeit gelungen. Ich glaube, dass im Rennen ein gutes Resultat möglich ist."

8. Francesco Bagnaia (Pramac Ducati): "Ich bin mit meinem Gefühl auf dem Motorrad sehr glücklich. Ich kann endlich wieder viel Tempo in die Kurven mitnehmen, so wie in Misano. Mit meinem Startplatz bin ich zufrieden, denn ich musste heute aufgrund der Verhältnisse den Medium-Vorderreifen wählen, mit dem ich mich normalerweise nicht so wohlfühle. Meine Pace ist auf jeden Fall gut und ich glaube, dass ich im Rennen um die Top-Five kämpfen kann."

9. Brad Binder (KTM): "Es war kein übler Tag. Im FP3 haben wir keine gute Zeit zusammenbekommen, was sehr schade ist. Über ein paar gute Runden im FP4 habe ich mich dann aber sehr gefreut. Wir haben heute einen Schritt nach vorn gemacht und mein Rhythmus im Qualifying war stark. Weil ich durch das Q1 musste, hatte ich dann fürs Q2 aber keine Reifen mehr."

10. Miguel Oliveira (Tech3 KTM): "Wir haben es am Morgen direkt ins Q2 geschafft. Am Nachmittag war es dann eine Herausforderung, die Bedingungen richtig einzuschätzen und rauszufinden, wie wir pushen könnten. Ich habe mich aber endlich gut auf dem Bike gefühlt. Nur auf meinem letzten Run habe ich mich nicht genug verbessern können, um es auf die ersten zwei Reihen starten. Das ist schade. In Kurve zwei habe ich auf meiner letzten Runde einen Fehler gemacht, dafür möchte ich mich beim Team entschuldigen."

11. Fabio Quartararo (Petronas Yamaha): "Heute war es schwierig, da sich die Bedingungen ständig geändert haben und wir daher nur schwer ein Setup finden konnten. Mein Gefühl war heute nicht gut, selbst mit neuen Reifen. Wir hatten heute Probleme und haben für das Warm-Up daher einige Änderungen geplant. Unser Hauptrivale startet zwar einen Platz hinter uns, aber daran denke ich gar nicht. Ich muss mich darauf konzentrieren, das Motorrad für morgen zu verbessern."

12. Joan Mir (Suzuki): "Ich habe im Qualifying einfach nicht das beste Gefühl gefunden. Mir ist keine wirklich schnelle Runde gelungen. Ich verstehe es nicht ganz. Im Rennen habe ich aber dennoch gute Chancen, weil ich mich insgesamt stark fühle. Wenn mir ein guter Start gelingt, kann ich vorne mitmischen. Ich will mich auf jeden Fall auf mich selbst konzentrieren und nicht zu viele an meine Rivalen denken."

Der WM-Kampf von Joan Mir beginnt am Sonntag nur von Platz zwölf aus - Foto: MotoGP.com

13. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Ich hatte heute kein großartiges Gefühl auf dem Motorrad. Mit der gestrigen Abstimmung war es besser. Das Qualifying war aber gut, leider habe ich es knapp nicht in Q2 geschafft. In meiner schnellsten Runde habe ich auf der feuchten Strecke die Kontrolle verloren, konnte aber zum Glück einen Sturz vermeiden."

14. Alex Rins (Suzuki): "Es war ein harter Tag. Die Bedingungen in Q1 waren schlecht und es war dementsprechend schwierig, schnell zu sein. Das Risiko war groß. In meinem letzten Run habe ich mich besser gefühlt, aber dann hat der Regen wieder zugenommen und ich musste Tempo rausnehmen. Von P14 aus wird das Rennen nicht einfach, aber meine Pace ist gut und ich werde versuchen in den ersten Runden möglichst schnell nach vorne zu kommen."

15. Danilo Petrucci (Ducati): "Am Vormittag war mein Gefühl auf dem Motorrad ziemlich gut und habe den Einzug in Q2 nur um ein paar Tausendstelsekunden verpasst. In Q1 waren die Verhältnisse dann leider schwierig. Ich habe alles gegeben und viel riskiert, aber durch den leichten Regen war nicht mehr möglich."

16. Valentino Rossi (Yamaha): "Wir sind den ganzen Tag auf einer Strecke gefahren, diw weder richtig nass noch richtig trocken war. Das war nicht einfach. In FP4 ist uns eine Verbesserung gelungen, durch die ich jetzt mehr Grip habe und mich besser fühle. Auch meine Pace ist besser, was wichtig ist. Im Qualifying hätte ich mir aber mehr erwartet."

17. Andrea Dovizioso (Ducati): "Ich bin ziemlich enttäuscht mit dem heutigen Qualifying. Wir haben viel für das Rennen gearbeitet und konnten eine gute Pace finden, aber von diesem Startplatz aus wird es dennoch schwierig. Im Qualifying war mein Gefühl mit dem neuen Reifen nicht schlecht, aber am Ende der Session wurde der Regen stärker und ich konnte nicht mehr pushen."

18. Stefan Bradl (Repsol Honda): "Das Wetter hatte heute wieder einmal große Auswirkungen auf unsere Arbeit. Es hat alles viel komplizierter gemacht. Am Morgen und auch im Qualifying hatten wir Mischbedingungen, was unsere Pläne etwas durcheinandergeworfen hat. Mein Gefühl war heute nicht großartig. FP4 war ganz in Ordnung, aber in Q1 wollte ich nichts riskieren. Es wird ein schwieriges Rennen."

Startplatz 18 für Stefan Bradl in Valencia - Foto: LAT Images

19. Tito Rabat (Avintia Ducati): "Nachdem wir die Bremsprobleme von gestern beheben konnten, habe ich mich heute auf meine Renn-Pace konzentriert. In FP3 ist mir eine gute Runde gelungen, aber im Qualifying habe ich dann viel Zeit liegen gelassen. Uns ist heute dennoch ein Fortschritt gelungen und ich hoffe, dass sich dieser Trend im Rennen fortsetzt."

20. Alex Marquez (Repsol Honda): "In Q1 musste ich pushen, obwohl es sehr riskant war. Ich habe alles gegeben für eine bessere Rundenzeiten und hatte dabei leider einen wirklich schlimmen Sturz. Ich bin hart auf meinem unteren Rücken und meiner Hüfte aufgeschlagen. Nach einer Minute konnte ich wieder aufstehen und bin auch mit dem zweiten Motorrad noch einmal auf die Strecke gegangen. Als das Adrenalin nachgelassen hat war mir aber klar, dass ich keine weitere Runde schaffe. Jetzt müssen wir abwarten, wie stark die Schmerzen morgen sind."

21. Lorenzo Savadori (Aprilia): "Wettertechnisch war es wieder ein eigenartiger Tag mit schwierigen Bedingungen. Auf feuchter Strecke konnte ich nicht ans Limit gehen und somit auch nicht wirklich herausfinden, wie das Gefühl auf der Bremse und am Kurveneingang ist - genau das wollen wir aber verbessern. Im Rennen möchte ich eine konstante Pace halten und möglichst viel Erfahrung sammeln."


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