MotoGP

MotoGP Phillip Island 2018: Die Reaktionen zum Rennen

Maverick Vinales erlöst Yamaha auf Phillip Island. Doch der Fokus liegt auf dem MotoGP-Crash von Marquez und Zarco. Die Reaktionen zum Rennen.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Maverick Vinales (Yamaha): "Es ist toll. Es war so ein schwieriges Jahr für mich. Ich habe noch nicht wirklich realisiert, dass ich jetzt gewonnen habe. Das Bike war perfekt. Ich muss ich beim Team bedanken, denn sie haben dieses Wochenende wirklich super gearbeitet. Ich habe einfach nur geweint. In Australien zu gewinnen ist toll, weil ich die Strecke so mag. Ich weiß noch nicht, ob ich meinen Flieger morgen nehmen werde."

2. Andrea Iannone (Suzuki): "Ich bin natürlich zufrieden mit diesem Wochenende. Wir haben von Anfang an gut gearbeitet und hatten einen guten Speed. Wir hatten heute eine große Chance auf den Sieg. Gegen Bautista und Dovizioso habe ich viel Zeit verloren, die Ducatis sind auf der Geraden einfach zu schnell. Aber wir sind trotzdem ein gutes Rennen gefahren und der zweite Platz ist toll."

3. Andrea Dovizioso (Ducati): "Ich freue mich so. Wir haben hier immer Probleme. Das Wetter ist auch wie immer komisch. Das macht es uns schwierig. Aber am Ende waren die Bedingungen gut. Ich bin eine gute Strategie gefahren. Am Ende war ich am Limit, wie alle anderen auch. Es war nicht einfach mit dem Reifen zu haushalten, aber am Ende haben wir es aufs Podium geschafft."

4. Alvaro Bautista (Ducati): "Das Rennen war toll, ich konnte es genießen, in der Spitzengruppe mitzufahren. Am Anfang war es hart, da waren viele Fahrer in der Gruppe. In Kurve 1 hatte ich eine brenzlige Szene mit Zarco. Aber danach hatte ich einen guten Rhythmus und konnte gut kämpfen. Leider habe ich immer wieder mit der Gangschaltung einen Fehler gemacht, da habe ich den Kontakt zu Iannone und Dovi verloren und konnte nicht mehr ums Podest kämpfen. Die GP18 ist ein richtig schnelles Bike."

5. Alex Rins (Suzuki): "Zu Beginn, als ich mitten in der Gruppe war, habe ich mich gut gefühlt. Aber nach einem Kontakt mit Maverick habe ich Boden verloren, und das ist mir teuer zu stehen gekommen, denn der Kontakt nach vorne ist abgerissen. Aber so ist der Rennsport. Mit Miller habe ich noch mehr Zeit verloren. Aber wir wollen auf die positiven Dinge blicken. Ich konnte mit Rossi kämpfen und P5 verteidigen."

Alex Rins eroberte P5 gegen Valentino Rossi - Foto: Suzuki

6. Valentino Rossi (Yamaha): "Leider bin ich schon ab der ersten Runde beim Beschleunigen zu stark herum gerutscht. Ich habe im Vergleich zu gestern Grip verloren. Schade, denn wir wollten es besser machen. Ich habe versucht, sanft zu fahren und mir die Reifen einzuteilen. Aber leider war ich schon nach 15 Runden in Problemen, denn aus den Linkskurven heraus hat der Reifen zu stark durchgedreht. Mavericks Sieg ist gut für das Team und Yamaha, denn das gibt uns Motivation."

7. Jack Miller (Pramac Ducati): "Wenn ich ehrlich sein soll, dann habe ich mir ein bisschen mehr erhofft. Aber ich bin immer noch happy mit dem Ergebnis und darüber, bester Satellitenfahrer zu sein. Ich hatte einen guten Start, auch wenn ich nicht damit gerechnet hätte, so früh im Rennen zu führen. In der Rennmitte wollte ich dann meine Reifen schonen, aber am Schluss konnte ich die Fahrer vor mir nicht mehr angreifen."

