MotoGP

MotoGP Mugello 2019: Die Reaktionen zum Renn-Sonntag

Danilo Petrucci setzt sich im Kampf gegen Marc Marquez und Andrea Dovizioso in Mugello durch. Die Reaktionen zum MotoGP-Rennen in Italien.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - 1. Danilo Petrucci (Ducati): "Es ist unglaublich. Am schönsten Ort der Welt zu gewinnen ist wundervoll. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Ich habe noch nicht richtig realisiert, dass ich tatsächlich gewonnen habe. Das werde ich wohl erst auf dem Podium verstehen. Ich möchte meiner Familie und meinen Freunden, aber vor allem Andrea Dovizioso danken. Dafür, dass er mir den ganzen Winter lang geholfen hat."

2. Marc Marquez (Repsol Honda): "Wir wussten, dass wir uns heute verteidigen müssen. Das haben wir perfekt geschafft. Ich habe in der letzten Kurve trotzdem versucht anzugreifen, aber habe es nicht geschafft. Danilo ist heute ein tolles Rennen gefahren, er war der beste Fahrer. Aber mein Ziel war es, vor Dovizioso zu landen und das haben wir geschafft."

3. Andrea Dovizioso (Ducati): "Es war ein schwieriges Rennen. Die Asphalttemperaturen waren sehr hoch, also musste man mit den Reifen aufpassen. Alle hatten Probleme mit dem Grip. Die dritte Position enttäuscht mich etwas, denn wir brauchen mehr Punkte. Aber ich freue mich auch für Petrucci, denn er hat einen Sieg wirklich verdient. Er hat so hart gearbeitet. Auch für Ducati freue ich mich."

4. Alex Rins (Suzuki): "Ich glaube, ein besserer Startplatz hätte uns kein besseres Ergebnis gebracht. Ich bin in der ersten Runde schon weit nach vorne gekommen, habe aber auf der Geraden viel Zeit verloren. Wir wussten, der Teil würde schwierig für uns werden, und das ist schade. Aber ich gab 100 Prozent und habe richtig hart gepusht, versuchte Dovizioso noch in der letzten Kurve zu überholen, aber er hatte etwas mehr Traktion als ich."

5. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Das war ein toller Tag und ein tolles Rennen. Ich war vom Start weg stark und ich weiß, dass das ein Schwachpunkt ist. In allen Rennen bin ich da ein paar Plätze nach hinten gerutscht und habe dann dort bis zum Ende gekämpft. Aber heute war ich richtig stark zu Rennbeginn und habe dann versucht, diesen Platz zu halten. Am Ende wusste ich, dass Vinales richtig hart pusht, aber ich habe nie aufgegeben und hart gekämpft. Es ist das beste Ergebnis für mich, ich war der zweite Honda, und Platz fünf ist Wahnsinn."

6. Maverick Vinales (Yamaha): "Heute hatte ich viele Probleme, kein Feeling auf dem Bike im Rennen, und die Reifen waren sehr rutschig. Ich versuchte richtig zu pushen und mit den Reifen hauszuhalten, aber es reichte nicht. Ich glaube nicht, dass wir auf dem Level eines sechsten Platzes sein sollten, wir müssen mehr pushen. Was ich von Montmelo erwarte? Keine Ahnung."

Maverick Vinales wurde mit Rang sechs in Mugello bester Yamaha-Pilot - Foto: Monster Yamaha

7. Michele Pirro (Ducati): "Ich bin etwas enttäuscht, weil heute im Rennen meine Desmosedici GP richtig stark war. Leider hatte ich in den ersten Runden ein Problem mit meinem Unterarm, das hat mich eingebremst. Danach versuchte ich einfach ruhig zu bleiben und konnte mich wieder bis auf Platz sieben vorarbeiten. Mein Dank gilt Ducati weil wir seit meinem großen Crash hier im Vorjahr so gut zusammengearbeitet haben. Ich bin zuversichtlich, bald wieder in Top-Form zu sein."

8. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Heute war ein schwieriger Tag, vielleicht mein schlechtestes Rennen des Jahres. Wieder war ich in der Spitzengruppe, aber bin dann abgerissen, was mir normalerweise in den letzten Jahren nicht passiert ist. Ich fühlte mich bei Richtungswechsel mit dem Bike schlecht, wie schon das ganze Wochenende. Da war ich nicht wettbewerbsfähig. Dann, 14 Runden vor Schluss, fielen die Hinterreifen stark ab und ich konnte meine Pace nicht mehr halten. Nach dem Rennen haben wir uns das mit Michelin angesehen und ungewöhnliche Abnutzung des Gummis gefunden. Wir werden dranbleiben, Michelin wird sich das sicher anschauen."

9. Pol Espargaro (KTM): "Ich habe zu Beginn des Rennens sehr viel gekämpft, mit Morbidelli, Rins und sogar mit Quartararo. Es war hart, es war heiß, mit vielen Richtungswechseln. Es ist eine körperlich anspruchsvolle Strecke, und am Ende sind einige Fahrer, die die Pace nicht halten konnten, zurückgefallen. Jedenfalls waren wir 14 Sekunden schneller als unsere Gesamtzeit im Vorjahr, und ich glaube, letzten Endes können wir zufrieden sein."

10. Fabio Quartararo (Petronas Yamaha): "Von Anfang an hatte ich zu kämpfen. Der Start war nicht schlecht, aber mit einem kleinen Wheelie habe ich mehrere Plätze verloren. Je länger das Rennen dauerte, desto höher wurde mein Reifendruck vorne und leider fand ich kein gutes Gefühl mit der Front. Unsere Pace war das Wochenende über gut, aber wir haben kein gutes Ergebnis geschafft. Das Ziel ist, bester Rookie zu sein, und das haben wir erreicht. Ich will es nicht drängen und Schritt für Schritt weitermachen."

11. Aleix Espargaro (Aprilia): "Ich bin gut gestartet, aber leider hatte ich auf der ersten Runde ziemlich harschen Kontakt mit Zarco. Das hat mich viel Zeit gekostet. Danach habe ich einen harten Kampf mit Pol und Pirro um die Top-10 gehabt. Obwohl ich mich wohl gefühlt habe, hatte ich Schwierigkeiten, zu überholen. Es ist schade. Ohne den Kontakt zu Beginn wäre ein Top-10-Platz drin gewesen."

12. Joan Mir (Suzuki): "Ich bin zufrieden damit, heute ein paar Punkte geholt zu haben, obwohl es nicht die Position war, die ich gerne gehabt hätte oder die ich für mich an diesem Wochenende für möglich hielt. Die Berührung zwischen Valentino und Mir hat gut sieben Sekunden gekostet, und das hat mir ein Top-10-Finish gekostet."

Auch in Mugello konnte Jorge Lorenzo keine starken Leistungen zeigen - Foto: Repsol

13. Jorge Lorenzo (Repsol Honda): "Heute war mehr oder weniger das, was wir erwartet haben. Ich hatte die Pace nicht, und fühlte mich auf dem Bike nicht gut genug, um mehr zu erreichen. Wir haben im Warm-Up etwas geändert und ein paar Bereiche verbessert. Es war insgesamt weder besser noch schlechter als erwartet, aber weder ich noch Honda werden aufgeben, und werden gemeinsam weiter nach Lösungen suchen. Jetzt werde ich nach Japan gehen, um mit Honda an einigen Verbesserungen zu arbeiten, und stärker wieder zurückkommen.."

14. Karel Abraham (Avintia Ducati): "Nach dem Start war es nicht leicht, mit den Reifen in Einklang zu kommen, weil Front und Heck sehr stark gerutscht sind. Aber nach vier Runden wurde ich zuversichtlich und das Bike lief besser. Das Rennen war sehr schwierig, ich wusste, dass meine Reifen besonders am Ende abfallen würden, aber ich konnte es zusammenhalten und begann die anderen einzufangen. Endlich haben wir Punkte geholt. Die haben wir uns glaube ich verdient, weil wir das ganze Wochenende lang hart gearbeitet haben."

15. Andrea Iannone (Aprilia): "Ich bin ziemlich zufrieden, vor allem mit der Pace zu Beginn des Rennens. Obwohl ich so weit hinten gestartet bin, konnte ich mitkämpfen und habe viel Boden gutgemacht. Leider wurde ich auf den letzten Runden von Mir und Zarco aufgehalten und habe Zeit verloren. Es war natürlich nicht das Mugello-Rennen, das ich gern gehabt hätte, aber unser Ziel ist langfristig ausgerichtet."

