MotoGP

MotoGP Phillip Island 2018: Die Reaktionen zum Qualifying

Marc Marquez hat sich im Kampf um die MotoGP-Pole auf Phillip Island durchgesetzt. Das sind die Reaktionen zum Qualifying-Samstag in Australien.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Marc Marquez (Repsol Honda): "Im Qualifying waren es die schlimmsten Bedingungen der Saison. Es war wirklich gruselig. Mit Regentropfen auf dieser schnellen Strecke weiß man nicht, wo das Limit ist. Als es kurz aufgehört hat zu regnen, habe ich alles gegeben. Trotzdem konnte aber auch schneller sein, als es ein wenig mehr geregnet hat. Nicht schneller als in der trockenen Runde davor, aber ich war noch immer konkurrenzfähig. Aber ich bin vorsichtig gewesen, denn das Rennen ist morgen."

2. Maverick Vinales (Yamaha): "Die ersten drei Sektoren meiner letzten Runde liefen gut, aber danach war es schwer. Den vierten Sektor konnte ich gar nicht mehr richtig beenden. Aber ich bin zufrieden, denn es lief wirklich gut. Wir müssen uns natürlich noch weiter verbessern, vor allem an der Elektronik. Aber es lief gut und ich bin sehr zufrieden."

3. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Es ist schrecklich unter diesen Bedingungen zu fahren. Man weiß, dass man pushen kann, weil die Strecke nicht ganz nass ist. Aber man weiß auch nicht, ob das Bike einfach wegrutscht. Also ist es sehr gruselig, vor allem auf so einer Strecke, wo alle Kurven so schnell sind. Ich bin zwei gute Runs gefahren und freue ich, Dritter zu sein. Ich habe Angst gehabt, ich muss mich jetzt erstmal entspannen."

4. Andrea Iannone (Suzuki): "Die Bedingungen im Qualifying waren sehr schlecht, es war nicht wirklich nass und nicht wirklich trocken. Es war riskant, zu sehr zu pushen. Aber ich habe ein paar schnelle Runden hinbekommen. Ich bin etwas enttäuscht, denn ich hätte gedacht, ich könnte um die Pole kämpfen. Vor allem, da mein Gefühl sehr gut ist und ich in einigen Sessions Schnellster war. Aber keiner kann das Wetter kontrollieren."

5. Alex Rins (Suzuki): "Das Qualifying lief nicht schlecht, wir haben unser Ziel, die zweite Reihe, erreicht. Natürlich war es schwierig da draußen, vor allem mit dem Regen. Aber ich habe mein Bestes gegeben und so hart wie möglich gepusht. Daher bin ich mit dem fünften Platz happy. Die Suzuki arbeitet sehr gut hier, daher hoffen wir, dass wir in der Spitzengruppe mithalten können."

6. Jack Miller (Pramac Ducati): "Ich war der erste auf der Strecke und es war nicht einfach, die ganze Zeit alleine zu fahren. Es wäre wohl die richtige Strategie gewesen, wenn es stärker geregnet hätte. Ehrlich gesagt hatte ich ein bisschen mehr erwartet, aber die zweite Reihe ist auch noch ein gutes Ergebnis."

Valentino Rossi qualifizierte sich in Australien auf Platz sieben - Foto: Yamaha

7. Valentino Rossi (Yamaha): "Die Bedingungen waren schwierig. Wenn es nur ein bisschen regnet und man mit Slicks draußen ist, muss man sehr mutig sein. Hier ist man sehr schnell und man weiß nie, wie viel Wasser auf der Strecke ist. Schade, denn unter normalen Bedingungen hätten wir wohl eine etwas bessere Startposition herausgefahren. Trotzdem werde ich mein Bestes geben. Heute habe ich mein Gefühl und meine Pace verbessert, aber wir müssen morgen abwarten."

8. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Ich habe sehr unter dem starken Wind gelitten. Ich bin der größte Fahrer in der MotoGP und diese Bedingungen haben mich bestraft. Trotzdem bin ich zuversichtlich, ein gutes Rennen zu haben. Der Kampf um den besten Satelliten-Fahrer? Zarco startet zwar aus der ersten Reihe, aber zuallererst tut es mir um Cal leid. Hoffentlich ist er bald wieder zurück."

9. Andrea Dovizioso (Ducati): "Heute lief es im Qualifying ziemlich schlecht, denn ich konnte meine Zeit nicht im richtigen Moment fahren. Schade um den Regen, der hat uns das gesamte Q2 über gestört, auch wenn er nur sehr leicht war. Wir hatten ein paar Ups und Downs am Wochenende, aber mein Speed ist nicht so schlecht. Morgen will ich sofort Plätze gut machen, und dann müssen wir mal sehen."

10. Hafizh Syahrin (Tech3 Yamaha): " Ich bin happy, auch wenn ich mir nicht sicher war, ob ich in FP4 und im Qualifying fahren kann. Ich habe versucht, mit den Schmerzen in Fingern, Schulter und Ellenbogen klar zu kommen. Das Ergebnis im FP4 war eine große Überraschung, denn normalerweise bin ich vorsichtig und komme nach einem Crash nur langsam wieder auf Speed. Jetzt muss ich mich aber erst einmal ausruhen, denn das Rennen morgen wird lang."

11. Pol Espargaro (KTM): "Es war ein hartes Wochenende bisher. Wir hatten Probleme mit dem Grip am Hinterrad, konnten aber für das Qualifying eine Lösung finden. Damit ist mir dann eine gute Runde gelungen und ich habe es in Q1 geschafft, wo ich gleich voll gepusht habe, weil ich Angst hatte, dass der Regen kommt. Das ist aber nicht passiert und ich hatte dann leider keinen neuen Reifen mehr. Ich war aber in Q2 und starte von Platz elf, damit bin ich zufrieden."

12. Alvaro Bautista (Ducati): "Insgesamt lief es besser als gestern, auch wenn ich nach einigen Runden in Q2 einen heftigen Sturz hatte. Da hat sich ein falscher Gang beim Anbremsen eingelegt und das Bike hat nicht gebremst. Ich konnte den Sturz nicht vermeiden, aber ich bin ok. Trotz des Wetters haben wir einen Schritt nach vorne gemacht. In Q1 habe ich mich gut gefühlt und bin schnelle Zeiten gefahren."

Alvaro Bautista landete mit der Werks-Ducati im Qualifying von Australien nur auf Platz zwölf - Foto: Ducati

13. Karel Abraham (Angel Nieto Ducati): "Ich bin etwas enttäuscht, wir hatten heute die Chance auf Q2. Wir kämpfen aber immer noch mit Vibrationen und das kostet mich einiges an Zeit. Ansonsten bin ich happy darüber, meine beste Startposition des Jahres eingestellt zu haben und einige Runden mit starker Pace gefahren zu sein."

14. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Die Bedingungen waren heute den ganzen Tag über schwierig. Da war es schwer, Grip zu finden. Aber wir haben im Vergleich zu gestern einen Schritt nach vorne gemacht. Im Qualifying wäre es wohl etwas schneller gegangen, aber wir haben unser Bestes gegeben. Morgen wollen wir einen guten Start hinlegen, es wird ein langes Rennen. Das Reifen-Management wird sehr wichtig."

15. Franco Morbidelli (Marc VDS Honda): "Wir haben einige Dinge ausprobiert und uns im Vergleich zu gestern ein bisschen verbessert. Das ist gut, wir werden uns für morgen aber noch weiter verbessern. Ich hoffe auf gutes Wetter und werde die Punkteränge im Rennen attackieren."

16. Bradley Smith (KTM): "Wir hatten ein gutes FP3 und wollten ein ‘magisches’ Bike für das FP4 hinstellen. Durch den Sturz hat es aber gedauert, bis ich im Qualifying auf Speed kam. In diesen letzten zwei Runden war es dann ein Gamble. Auf einer Runde war es windig, auf der nächsten nicht. Es war eine Frage, wer bis ans Limit gepusht hat und wer sich nicht mit dem Wind auseinander setzen musste. Ich habe nicht viele Leute gesehen, die konstant unterwegs waren."