8. Franco Morbidelli (Marc VDS Honda): "Ich bin sehr glücklich, das ist mein bestes Ergebnis in der MotoGP. Wir haben einen guten Job gemacht. Unsere Reifenwahl war richtig und ich hatte vor allem ab Halbzeit eine gute Pace. So konnte ich in die Top-10 kommen."

9. Aleix Espargaro (Aprilia): "Auf der Geraden war ich im Windschatten von vielen Fahrer, als ein Teil von Marcs Bike meine linke Hand getroffen hat. Danach hatte ich Schmerzen, aber zum Glück brauchen wir die Kupplung nur am Start, also konnte ich das Rennen beenden. Wir werden uns das im Hinblick auf Malaysia ansehen. Wir haben im Warm Up einen großen Schritt nach vorn gemacht und ich konnte sehr schnell fahren. In den letzten Runden hat aber der Hinterreifen nachgelassen und ich konnte P8 nicht behaupten."

10. Bradley Smith (KTM): "Phillip Island war ein wichtiges Wochenende, da die KTM hier ganz gut funktioniert. Wir mussten zwar ein bisschen was in der Qualifikation opfern, aber das hat sich heute ausgezahlt. Die erste Runde war großartig und dann wollte ich meine Position so lange wie möglich halten. Leider konnte ich mich am Ende nicht mehr gegen Morbidelli und Aleix wehren."

Bradley Smith rettete ein Top-10-Ergebnis - Foto: KTM

11. Karel Abraham (Angel Nieto Ducati): "Ich bin happy, die Chance auf der GP17 bekommen zu haben. Wir haben einen guten Job gemacht und am Start habe ich mich sehr gut gefühlt. Als das Bike anfing, zu rutschen und zu vibrieren, habe ich das Mapping geändert und das hat für ein paar Runden geholfen. Die letzten beiden Mappings wollte ich nicht benutzen, da sie nur für den Notfall gedacht sind. Die Fahrer hinter mir sind näher gekommen, aber ich konnte nicht mehr aus dem Bike heraus quetschen. Zum Glück bin ich vor ihnen geblieben."

12. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Schade, ich dachte ich hätte ab dem Warm Up ein großartiges Gefühl gehabt. Ich war sehr konzentriert und hatte den besten Start meiner Karriere. In der zweiten Kurve hatte ich dann ein Problem mit der Kupplung. Es tut mir sehr leid, aber so ist der Rennsport. Einmal macht der Fahrer Fehler, ein anderes Mal liegt es am Bike."

13. Scott Redding (Aprilia): "Ich bin happy mit dem Verlauf des Rennens, das hatte ich so nicht erwartet. Im Windschatten der anderen Fahrer konnte ich den Vorderreifen besser aufwärmen. Vielleicht wäre meine Pace noch etwas besser gewesen, aber als ich die Gruppe angeführt hatte, bekam ich ein paar Probleme. Aber ich habe gekämpft, bin in der letzten Runde an Nakagami vorbei gekommen und konnte wichtige Punkte einfahren."

14. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Das Wetter war heute etwas besser. Wir haben entschieden, mit dem weichen Hinterreifen zu fahren und ich denke, das war die richtige Wahl. In den letzten zehn Runden hatte ich aber arge Probleme. Ich konnte nicht mehr die Pace finden, die ich gehen wollte. Am Ende habe ich Punkte geholt, das ist sehr gut. Aber ich habe mir ein besseres Ergebnis ausgerechnet."

15. Xavier Simeon (Avintia Ducati): "Mein Start war wieder mal furchtbar. Ich war wieder Letzter, aber diesmal konnte ich in der ersten Runde ein paar Plätze gut machen. Das Bike war sehr gut, ich konnte um P11 bis P15 kämpfen. Zehn Runden vor Schluss war am Hinterreifen allerdings die linke Flanke zerstört und ich musste Tempo rausnehmen. Daher bin ich etwas enttäuscht."

