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MotoGP - Erklärt: Darum ist Rossis Vertrag noch nicht fertig

Seit Wochen warten die MotoGP-Fans auf den neuen Vertrag von Valentino Rossi. Yamaha-Rennchef Lin Jarvis erklärt nun, woran es aktuell noch hakt.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Valentino Rossi will seine MotoGP-Karriere bei Petronas-Yamaha fortsetzen. Das verkündete er bereits beim Saisonauftakt in Jerez. Seither warten seine Fans weltweit darauf, dass die notwendigen Unterschriften endlich gesetzt werden - bislang vergeblich.

Yamaha-Rennchef Lin Jarvis erklärte nun, woran es aktuell noch hakt. "Das ist ein komplizierter Prozess, in den drei Parteien involviert sind. Denn er soll seinen Vertrag direkt mit Yamaha bekommen, aber im Petronas-Team fahren. Die haben allerdings ihre eigenen Sponsoren und deshalb dauert das alles etwas länger", sagte Jarvis in einem Interview im offiziellen MotoGP-Livestream.

Bei Verhandlungen mit Sponsoren geht es in der Regel nicht nur um die Höhe der finanziellen Zuwendung, sondern auch um die Ausarbeitung konkreter Gegenleistungen wie etwa direkte Werbung mit einem Fahrer oder Auftritte bei bestimmten Events. Es erscheint logisch, dass Konzerne wie Petronas da etwas von der enormen Werbewirkung eines Valentino Rossi abhaben wollen.

Jarvis: Viel Papierkram

Am Zustandekommen des Deals zweifelt Jarvis aber nicht. "Ich habe gestern einen Termin für die letzte Besprechung mit den Anwälten in Malaysia, unseren Anwälten in Japan und Valentinos Anwalts-Team angesetzt", erklärte der Yamaha-Renndirektor.

"Es gibt keine Stolpersteine, aber dabei geht es einfach um sehr viel Papierkram, der erledigt werden muss. Ich wünschte, wir könnten bis Misano alles fertig haben, aber das wird nicht einfach. Wir lassen es euch aber wissen, sobald wir zu einer Einigung gekommen sind", so Jarvis.

Der 41-jährige Valentino Rossi bestreitet 2020 seine 25. Saison in der Motorrad-WM und die 21. in der Königsklasse. Er ist der wichtigste Werbeträger für Monster Energy, Yamaha und die MotoGP selbst. Aus seinen Millionen-Einkünften hat er längst ein eigenes Wirtschaftsimperium erschaffen. So produziert seine Firma "VR46 Racing Apparel" Fanartikel im Motorsport- und Fußball-Bereich, über seine "VR46 Riders Academy" bringt er neue Talente in die MotoGP und verdient an deren Verträgen mit.


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