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MotoGP plant Notbetrieb: Keine Fans, keine Gäste, keine Presse

Eine drastische Verkleinerung des MotoGP-Paddocks könnte die einzige Rettung für die Saison 2020 sein. So sieht der Plan der Organisatoren aus.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Die MotoGP muss sich angesichts der Corona-Krise wohl oder übel mit einem Notbetrieb anfreunden. So, wie man die Motorrad-Weltmeisterschaft normalerweise kennt, wird sie 2020 nicht stattfinden können. Im Hintergrund laufen daher schon die Vorbereitungen, für einen Rennbetrieb nach Corona.

Die Teamvereinigung IRTA schickte hierfür eine Aussendung an die Rennställe der Motorrad-WM, in der sie über die Pläne informiert. So sollen Grands Prix nicht nur als Geisterrennen, also ohne Zuseher an der Strecke, stattfinden. Auch für die Menschen im Paddock dürfte es strikte Beschränkungen geben.

MotoGP-Paddock wird leergefegt

Gäste oder Sponsoren würden generell keinen Zutritt erhalten. Unter den im Fahrerlager arbeitenden Personen soll es Unterteilungen geben. Nur jene, die zur Aufrechterhaltung des Rennbetriebs unbedingt notwendig sind, sollen vor Ort sein. Teampersonal im Bereich von Hospitalitys, welche grundsätzlich nicht zum Einsatz kommen würden, oder der PR würden beispielsweise nicht diesen Anforderungen entsprechen. Auch Medienschaffende wie die Redakteure von Motorsport-Magazin.com wären von den Rennwochenenden ausgeschlossen.

MotoGP - Wie geht es nach Corona weiter?: (33:52 Min.)

Die IRTA bittet nun alle Teams darum, eine Liste mit ihrer jeweils nötigen Mindestbesetzung zur Verfügung zu stellen. Diese soll auch die Nationalität sowie das Land aus dem die betroffenen Personen einreisen beinhalten. Die gesammelte Liste würde die IRTA dann an die Regierungen in den Austragungsländern weiterleiten. So will man die Chancen auf eine Genehmigung für die MotoGP-Events erhöhen.

Quarantäne für die MotoGP?

Wie genau der Reiseprozess zu den Grands Prix aussehen würde, ist aktuell noch nicht bekannt. Österreichs Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler erklärte vor wenigen Tagen, dass man sich eine Einreise für Teammitglieder durchaus vorstellen könnte, wenn diese einen negativen Corona-Test vorweisen würden. Eine weitere denkbare Maßnahme wäre, das Paddock quasi unter Quarantäne zu stellen. Dabei würden alle dort arbeitenden Personen in ausgewählten Unterkünften platziert und Kontakt mit der Außenwelt verboten werden.

Normalerweise besteht das MotoGP-Fahrerlager aus etwa 3.000 dort arbeitenden Menschen. Laut ersten Berechnungen könnte diese Anzahl im Notfall auf etwa 1.000 Personen - Fahrer, Mechaniker, Rennleitung, Streckenposten, medizinisches Personal etc. - reduziert werden.


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