17. Xavier Simeon (Avintia Ducati): "Das war bisher das beste Wochenende des Jahres. Wir haben in die gleiche Richtung wie in Japan gearbeitet. Mein Gefühl ist das Beste des ganzen Jahres. Wenn ich nur zwei Zehntel schneller gewesen wäre, hätte es für die Top-15 gereicht. Mein Ziel morgen ist ein guter Start, und um meine ersten Punkte zu kämpfen. Punkte sind an diesem Wochenende wirklich in Reichweite, aber erst mal müssen wir abwarten, was das Wetter macht."

18. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Es war ein sehr schwieriger Tag. Ich hatte kein gutes Gefühl, vor allem in den schnellen Kurven. Ich hatte Probleme damit, das Vorderrad unten zu halten, es hat sich so angefühlt als würde es segeln. Den Kurvenspeed konnte ich nicht wirklich nutzen, und das ist ein Problem hier. Ich bin nicht gut gefahren und war im Qualifying sehr schlecht. Hoffentlich ist es morgen weniger windig und wir können einen besseren Job machen."

Für Dani Pedrosa lief das Qualifying in Australien nicht optimal - Foto: Repsol Honda

19. Aleix Espargaro (Aprilia): "Es war heute wieder schwierig, die Reifen auf Temperatur zu halten. Vor allem mit dem Vorderreifen hat man bei so niedrigen Temperaturen und so kühlem Wind Probleme. So ist das Motorrad schwer zu lenken und wackelt leicht. Zwischen FP3 und FP4 konnten wir uns durch drastische Veränderungen am Bike verbessern. Wir haben jetzt eine Basis, auf die wir aufbauen können, aber die Zeiten und unsere Position sind nicht das, was wir uns erwarten."

20. Tom Lüthi (Marc VDS Honda): "Die letzte Runde war gut. Ich habe mich verbessert, verlor aber im letzten Sektor Zeit. Sonst wäre ich näher dran gewesen. Das Bike war heute besser, mit den schwierigen Bedingungen war es aber nicht einfach. Schade, dass wir immer noch so weit zurückliegen. Insgesamt war es kein schlechter Tag."

21. Jordi Torres (Avintia Ducati): "Heute Morgen hatte ich einen Crash, den ich immer noch nicht verstehen kann, und der unserem Fortschritt sicher nicht geholfen hat. FP3 haben wir sehr vorsichtig beendet und es hat gedauert, bis ich das Gefühl für das Bike wieder hatte. Im FP4 hatten wir den harten Hinterreifen aufgezogen, der hat mir gefallen. Wir müssen die Rennpace noch stark verbessern, aber ich bin nach diesem Tag sehr zufrieden. Q1 war nicht schlecht, da ich mich nach meinem Crash wieder wohl gefühlt habe."

22. Scott Redding (Aprilia): "Sowohl Aleix als auch ich haben auf dieser Strecke Probleme. Sogar mit dem weichsten Reifen fällt es mir schwer, Selbstbewusstsein aufzubauen. Es fühlt sich an, als würde ich die härtesten Reifen verwenden. Für FP4 haben wir große Veränderungen vorgenommen und konnte etwas mehr Gefühl gewinnen, aber im Qualifying war der Rückstand wieder gleich groß. Die anderen Fahrer haben wohl einfach mehr Grip."

23. Mike Jones (Angel Nieto Ducati): "Insgesamt war es ein guter Tag. Wir haben weiter Fortschritte gemacht und verstehen mehr darüber, wie sich Veränderungen auf die Performance des Bikes auswirken. Daran und an meinem Fahrstil haben wir gearbeitet, um alles besser zu verstehen. Wir hätten im Qualifying noch schneller sein können, aber jetzt müssen wir ans Rennen denken."


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