MotoGP

MotoGP - Andrea Iannone: Hätte bei Ducati bleiben sollen

Fehler macht jeder MotoGP-Pilot hin und wieder in seiner Karriere. Andrea Iannone hat sich jetzt aber einen großen Fehltritt eingestanden.
von Sophie Riga

Motorsport-Magazin.com - Jeder Mensch macht in seinem Leben Fehler, davon sind auch MotoGP-Piloten nicht ausgeschlossen. Schwierig wird es also auch bei ihnen, sich Fehltritte oder falsche Entscheidungen einzugestehen. Aprilia-Pilot Andrea Iannone hat sicher mehr als einen Fehler auf seinem Karriere-Konto. Einen ganz Bestimmten hat sich der Italiener jetzt aber öffentlich eingestanden.

Dieser steht überraschenderweise in keinerlei Zusammenhang mit dem Doping-Skandal, auf dessen Ende sowohl Iannone als auch sein Team und die MotoGP-Fans noch immer warten. Tatsächlich geht es um eine Teamwechsel-Entscheidung, wie Iannone in einem Instagram-Live mit seinem Landsmann Max Biaggi verriet.

"Rückblickend würde jeder Mensch immer etwas an seiner Vergangenheit verändern", ist sich Iannone da sicher. "In meinem Fall hätte ich Ducati nie verlassen sollen." Der heute 30-Jährige hatte im Jahr 2013 mit dem italienischen Hersteller den Aufstieg in die MotoGP geschafft. Nach zwei Jahren im Kundenteam Pramac stieg Iannone für die Jahre 2015 und 2016 an der Seite von Andrea Dovizioso ins Werksteam aus Borgo Panigale aus, bevor seine nächste Station Suzuki hieß.

Seine zwei Jahre im Ducati-Werksteam waren für Iannone auch seine mit Abstand erfolgreichsten in der Königsklasse. Die Saison 2015 beendete er als Gesamt-Fünfter, ein Jahr später landete er auf Rang neun der WM-Gesamtwertung. Im selben Jahr konnte er auch seinen ersten und bisher einzigen MotoGP-Sieg feiern. Gleichzeitig war es der erste Ducati-Sieg seit Casey Stoner und der erste Sieg für Gigi Dall'Igna als Technik-Chef bei den Roten.

Andrea Iannone und Andrea Dovizioso hatten in ihrern Zeit als Teamkollegen nicht immer ein kollegiales Verhältnis - Foto: Ducati

Kein Wunder, dass Iannone nun wehmütig an seine Zeit bei Ducati zurückblickt, zumal sich der Italiener sowohl auf der Strecke als auch abseits davon in letzter Zeit nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. Die Saison 2019 schloss der jetzige Aprilia-Pilot auf Gesamt-Rang 16 ab, sein bisher schlechtestes Ergebnis in der MotoGP. Hinzu kommen die Doping-Vorwürfe und das inzwischen scheinbar schon wieder geschlichtete Zerwürfnis mit seinem Teamkollegen Aleix Espargaro.

"Die Jahre 2015 und 2016 sind für mich sehr gut gewesen", erinnert sich Iannone weiter. "Die Ducati war vor allem bei der Beschleunigung und auf der Bremse beeindruckend, aber wir hatten am Kurveneingang Probleme. Dann bin ich zu Suzuki gewechselt und da war es genau umgekehrt." In seinen zwei Jahren als Suzuki-Pilot landete Iannone jeweils auf dem 13. und 10. Rang in der Gesamtwertung. Damit konnte er an seine Erfolge bei Ducati nicht anknüpfen.

Auch als Aprilia-Pilot ist ihm dies noch nicht gelungen. Dafür ist Iannone aber zuversichtlich, dass es 2020 weiter aufwärts für ihn und Aprilia gehen wird, sollte es dann erst einmal zu einem Rennen kommen und Iannone selbst nicht weiter von der FIM gesperrt bleiben. "Ich fühle mich wohl im Aprilia-Team und bin überzeugt, dass ich einen guten Job leisten kann. Das Team ist gewachsen und die Verschiebung der Rennen wird uns helfen, uns dieses Jahr noch weiter zu verbessern."


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