MotoGP

Johann Zarco trennt sich von Manager: Weg aus der Krise?

Johann Zarco muss durch seine erste kleine MotoGP-Krise. Nun bestätigte er offiziell die Trennung von seinem Manager. Doch hilft das weiter?
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Johann Zarco und Laurent Fellon waren über Jahre ein unzertrennliches Team. Der Manager führte seinen Schützling zu zwei WM-Titeln in der Moto2, bescherte ihm seinen ersten MotoGP-Vertrag und machte zuletzt Zarcos ersten Vertrag als Factory Rider mit KTM klar.

Doch dann kam es zum Zerwürfnis zwischen den beiden Franzosen. In Brünn bestätigte Zarco am Donnerstag die teilweise Scheidung des einstigen Erfolgsgespanns: "Er (Fellon; Anm.) ist immer noch mein Coach, aber er ist nicht mehr mein Manager."

Kein Rosenkrieg

Paddock-Insidern war aufgefallen, dass Fellon bei den letzten Rennen nicht mehr im Fahrerlager aufgetaucht war. Von einem Rosenkrieg, wie er dem Duo von Journalistenkollegen angedichtet worden war, will Zarco aber nichts wissen.

"Die Leute glauben, wir würden streiten oder uns bekriegen, aber in Wahrheit verändern wir nur ein paar Dinge im Management", erklärte er in seiner Presserunde. Der letztjährige MotoGP-Shootingstar sorgte zuletzt mit einer abfallenden Formkurve für Ernüchterung bei seinen Fans und seinem Arbeitgeber Tech3. So übte auch Teamchef Herve Poncharal zuletzt Kritik.

Nach einem starken Saisonstart mit Pole Position in Katar und zweiten Plätzen in Argentinien und Jerez sorgte Zarco nach der Eroberung einer weiteren Pole bei seinem Heimrennen in Le Mans für große Hoffnungen. Im Rennen stürzte er allerdings ohne Feindeinwirkung und konnte zum erst zweiten Mal seit seinem MotoGP-Aufstieg ein Rennen nicht beenden. Seither lief nicht mehr viel zusammen für den zweifachen Moto2-Weltmeister.

Nachdem er achtmal in Folge aus der ersten Reihe gestartet war, verpasste er diese zuletzt viermal in Folge und landete auch in den Rennen nie weiter vorne als auf Rang sieben. Damit ist der ehrgeizige Franzose freilich selbst unzufrieden. "Das Problem ist mein Kopf", gestand er in Brünn ganz offen. "Denn mein Gefühl auf dem Motorrad hat sich nicht verändert."


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