MotoGP

MotoGP-Test in Brünn: Fabio Quartararo holt Bestzeit

Nach dem Rennen testete die MotoGP am Montag in Brünn. Fabio Quartararo schnappte sich die Bestzeit, Valentino Rossi testete erstmals die Yamaha für 2020.
von Sophie Riga

Motorsport-Magazin.com - Keine Pause für die MotoGP-Piloten! Nach dem Rennen in Tschechien steht am kommenden Wochenende für Marc Marquez und Co. nicht nur gleich das nächste Rennen in Österreich auf dem Programm, sondern die Piloten hatten am Montag in Brünn auch noch einen Testtag vor sich. Alle Infos zu Bestzeiten, Technik-Updates und Rundenzeiten in der Übersicht.

Die Zeiten

Ab 10:00 Uhr durften die MotoGP-Piloten am Montag auf die Strecke in Brünn zurückkehren. Über weite Teile des Testtages wechselten sich Joan Mir und Fabio Quartararo auf der Spitzenposition ab. Gegen 14:00 Uhr unterbrachen erneute Regenfälle die Tests für eine gut getimte Mittagspause.

Durch diese Verzögerung blieb es auch bis zum Test-Ende um 18 Uhr recht voll auf der Strecke. Die schlussendliche Bestzeit in Brünn gelang Fabio Quartararo mit einer Rundenzeit von 1:55.616. Dahinter reihte sich Maverick Vinales mit einem Rückstand von nur 0.012 Sekunden ein. An Franco Morbidelli ging Rang drei, während Alex Rins und Cal Crutchlow die Top-5 komplettierten. Valentino Rossi fuhr auf Rang sechs mit Mir direkt hinter sich. Achter wurde der amtierende Champ Marc Marquez vor Francesco Bagnaia und Danilo Petrucci am Ende der Top-10. Suzuki-Testpilot Sylvain Guintoli und Stefan Bradl waren bei den Tests nicht am Start.

Technik-Check: Was wurde getestet?

Vor allem für die Werksteams waren die Testfahrten in Brünn eine Chance, um erstmals Material für die kommende Saison auf die Strecke zu bringen. So fuhr Valentino Rossi neben einer neuen Motor-Spezifikation und einer neuen Sitzbank sogar den ersten Prototypen der 2020er Yamaha M1. Sein Teamkollege Maverick Vinales verzichtete auf einen Ausritt mit dem neuen Bike. Der Spanier konzentrierte sich lediglich auf die Verbesserung des aktuellen Materials, um für das kommende Rennen in Spielberg so gut wie möglich aufgestellt zu sein. Nur die neue Sitzbank fand auch den Weg an seine Yamaha. Ähnlich ging es Danilo Petrucci, der gemeinsam mit seinem Team den Reset-Button drückte und auf das Setup von Freitag zurückkehrte, um gleichermaßen Erkenntnisse für das kommende Rennen zu sammeln.

In der Repsol-Honda-Garage hatte Brünn-Sieger Marquez die Qual der Wahl: Gleich drei RC213Vs standen dem Spanier zu Verfügung. Ein komplett neues Bike brachte Honda zwar nicht mit, aber dafür ein neues Carbon-Chassis, das vor allem Cal Crutchlow testete. Marquez fuhr dafür eine neue Aerodynamik-Verkleidung an zwei verschiedenen Bikes. In der Aprilia-Box standen für Aleix Espargaro eine neue Schwinge sowie ein neuer Rahmen bereit, außerdem testete das italienische Team neue Elektronik-Setups.

Für Alex Rins gab es ebenfalls die Wahl zwischen drei Suzukis. Das Hauptaugenmerk der Japaner lag vor allem darauf, alte und neue Verkleidung miteinander zu vergleichen und die Vor- und Nachteile beider herauszuarbeiten und dem Test einer neuen Schwinge. Fabio Quartararo bekam im Laufe des kontinuierlichen Bike-Updates auf Werks-Niveau von Hersteller Yamaha eine neue Carbon-Gabel zur Verfügung gestellt, während Miguel Oliveira die KTM des Werksteams testen durfte.

Crashes und Zwischenfälle

Lange Zeit verging der Testtag in Brünn ohne Crashes und Zwischenfälle. Kurz nach Anbruch der letzten Stunde flog dann aber Suzuki-Pilot Joan Mir in Kurve 1 heftig von seinem Bike. Die Session wurde durch Rote Flaggen kurzzeitig unterbrochen und Mir auf einer Trage abtransportiert. Der Spanier war jedoch bei Bewusstsein, während seine GSX-RR durch den heftigen Crash über die Streckenbegrenzung hinweg flog.

Rundenbilanz: Wer war am aktivsten?

Der fleißigsten Piloten des Tages waren Quartararo und Morbidelli. Ganze 78 Runden spulten die beiden Petronas-Piloten jeweils innerhalb der acht Stunden Testzeit ab. Ebenfalls fleißig waren Tito Rabat mit 76 Runden sowie Vinales und Crutchlow mit jeweils 74 Runden. Repsol-Pilot Marquez beendete 70 Laps. Etwas ruhiger ging es KTM-Pilot Johann Zarco an, der gerade einmal 31 Runden abspulte, 47 weniger als die Spitzenreiter der Statistik.


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