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MotoGP-Test Katar 2020: Die Reaktionen zum ersten Testtag

Die Bestzeit am ersten Tag der MotoGP-Testfahrten in Katar gehört Alex Rins. Sein Teamkollege Joan Mir wird Zweiter. Die Reaktionen zum ersten Testtag.
von Redaktion Motosport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - 1. Alex Rins (Suzuki): "Ich bin am Ende eine Zeit mit einem weichen Reifen gefahren. Das war ziemlich scary, weil es schon kalt war, viel Luftfeuchtigkeit - aber die Zeit hat gepasst. Darüber bin ich froh. Wir haben aber auch Vieles probiert heute. Es war ein anderes Chassis, als letztes Jahr, eins, welches wir schon in Sepang probiert haben. Morgen werden wir das neue mit dem alten Chassis vergleichen."

2. Joan Mir (Suzuki): "Wir haben an allem gearbeitet, nicht nur an einer schnellen Runde. Wir konnten unser Renn-Tempo steigern und mit einem neuen Reifen ging es dann noch viel besser, vor allem, weil die Zeiten locker kamen. Ich hatte Vertrauen und habe mich wohl gefühlt, das war wichtig. "

3. Maverick Vinales (Yamaha): "Ich habe mich sofort wohl auf dem Motorrad gefühlt. Im Vergleich zu Malaysia um einiges besser. Wir haben viel probiert heute, alles Sachen, die wichtig für das Rennen hier sein können. Ich brauche noch ein paar mehr Runden, um das Motorrad besser zu verstehen und besser auf gebrauchten und neuen Reifen pushen zu können. Aber ich glaube wir sind auf dem richtigen Weg. Wir haben auch mehr Top-Speed als zuvor, ich kann in einigen Abschnitten schneller als letztes Jahr fahren."

4. Danilo Petrucci (Ducati): "Das war ein ziemlich komplizierter Tag. Wir haben frü angefangen, weil wir viel Neues zu probieren hatten. Ein paar kleine Probleme gleich zu Beginn haben dafür gesorgt, dass ich - glaube ich - derjenige mit den wenigsten Runden bin. Wir müssen noch einiges lösen, aber ich fühle mich auf dem Motorrad wohl. Es sind viele Fahrer extrem schnell, aber ich brauche noch mehr Zeit auf dem Motorrad, um unsere Situation besser zu verstehen. Ich denke, dass unsere Lösungen schon besser als Sepang sind, aber es sind halt alle extrem schnell und da ist es nicht leicht, es immer in die Top-Ten zu schaffen."

5. Franco Morbidelli (Petronas Yamaha): "Mit unserer Arbeit heute bin ich ziemlich zufrieden. Wir haben versucht, uns an die Strecke und die Bedingungen zu gewöhnen. Ich bin ziemlich überrascht, wie gut es für den ersten Tag schon ging, die Reifen haben echt gut funktioniert. Wir müssen noch herausfinden, wie es sich über viele Runden mit dem gleichen Reifen verhalten wird, das werden wir wahrscheinlich am dritten Tag machen. Ansonsten haben wir noch genug zu tun."

6. Marc Marquez (Repsol Honda): "Wir haben heute gut angefangen, aber meine Schulter macht mir noch mehr Probleme als in Malaysia - hier besonders in den langen Rechtskurven, da spüre ich meine Schulter. Ich konnte zwar so fahren, wie ich fahren muss, aber wir bleibe ruhig und haben unser Programm abgespult. Katar war nie eine leichte Strecke für uns, aber es ist auch erst unser erster Testtag hier und ich schaue nicht so sehr auf die Zeiten."

Marc Marquez stellte die neue Honda am ersten Testtag in Katar auf Rang sechs - Foto: Repsol

7. Valentino Rossi (Yamaha): "Guter Tag! Wir konnten die Erkenntnisse aus Sepang bestätigen. Am Ende war ich Siebter, aber über den Tag hinweg war ich sehr konstant und hatte ein gutes Tempo. Es scheint, dass das neue Motorrad besser ist als letztes Jahr. Wir arbeiten sehr gut und konnten uns steigern, aber um um den Sieg zu kämpfen, brauche ich noch etwas mehr - zwei, drei Zehntel auf der Quali-Runde, aber auch in der Gesamt-Pace. Es sind ein paar Leute schneller als ich - also haben wir Arbeit vor uns. "

8. Fabio Quartararo (Petronas Yamaha): "Ich bin zufrieden. Natürlich kann ich mit Platz acht nicht happy sein. Es war kein einfacher Tag und wir haben an der Grund-Pace gearbeitet. Ich denke, dass wir morgen einen Schritt machen können. Auf dem Motorrad fühle ich mich wohl und das ist wichtig, weil hier das erste Rennen sein wird. In Sepang hatten wir eine gute Pace, aber nicht die Beste - das konnten wir hier verbessern und darüber bin ich froh. Morgen und übermorgen müssen wir so weiter machen."

9. Francesco Bagnaia (Pramac Racing): "Das war ein ziemlich guter Tag. Wir haben hauptsächlich an meinem Gefühl gearbeitet und eine Lösung gefunden, die mir getaugt hat. Ich denke, wir haben die richtige Richtung eingeschlagen. Diese Strecke ist bei der Abstimmung etwas besonders, aber wir kommen der richtigen Lösung näher und näher."