16. Miguel Oliveira (Tech3 KTM): "Es war ein hartes Rennen. Mit einem vollen Tank war es schwierig, das Bike zu kontrollieren. Dann habe ich langsam meine Pace gefunden und habe mich das restliche Rennen ganz gut gefühlt. Die letzten fünf Runden wurden dann wieder schwierig, weil mir da Grip fehlte. Ich habe es nicht geschafft, um Punkte zu kämpfen."

17. Johann Zarco (KTM): "Ich wollte etwas mehr Konstanz und habe auf den Soft-Reifen gesetzt, aber am Ende war der fertig. Ich wollte am Start mitkämpfen und verstehen, was meine Gegner besser machen als ich und was schlechter. Da konnte ich gute Infos bekommen, obwohl ich am Ende des Rennens gelitten habe und langsam ins Ziel kam. Wir wissen, wir leiden, und ich muss warten, um ein paar neue Dinge am Motorrad zu haben. Ich weiß, dass ich meinen Stil ändern muss, aber schon alleine beim Versuchen habe ich die gleichen Grenzen wie davor."

DNF Jack Miller (Pramac Ducati): "Das war ein sehr gutes Rennen. Ich war in der Spitzengruppe dabei und es war ein fantastischer Kampf. Auf dem Motorrad fühlte ich mich sehr gut, dann begann ich zu pushen. Petrucci und Marquez versuchten vorne da, eine Lücke aufzufahren. Ich versuchte dann, Rins zu überholen, bin aber leider gestürzt."

Auf Podiumskurs liegend schmiss Jack Miller in Mugello seine Ducati in den Kies - Foto: LAT Images

DNF Francesco Bagnaia (Pramac Ducati): "Es ist schade, das Rennen nicht zu beenden. Unser Ziel war es, unter den Top 10 zu bleiben, und im Rennen war unser Speed sehr gut. Trotzdem bin ich zufrieden, weil wir in den letzten drei Rennen einige große Fortschritte gemacht haben. In Barcelona werden wir es wieder versuchen."

DNF Hafizh Syahrin (Tech3 KTM): "Ich bin sehr enttäuscht. Zu Beginn des Rennens habe ich mich sehr gut mit dem Bike gefühlt, aber in derselben Kurve in der Rossi gestürzt ist - in Kurve neun - hatte ich einen großen Lowsider und konnte ihn gerade noch abfangen. Ich habe dann versucht, nochmal zu pushen, aber habe nie wieder dasselbe Gefühl vom Anfang gefunden. Ich wollte noch mehr Runden fahren, aber mit diesem Gefühl war es unmöglich, nicht zu stürzen. Deshalb habe ich aufgegeben."

DNF Valentino Rossi (Yamaha): "Es war ein schwieriges Wochenende, weil ich immer sehr langsam war. Wir haben bessere Form erwartet, also war es schwierig damit umzugehen. Wir haben auch in den Trainings Fehler gemacht, ich in FP3, und deshalb starteten wir von weit hinten. Meine Renn-Pace war nicht fantastisch. Ich versuchte Mir zu überholen, aber er hat sich verteidigt, und leider haben wir uns berührt. Zum Glück sind wir nicht gecrasht, aber wir sind ins Kies gerollt. Danach versuchte ich zu pushen, wieder aufzuholen, und habe die Front verloren und bin abgeflogen. Ein schlechtes Ende für ein schwieriges Wochenende, besonders hier in Mugello."

DNF Franco Morbidelli (Petronas Yamaha): "Der Start war gut, aber dann habe ich aus irgendeinem Grund viel verloren. Danach begann ich aufzuholen, und wurde Schritt für Schritt schneller. Aber auf der sechsten Runde habe ich einen Fehler in der letzten Kurve gemacht und die Front verloren. Schade, weil ich schnell war, und ich glaube, ich hätte um einen Platz in den Top fünf kämpfen können."

DNF Tito Rabat (Avintia Ducati): "Zufrieden, weil wir mit dem Bike zurechtkommen, weil wir wettbewerbsfähig sind und mit den besten mitkämpfen können. Aber frustrierend, heute ein Problem zu haben. Jetzt müssen wir einfach an Montmelo denken."


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