MotoGP

MotoGP Argentinien - Iannone am Tiefpunkt: Letzter Startplatz

Andrea Iannone schlittert mit Aprilia in das nächste Debakel. So verteidigt sich 'The Maniac' nach einem desaströsen Samstag.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Das Abenteuer Aprilia hatte sich Andrea Iannone wohl ganz anders vorgestellt. Von der ersten Berührung mit der RS-GP an war im Verhältnis zwischen Fahrer und Motorrad irgendwie der Wurm drin. Schon bei den November-Tests in Valencia und Jerez stürzte Iannone gleich drei Mal und kam so auf die wenigsten Testkilometer aller Piloten, die an sämtlichen Tagen im Einsatz waren.

Nach der Winterpause ging es nicht besser weiter. Iannone musste in Sepang auf Testtage verzichten, weil er Schmerzen im Kiefer hatte. Offiziell sprach man bei Aprilia von einer Zahnoperation, Gerüchten zufolge handelte es sich aber wohl um einen kosmetischen Eingriff. So ging Iannone mit gehörigem Testrückstand in die Saison und bekam das sofort zu spüren.

In Katar kam Andrea Iannone im Qualifying nicht über Startplatz 19 hinaus, im Rennen ging es mit Rang 14 nur unwesentlich weiter nach vorne. Mit 14,349 Sekunden war sein Rückstand auf Sieger Dovizioso um fast 50 Prozent größer als der von Aprilia-Teamkollege Aleix Espargaro.

Ein kräftiger Tiefschlage für Iannone, den aber schnell abschütteln konnte - so schien es zumindest am ersten Trainingstag in Argentinien. Mit Platz fünf in FP1 zeigte er groß auf, auch Platz elf im 2. Training mit nur 0,473 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit war mehr als ordentlich. Doch von da an ging es erneut steil bergab. Die beiden Trainings am Samstag beendete 'The Maniac' auf den Rängen 20 und 18. Im Qualifying dann die ultimative Blamage für den ehemaligen MotoGP-Sieger: Der 22. und letzte Startplatz.

"Ich habe heute Morgen nicht dasselbe Motorrad vorgefunden wie am Freitag. Das ist auch in den Daten klar zu sehen. Ich mache mir keine Sorgen", suchte Iannone etwas kryptisch nach Erklärungen für seine desaströse Performance. Der Realität kann aber auch er sich nicht verschließen: "Es ist natürlich nicht schön, von ganz hinten zu starten. Ich bin in meiner gesamten Karriere noch nie als Letzter gestartet."

Für das Rennen ist Iannone aber optimistisch - oder zumindest zweckoptimistisch. "Am Sonntag werden wir zu unserem Level vom Freitag zurückkehren", verspricht er.


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