MotoGP

Johann Zarco übersteht Horror-Crash mit Marquez unbeschadet

Glück im Unglück beim Highspeed-Crash im MotoGP-Rennen von Phillip Island! Das sagen Johann Zarco und Marc Marquez zu ihrer Kollision.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Johann Zarco und Marc Marquez sorgten beim MotoGP-Rennen auf Phillip Island für die heftigste Szene. In der 6. Runde berührten sich die beiden Fahrer beim Anbremsen der ersten Kurve bei hoher Geschwindigekeit. Zarco flog sofort ab, Marquez musste seine Honda mit einem Schaden am Ende der Runde an der Box abstellen.

Zarco kam bei dem Highspeed-Crash mit dem Schrecken davon und saß wenige Minuten später schon wieder an seiner Box. Wie sein Team später bekanntgab, geschah der Unfall bei einer Geschwindigkeit von 280 km/h. "Mein Körper ist okay, ich habe nur leichte Schmerzen auf meiner linken Flanke", sagte er in einem Interview mit dem offiziellen MotoGP-Livestream.

Der Unfall passierte mitten in einer Windschattenschlacht, als eine riesige Gruppe an der Spitze lag und teilweise drei Fahrer nebeneinander die erste Kurve anbremsten. Zarco saugte sich auf Rang 4 liegend an Marquez heran und fuhr ihm mit seiner Yamaha beim Anbremsen ins Heck.

So schilderte Zarco den Crash: "Ich bin gut aus der letzten Kurve gekommen und kam Marc sehr nahe. Ich hatte Windschatten von Marquez und Miller. Marc wollte Jack aber nicht überholen und hat ein bisschen früher gebremst. Er ist ein wenig nach links ausgeschert und dort bin ausgerechnet ich angekommen."

Keine Schuldzuweisungen

"Ich konnte nicht mehr bremsen, habe sein Heck berührt und bin abgeflogen", führte der Franzose aus. "Es war ein echter Highspeed-Crash und ich bin wirklich glücklich, dass ich direkt auf der Rasenfläche aufgekommen bin. Daher konnte ich diesen Unfall relativ unbeschadet überstehen."

Während das Rennen für Zarco sofort zu Ende war, merkte Marquez, dass an seiner Honda etwas nicht in Ordnung war. "Ich habe sofort gespürt, dass irgendetwas nicht stimmt. Dann habe ich gesehen, dass hinten etwas gebrochen ist. Ich habe Bewegungen gespürt und mich entschieden an die Box zu fahren. Denn es war mir einfach zu gefährlich."

Der MotoGP-Weltmeister war froh, dass bei dem Unfall nicht Schlimmeres passiert ist: "Ich kann mich glücklich schätzen, denn ich war knapp vor einem Highsider. An dieser Stelle haben wir über 300 km/h drauf. Für diesen Unfall kann keiner etwas, er konnte das Bike im Windschatten einfach nicht genug abbremsen. Das Wichtigste ist aber, dass beide in Ordnung sind."

Aus dem Podestkampf waren beide Fahrer somit aber eliminiert. Für den MotoGP-Weltmeister Marc Marquez war es somit die dritte Nullnummer in diesem Jahr, für Zarco erst die zweite. Bitter für den Franzosen: Im Duell um den Rang des besten Privat-Fahrers in der WM-Wertung konnte er auf den verletzten Cal Crutchlow nichts aufholen und fiel sogar vier Punkte hinter Danilo Petrucci zurück.


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