Xavier Simeon darf über seinen ersten Punkt jubeln - Foto: Avintia

16. Tom Lüthi (Marc VDS Honda): "In den ersten zehn Runden war mein Rhythmus gut und ich konnte mit der Gruppe mithalten. Daher enttäuscht mich das Ergebnis ein wenig. Aber ich habe Grip auf der Flanke verloren und konnte so den Kurvenspeed in den schnellen Linkskurven nicht mehr halten. Außerdem hatte ich Probleme mit Untersteuern, da habe ich zu viel Zeit verloren."

17. Jordi Torres (Avintia Ducati): "Im Rennen heute war es sehr windig, so haben die Reifen am Anfang wohl nicht die richtige Temperatur erreicht. Ich wäre zwei Mal fast gestürzt, als ich pushen wollte. Danach habe ich mich nicht mehr so wohl gefühlt. Mir hat einfach das Vertrauen gefehlt, um schnell zu sein. Wenigstens habe ich Erfahrung gesammelt. In Malaysia läuft es hoffentlich besser."

18. Mike Jones (Angel Nieto Ducati): "Heute wollte ich einfach alles geben und ins Ziel kommen, das haben wir geschafft. Ich bin dankbar für die Chance, hier vor den australischen Fans MotoGP zu fahren. Es war eine unglaubliche Erfahrung. Die Power des Bikes ist einfach verrückt und die Bremskräfte sind surreal. Es war ein anstrengendes Wochenende, denn das Bike ist ganz anders als alles, was ich zuvor gefahren bin."

DNF Pol Espargaro (KTM): "Ich war sehr verärgert. Aus irgendeinem Grund hat nach sechs, sieben Runden der weiche Hinterreifen nachgelassen. Nach ein paar Runden mehr wurde es dann gefährlich, also musste ich anhalten. Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Wir haben all diese Dinge auf uns genommen, um den Reifen zu 100 Prozent zu verstehen, aber es sieht so aus, als wäre es eine Lotterie."

DNF Hafizh Syahrin (Tech3 Yamaha): "Bis Runde 19 lief es gut. Ich habe die Front verloren, weil ich wieder auf Miller aufholen wollte. Auf der Geraden ist es aber unmöglich, da uns die Ducati sehr einfach überholt. Ich konnte mit der Spitzengruppe kämpfen, aber es war unmöglich, mit ihnen mitzuhalten. Schade, dass ich gestürzt bin. Wir werden aber hart weiter arbeiten."

DNF Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Es war ein schwieriges Wochenende. Wir hatten zu keinem Zeitpunkt ein gutes Gefühl, und leider bin ich im Rennen gestürzt. Ich war in keiner guten Position, und dann habe ich beim Anbremsen nach der langen Geraden die Front verloren. Das war ein heftiger Crash. Jetzt müssen wir nach vorne blicken und hoffen, dass wir nächsten Sonntag ein besseres Rennen haben werden."

DNF Marc Marquez (Repsol Honda): "Ich hatte sehr viel Glück, ich war nahe an einem Highsider. Ich werde mich nicht beschweren, das war ein Rennunfall. Bei diesen Geschwindigkeiten spürst du den Windschatten besonders stark, da war es schwer für ihn, das Bike abzubremsen. Wichtig ist, dass wir beide okay sind. Zum Glück bin ich schon Weltmeister, aber wieder einmal verlasse ich Phillip Island ohne Punkte."

DNF Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Mir geht es soweit gut, ich habe nur auf der linken Seite ein paar Schmerzen. Ich kam gut aus der letzten Kurve und kam neben Marc und Jack. Marc wollte Jack nicht überholen, hat daher früher gebremst und ist ein bisschen nach links gezogen. Da war aber ich schon und ich konnte nicht mehr abbremsen. Ich habe ihn hinten berührt und bin abgeflogen. Das war ein sehr schneller Crash, zum Glück bin ich ins Gras gerutscht."


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