10. Aleix Espargaro (Aprilia): "Es war nicht so schlecht. Ich habe mich sofort wohl gefühlt und war schnell. Als die Temperaturen gefallen sind, das war die wichtige Zeit, weil um die Uhrzeit das Rennen stattfinden wird. Da hatten wir aber kein richtig gutes Gefühl. Es scheint, als ob das Motorrad in heißen Bedingungen besser funktioniert, als wenn es kühl wird. Es ist ein neues Motorrad und wir müssen das erst noch lernen. Morgen werden wir hart arbeiten. Die Top-Ten am ersten Tag sind nicht schlecht."

11. Andrea Dovizioso (Ducati): "Es war besser als in Sepang und darüber freue ich mich. Das Gefühl war von Anfang an gut. Wir haben einiges abzuarbeiten gehabt und nicht alles lief nach Plan und 30 Minuten vor Schluss bin ich gestürzt. Das tut mir leid für das Team, weil sie jetzt die ganze Nacht arbeiten müssen. Momentan probieren wir nichts großartig Interessantes. Mit der Rundenzeit bin ich zufrieden, vor allem, weil der Reifen da schon 17 Runden runter hatte. "

13. Jack Miller (Pramac Racing): "Heute haben wir eine andere Abstimmung probiert und auf das Rennen hin gearbeitet, denn auf dieser Strecke ist das Setup ganz anders als in Sepang. Am Nachmittag hatten wir mit dem Wind zu kämpfen, leider hatte ich auch auf der Out-Lap einen kleinen Rutscher. Trotzdem war das Gefühl auf dem Motorrad insgesamt gut und ich bin zufrieden und bereit für morgen. "

Pramac-Pilot Jack Miller wurde an Tag eins in Katar 13. - Foto: MotoGP

15. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Meine Schulter fühlt sich besser als in Sepang an. Es ist erst der erste Tag, aber ich bin stärker, wenngleich noch nicht in perfekter Form. Ich versuche, das 2019er-Motorrad zu verstehen, habe verschiedene Abstimmungen probiert. Für den ersten Tag bin ich zufrieden. Unser Problem ist, dass ich in Sepang Vieles nicht probieren konnte, weil die Schulter geschmerzt hat. Jetzt müssen wir mehr Runden fahren - nicht ganze Renndistanzen, aber 15 bis 18 am Stück wenigstens."

18. Miguel Oliveira (Tech3 KTM): "Der erste Tag war ein bisschen hart, wenn ich ehrlich bin. Wir hatten ein paar Probleme, vor allem bei der Suche nach Traktion am Hinterreifen. Am ersten Tag ist es mit den Streckenbedingungen immer etwa schwierig, weshalb ein Großteil der Zeit heute verloren gegangen ist. Wir haben noch einen langen Weg vor uns, aber ich bin überzeugt davon, dass wir viel konkurrenzfähiger sein können als wir es heute gezeigt haben."

Platz 19 an Tag eins in Katar: LCR-Pilot Cal Crutchlow - Foto: LCR

19. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Wir müssen das Ergebnis analysieren. Zeiten und Platzierungen - deswegen sind wir hier. Wer das Gegenteil behauptet, lügt. Wir haben alles gegeben, aber es war nicht schnell genug. Wir können schneller, müssen das Motorrad verbessern, das Gefühl und das Setting. Morgen werden wir mehr Reifen einsetzen und schneller sein. Wir haben heute gut gearbeitet und Honda gute Informationen geliefert, um das Motorrad besser zu machen."

20. Iker Lecuona (Tech3 KTM): "Mein Gefühl ist im Moment ziemlich positiv. Ich habe mich den gesamten Tag über verbessert und war auf meinem letzten Run auf gebrauchten Reifen deutlich schneller. Ich konnte Miguel ein wenig folgen, was mir sehr geholfen hat. Ich lerne außerdem von den anderen Fahrern und freue mich über die Arbeit, die wir heute erledigt haben."

21. Alex Marquez (Repsol Honda): "Heute Nachmittag, gegen 15 Uhr, da habe ich mich gut gefühlt und war schnell. Dann haben wir angefangen, die Abstimmung zu ändern und daran zu arbeiten - denn in Sepang haben wir da gar nichts unternommen. Ich wollte sehen, wie wir weiter arbeiten können. Das war nicht mein bester Tag. Ich hatte zwei Stürze - das war nicht ideal. Aber egal, Haken dran und morgen geht es weiter."

Andrea Iannone (Aprilia):"Ich bin froh, dass ich hier sein kann. 2019 haben wir sehr hart gearbeitet, um auf dieses Level zu kommen. Ich weiß, dass das Motorrad viel besser geworden ist. Brad und Aleix, beide sind richtig happy und stolz auf Aprilia. Sie haben auf meinen Input gehört, das ist richtig gut. Schade, dass ich in Sepang nicht fahren konnte. Ich will endlich wieder fahren und im Moment kann ich nur froh sein, dass wir happy und bereit sind. Ich erwarte nichts und es ist schwer, die Situation zu umschreiben. Ich bin das auch nicht gewöhnt - ich will über das Motorrad und das, was auf der Strecke los war, reden. Für mich ist das eine wirklich schlimme Situation."


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