MotoGP

MotoGP - Marc Marquez: Ich fahre einfach stärker als 2018

Hattrick und der siebente Streich der laufenden MotoGP-Saison. Marc Marquez bleibt das Nonplusultra und erklärt, warum er so stark ist.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Marc Marquez baute mit seinem sechsten MotoGP-Saisonsieg seine Führung in der WM-Gesamtwertung erneut aus. Bereits 63 Punkte beträgt nach dem Rennen in Brünn sein Vorsprung auf den Zweitplatzierten Andrea Dovizioso.

"Wir kommen in bester Form aus der Sommerpause zurück - auf einer Strecke, auf der wir normalerweise Probleme haben", sagte Marquez nach seinem Sieg in der Pressekonferenz. "Ich habe eigentlich erwartet, dass uns Dovi Punkte abnimmt und stattdessen haben wir den Vorsprung vergrößert."

Dabei hatte der MotoGP-Champion vor dem Rennen Bedenken, denn nach dem Warmup wurde das Setup seiner Repsol Honda vollkommen umgebaut. Marquez hatte über ein schlechtes Gefühl geklagt, sodass Crewchief Santi Hernandez das komplette Setup verändern ließ - auf eigene Verantwortung, wie man aus der Honda-Box hörte.

Marquez bleibt unschlagbar

Letzten Endes ging dieser Poker auf und Marquez bedankte sich bei seinem Crewchief für diesen Schachzug. Im Rennen war die Konkurrenz chancenlos, Marquez führte aus Pole Position jede einzelne Runde an und am Ende hatte er 2,4 Sekunden Vorsprung auf Verfolger Dovizioso. Das war sogar eine Zehntelsekunde weniger als sein Vorsprung im Qualifying, als er auf Slicks auf teilweise nasser Piste alles riskiert hatte.

"Ich fahre in dieser Saison einfach stärker als 2018 und kann das Geschehen besser kontrollieren", führte er aus. "Klar sind einige Rennen schwieriger als andere, aber ich fühle mich in diesem Jahr so stark, dass ich von Anfang an voll pushen kann. Ich werde diesen Weg beibehalten." Das klingt für die Konkurrenz beinahe wie eine Drohung, denn in den ersten zehn Saisonrennen konnte Dovizioso Marquez nur zweimal Punkte abnehmen: Bei dessen Sturz in Austin und beim Fotofinish beim Saisonstart in Katar.

Nur einmal darf Dovizioso hoffen

In Brünn hatte Marquez nur eine einzige kritische Szene im Rennen, als er für einen Augenblick die Kontrolle über seine Honda verlor. "Als noch elf oder zwölf Runden zu fahren, habe ich das Tempo ein wenig erhöht, denn ich habe Dovi hinter mir gesehen, der nur wenige Zehntel hinter mir lag. Dann war es einmal knapp, aber diese drei bis vier Runden waren entscheidend", ist sich Marquez sicher.

Nach dem MotoGP-Test am Montag geht es für ihn direkt nach Österreich, wo in Spielberg das nächste Rennen auf dem Programm steht. Dort hat Marquez in drei Versuchen noch nicht gewonnen und Ducati seit dem Wiedereintritt der Strecke in den Rennkalender eine weiße Weste. Sollt der Champion auch dort siege, kann ihn wohl nur noch eine Verletzung an der Titelverteidigung hindern.


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