MotoGP

MotoGP: Deshalb will Jorge Lorenzo in Sepang fahren

Jorge Lorenzo wird am Sepang-Rennen der MotoGP teilnehmen. Weshalb es ihm wichtig ist, so schnell wie möglich wieder auf seiner Ducati zu sitzen.
von Sophie Riga

Motorsport-Magazin.com - Nachdem Jorge Lorenzo beim Australien GP auf Phillip Island seine Ducati Desmosedici an Alvaro Bautista abgetreten hat, will der Ducati-Pilot in Malaysia jetzt wieder selbst an den Start gehen. Die Freigabe der MotoGP-Ärzte hat er, am Freitag kann es für Lorenzo also losgehen. Warum Lorenzo so schnell wie möglich wieder auf seiner Ducati sitzen will:

Zuletzt war Lorenzo am Freitag in Motegi auf seiner GP18 unterwegs. Damit ist er schon fast zwei Wochen kein Motorrad mehr gefahren - und schon gar nicht eine Prototypen-Maschine. Lorenzo weiß, dass ihm das in Zukunft Schwierigkeiten bereiten könnte. Bevor sich darauf längerfristige Probleme ergeben, will er lieber gleich dagegen steuern.

"Ich wollte wieder auf dem Bike sitzen", erklärt Lorenzo in der Pressekonferenz am Donnerstag in Sepang. "Ich bin schon lange nicht mehr gefahren und dadurch verliert man schnell an Übung und Speed." Neben der reinen Übungssache gibt es aber auch noch einen anderen Grund, weshalb Lorenzo schnellstmöglich ins Renngeschehen zurückkehren will.

Denn mit seinem gebrochenen Handgelenk war es dem Ducati-Piloten in letzter Zeit unmöglich gewesen, seine körperliche Fitness in irgendeiner Form zu trainieren. "Ich konnte nicht mal Cardio-Training machen", verrät Lorenzo. Seine generelle körperliche Kondition ist durch die Handgelenks-Verletzung angegriffen und mit jedem Tag ohne Training wird es schlimmer. Deshalb ist es für den Ducati-Piloten wichtig, so schnell wie möglich auf sein Bike zurückzukehren und sein Training wieder aufzunehmen.

In Sepang hatte Jorge Lorenzo einen starken Vorsaison-Test - Foto: Ducati

Um Ergebnisse geht es Lorenzo damit also in erster Linie gar nicht. Der Spanier macht sich keine Illusionen, ein großartiges Ergebnis wird in Sepang nicht zu holen sein. "Ich werde hier nicht in der Lage sein, um etwas Großes zu kämpfen", weiß Lorenzo. Schließlich ist seine Operation gerade einmal acht Tage her, die Schiene zur Stabilisierung der Fraktur durfte er erst am Mittwoch abnehmen. "Die Beweglichkeit ist daher nicht besonders groß", erläutert Lorenzo. Immerhin stellt der Ducati-Pilot aber klar, dass er sich in Sepang schon wesentlich besser als in Motegi fühle.

Lorenzos Ziel für die kommenden Tage ist es, am Trainings-Freitag zuerst einmal herauszufinden, wie die Dinge stehen. "Es wird ein harter Tag morgen, aber ich werde es versuchen", gibt sich Lorenzo kämpferisch. "Wir werden sehen, ob ich das ganze Wochenende über fahren kann." Für den Spanier wäre es wichtig, das zu schaffen. Schließlich sind es seine letzten beiden Rennen als Ducati-Pilot - und die will er so gut wie möglich über die Bühne bringen. Erst danach gilt sein Fokus der neuen Herausforderung bei Repsol Honda. "Ich bin ein Mensch für das Hier und Jetzt und jetzt bin ich Ducati-Pilot", stellt er klar. "Hoffentlich wird mir Sepang dabei helfen, ein letztes gutes Resultat für Ducati in Valencia einzufahren."


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