MotoGP

MotoGP Mugello - Valentino Rossi: Ich war nicht schnell genug

Als einziger Yamaha-Fahrer verpasste Valentino Rossi am Freitag die Top-10. Die MotoGP-Legende zeigte sich in Mugello darüber besorgt.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Valentino Rossi zeigte sich nach den beiden MotoGP-Trainings in Mugello enttäuscht von seiner Leistung. Der 40-jährige Italiener schaffte es in keiner der beiden Einheiten in die Top-10 und beendete das Tagesklassement nur auf dem 18. Rang mit rund einer Sekunde Rückstand auf die Bestzeit von Francesco Bagnaia.

"Ich hatte erwartet, hier stärker zu sein", zeigte sich Rossi betrübt. "Es war leider ein schwieriger Tag, denn ich hatte weder am Vormittag, noch am Nachmittag die nötige Pace. Ich war heute einfach nicht schnell genug." Besonders bitter für Rossi: Am Samstagvormittag könnte es in Mugello regnen, sodass die Zeiten vom Freitag über den direkten Q2-Einzug entscheiden würden. In diesem Fall müsste Rossi bereits in Q1 antreten und sich dort unter anderem mit Ducati-Ass Andrea Dovizioso duellieren.

Dabei lief es für die anderen drei Yamaha-Piloten gar nicht so schlecht. Fabio Quartararo führte das Klassement zwischenzeitlich an und musste sich am Ende nur um 0,046 Sekunden geschlagen geben. Als Tageszweiter war der Franzose der stärkste Yamaha-Fahrer, aber auch Maverick Vinales (5.) und Franco Morbidelli (10.) landeten innerhalb der Top-10.

Yamaha-Fraktion: Nur Rossi schwächelt

Nur bei Rossi lief am Freitag in Mugello einfach gar nichts zusammen. "Maverick war schnell und hatte einen guten Trainingstag, Fabio sowieso und auch Franco hat es in die Top-10 geschafft", analysierte Rossi. "Ich bin aber zu langsam in den Kurven, habe keine Pace und nicht das nötige Gefühl, um schnell zu sein. Das schmerzt mich."

"Ich bin sogar langsamer als im vergangenen Jahr", ärgerte sich Rossi, der seine Freitagszeit aus 2018 tatsächlich um ganze drei Zehntelsekunden verpasste und deshalb elf Ränge schlechter rangiert als vor einem Jahr. "Wir müssen uns heute Abend irgendetwas überlegen, um morgen stärker zu werden", gab der 40-Jährige die Parole aus.

Am Samstag hat Valentino Rossi im Qualifying eine für ihn beachtliche Serie zu verteidigen: In den vergangenen drei Jahren stand der Doktor stets in der ersten Startreihe, 2016 und 2018 sogar auf Pole Position. Davon war Rossi am Freitag weit entfernt, doch die MotoGP-Legende ist bekannt für seine Fähigkeiten, sich im Laufe eines Wochenendes immens steigern zu können. Darauf hoffen seine Fans nun.


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