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MotoGP Spielberg 2019: Die Reaktionen zum Rennsonntag

Unfassbarer Krimi in Spielberg! Andrea Dovizioso schlägt Marc Marquez in der letzten Kurve. Die Reaktionen zu Dovis Glanzleistung beim Österreich GP.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Andrea Dovizioso (Ducati): "Ich hätte nicht gedacht, dass das Manöver in der letzten Kurve klappt. Ich hätte nicht erwartet, dass ich es so machen könnte wie Marc. Aber es war die letzte Kurve, also musste ich es probieren. Ich habe mich in diesem Moment so stark gefühlt. Ich habe daran gedacht, dass ich in der Vergangenheit schon einige verrückte Dinge gemacht habe, die am Ende funktioniert haben. Danke an alle bei Ducati!"

2. Marc Marquez (Repsol Honda): "Ich bin zufrieden. Wir haben heute einen großen Fehler mit unserem Hinterreifen gemacht. Ich habe gleich gesehen, dass die weichen Reifen einfach viel mehr Grip haben. Aber ich bin Marc, deshalb musste ich es versuchen. Leider habe ich mich in der letzten Kurve wieder gegen Dovi geschlagen geben müssen, aber das ist ok. Er hat heute einen unglaublichen Job gemacht und ich hatte am Ende des Rennens viel Spinning."

3. Fabio Quartararo (Petronas Yamaha): "Es war ein unglaubliches Rennen. Wir haben den weichen Reifen gewählt und das war nicht einfach. Ich habe noch nicht die Erfahrung, um richtig mit dem Reifen klarzukommen. Ich hatte viel damit zu tun, den Reifen nicht zu überhitzen. Als ich eine etwas größere Lücke auf Valentino hatte, habe ich entschieden, diese nur noch zu halten und nicht mehr zu pushen. Es ist schön, wieder auf dem Podium zu stehen."

4. Valentino Rossi (Yamaha): "P4 ist gut nach einem ganz guten Wochenende. Theoretisch hätten wir hier mehr zu kämpfen gehabt, aber schon am Freitag waren wir hier konkurrenzfähiger als in der Vergangenheit. Das Rennen war gut, denn am Anfang konnte ich ein paar Plätze gutmachen. Leider waren die Jungs vor mir ein wenig schneller. Maverick und Rins sind mir am Ende näher gekommen, aber ich konnte vorne bleiben, also war es ein gutes Rennen."

5. Maverick Vinales (Yamaha): "Mein Start war gut, aber dann gab es einen Zweikampf mit Jack Miller, was die Tür für viele Fahrer geöffnet hat. Wir haben ein komplett anderes Setup als in den anderen Rennen verwendet, aber ich glaube nicht, dass es das beste Setup war. Die Reifenabnutzung war immer noch sehr hoch. Aber mit P5 bin ich zufrieden, denn wir haben uns im Vergleich zum Vorjahr stark verbessert."

6. Alex Rins (Suzuki): "Es war ein sehr schwieriges Rennen für mich, denn auf der Bremse habe ich viel Zeit verloren. Unser Ziel war es, unser Ergebnis im Vergleich zum letzten Jahr zu verbessern und das haben wir geschafft. Im Jahr 2018 bin ich hier Achter geworden und das Rennen heute habe ich auf Platz sechs beendet. Außerdem habe ich auch meinen Rückstand in der WM verkleinert."

Alex Rins stellte die Suzuki in Spielberg auf Platz sechs - Foto: Suzuki

7. Francesco Bagnaia (Pramac Ducati): "Es war ein gutes Wochenende. In Brünn haben wir toll gearbeitet und das hat uns sehr geholfen. Unser Ergebnis ist toll, das Beste der Saison. Wir haben den Rückstand zu den Führenden verkleinert und das Gefühl ist sehr gut. Jetzt müssen wir konstant in diese Richtung weiterarbeiten, bis zum Ende der Saison."

8. Miguel Oliveira (Tech3 KTM): "Das war ein großartiges Rennen, abgesehen vom Start. Meine Pace war sehr gut, wie wir gestern bereits erkennen konnten. Ich bin sehr zufrieden mit diesem Ergebnis, dem ersten Top-10-Resultat für mich und das Team mit der KTM. Ich denke, wir verdienen dieses Ergebnis nach all der harten Arbeit. Wir haben KTM hier beim Heimrennen belohnt mit einem Top-10-Ergebnis, zudem sind wir beste KTM im Rennen, was sehr gut ist für uns."

9. Danilo Petrucci (Ducati): "Es war ein schwieriges Rennen für mich. In der ersten Kurve wurde ich etwas eingeklemmt, dann war ich auch noch in Crutchlows Sturz involviert. Ich habe ein paar Positionen verloren und musste mich wieder nach vorne kämpfen, habe dabei aber die Reifen aber sehr beansprucht. In der zweiten Rennhälfte habe ich dafür bezahlt. Dieses Wochenende haben wir die Gelegenheit für ein gutes Resultat ausgelassen."

10. Franco Morbidelli (Petronas Yamaha): "Wir hatten dieses Wochenende wirklich Probleme. Ich war auf der Bremse nicht so stark wie die anderen Yamaha-Piloten und konnte das Motorrad nicht so in die Kurve lenken, wie ich es mir gewünscht hätte. Im Rennen war es besser und ich konnte zumindest einige Runden relativ schnell fahren. Wir müssen aber analysieren, wieso das passiert ist."

11. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Ich bin enttäuscht, dass ich es nicht in die Top-Ten geschafft habe. Ich hatte große Probleme mit dem Gefühl für das Vorderrad, vor allem in den Schräglagen. Ich habe den harten Vorderreifen und den weichen Hinterreifen gewählt, was im Training gut funktioniert, im Rennen durch die veränderten Bedingungen aber leider nicht mehr. Beide Reifen haben stark abgebaut und ich konnte meine Pace nicht mehr halten."

12. Johann Zarco (KTM): "Vom Start an war ich sehr gut unterwegs. In den ersten paar Kurven in der Mitte einer Gruppe ist es nie einfach. Es war schön, das Adrenalin zu spüren und es kontrollieren zu können. Vor mir war eine Gruppe von vier Piloten und ich hatte gehofft, sie einzuholen. Meine Pace war konstant, aber ich war nicht schnell genug. Ich bin nicht enttäuscht, aber auch nicht übermäßig zufrieden, denn ich bin Zwölfter geworden."

Stefan Bradl fuhr mit der Honda in Spielberg in die Punkte - Foto: Repsol

13. Stefan Bradl (Repsol Honda): "Das Ziel war es, nach einem schwierigen Wochenende in die Punkte zu kommen. Von daher ist es ein gutes Ergebnis, 13. zu werden, vor allem wenn man bedenkt, dass wir vom letzten Platz gestartet sind und sich das Wetter im Warm Up auch noch gegen uns gestellt hat. Wir konnten da aufgrund des Regens nicht das testen, was wir wollten."

14. Aleix Espargaro (Aprilia): "Wir waren an diesem Wochenende einfach nicht konkurrenzfähig, obwohl ich im Rennen alles gegeben habe. Ich bin gut gestartet, aber nach einigen Berührungen in Kurve drei war ich plötzlich Letzter. Es war für mich schwierig zu überholen, aber ein paar Positionen konnte ich gutmachen. Dann habe ich einfach versucht, das Rennen fehlerfrei zu Ende zu fahren."

15. Karel Abraham (Avintia Ducati): "Es ist schön, einen Punkt zu holen, auch wenn es nicht unser bestes Rennen des Jahres war. Ich wollte von Anfang an schnell sein, aber der Start war nicht gut und nach dem ersten Renndrittel hatte ich Probleme mit dem Hinterreifen. Von da an konnte ich nichts mehr machen und einfach nur noch ins Ziel kommen. Wir verdienen uns diesen Punkt, denn wir sind nicht gestürzt und bis zum Schluss sitzen geblieben."

16. Andrea Iannone (Aprilia): "Wir haben das Rennen nicht gerade auf die beste Art beendet, aber ich bin mit dem Gefühl für das Motorrad über das gesamte Wochenende zufrieden. Ich habe alles gegeben, aber dieses Resultat haben wir nicht erwartet. Vor allem in den letzten Runden hatte ich Probleme, was schade ist, weil ich gegen Aleix und Bradl gekämpft habe und Punkte holen hätte können."

DNF Tito Rabat (Avintia Ducati): "Wir sind an diesem Wochenende besser geworden. Wir konnten das Setting verbessern und waren schon im Qualifying anständig unterwegs. Im Rennen sind wir gut gestartet und ich wollte den Führenden folgen. Aber dabei sind mir ein paar Fehler unterlaufen. Als ich dann mal hart bremsen wollte, hat mein Handgelenk geschmerzt und ich musste vom Motorrad abspringen, bevor es in die Mauer knallt."

DNF Jack Miller (Pramac Ducati): "Ich bin enttäuscht, denn ich habe das Gefühl, als hätte ich es hier aufs Podium schaffen können. Ich habe versucht, Quartararo zu attackieren und mein Gefühl dabei war sehr gut. Leider habe ich dann einen Fehler gemacht und mein Rennen war zu Ende. Das ist schade, denn wir haben das ganze Wochenende über einen super Job gemacht. Ich möchte meinem Team danken."

Crashte in Spielberg: Jack Miller - Foto: Pramac Racing

DNF Pol Espargaro (KTM): "Ich habe gemerkt, dass es mit dem Motor ein Problem gibt und die Bikes heuzutage sind so komplex, dass sie komplett ausgehen, sobald ein Sensor ein Problem erkennt. Zum Glück ist es passiert, als ich Nakagami überholt habe, sodass ich das Bike nur aufrichten musste. Es ist schade. Wir waren das ganze Wochenende in den Top-10 und mit unserer Pace im FP4 haben wir guten Potenzial gezeigt. Auch unsere Reifenwahl war die Richtige."

DNF Cal Crutchlow (LCR Honda): "Natürlich bin ich heute sehr enttäuscht. Mein Rennen hat nur etwas mehr als eine Runde gedauert. Pols Bike ist anscheinend einfach ausgegangen, Tito ist ihm ins Heck gefahren und ich habe dann Titos Motorrad touchiert. Es ist bei sehr niedriger Geschwindigkeit passiert, aber ich bin dennoch gestürzt. Ich hatte eigentlich ein gutes Gefühl für das Rennen und hätte wohl ein gutes Resultat einfahren können."


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