MotoGP

MotoGP Argentinien 2018: Die Reaktionen zum Rennen

Der Argentinien GP war eines der verrücktesten Rennen der MotoGP-Geschichte. Das hatten die Piloten nach dem Krimi-Rennen zu sagen.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - 1. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Es ist toll, zu gewinnen. Ich habe das aber auch ein bisschen erwartet. Ich bin hierhergekommen, mit dem Gedanken, dass ich vielleicht Erster oder Zweiter hinter Marc werden könnte. Am Ende habe ich gewonnen. Ich habe mit Fahrern gekämpft, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Aber ich habe ein tolles Rennen abgeliefert und das Team hat super gearbeitet. Jetzt gehen wir nach Austin, ich hoffe auf ein Top-5-Ergebnis. Es war eigentlich kein schwieriges Rennen, es gab nur diese eine nasse Stelle. Wir haben ein gutes Rennen abgeliefert. Das haben Johann, Alex und Jack aber auch."

2. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Ich werde bald siegen, ich muss nur weiter so pushen wie heute. Das ganze Rennen war wirklich hart. Freitag haben wir schon angefangen zu arbeiten, aber ich glaube, heute war ich stärker. Ich habe versucht, mich zu konzentrieren und keine Fehler zu machen. Am Ende habe ich dann einfach nur einen Platz gesucht, um an Crutchlow vorbeizukommen, aber es ging einfach nicht. Ich freue mich auch für ihn. Er war das ganze Wochenende stark. Er verdient es. Ich nehme heute die Punkte und der Sieg kommt hoffentlich bald."

3. Alex Rins (Suzuki): "Ich habe keine Worte, um dieses Podium zu beschreiben. Danke ein mein Team, es bedeutet mir so viel. Sie haben tolle Arbeit geleistet. Ich war vor dem Rennen so nervös, auch durch die ganze Verzögerung. Ich war mir nicht sicher, ob ich Miller schlagen könnte, aber am Ende sind wir ein tolles Rennen gefahren."

4. Jack Miller (Pramac Ducati): "Ich muss zugeben, dass ich ein bisschen enttäuscht bin, weil ich nicht in der Lage war, um das Podium zu kämpfen, nachdem ich das Rennen so lange angeführt habe. Ich habe einen Fehler gemacht, der mir viel Zeit gekostet hat. Mit dem Wochenende bin ich trotzdem sehr zufrieden. Wir haben hervorragende Arbeit geleistet. Was die Entscheidung der Rennleitung am Start betrifft, bin ich der Meinung, dass sie eine schwierige Entscheidung unter großem Stress treffen mussten."

5. Maverick Vinales (Yamaha): "Das heutige Rennen war wichtig, um einige Dinge zu verstehen. Jetzt können wir uns weiter steigern. Das lässt mich optimistisch nach vorne blicken. Mit dem Ergebnis bin ich aber nicht zufrieden. Ich wollte gewinnen, hatte aber erst am Ende des Rennens die Pace, um vorne mitzufahren. "

6. Andrea Dovizioso (Ducati): "Es war ein wirklich schwieriges Wochenende für uns, aber am Ende konnten wir wertvolle Punkte mit nach Hause nehmen. Für das Podium waren wir heute einfach nicht schnell genug. Bei gewissen Bedingungen und auf bestimmten Strecken müssen wir noch stärker werden. Ich hatte aber Glück, denn drei Fahrer die um die Weltmeisterschaft kämpfen haben heute keine Punkte geholt."

Für Andrea Dovizioso lief das Argentinien-Wochenende nicht optimal - Foto: Ducati

7. Tito Rabat (Avintia Ducati): "Für mich war das ein großartiges Wochenende. Wir haben super Arbeit geleistet: P3 am Freitag im Trockenen, Vierter im Qualifying und heute habe ich mein bestes MotoGP-Resultat in einem sehr schwierigen Rennen geholt. Heute war es schon ein Erfolg, das Rennen überhaupt zu beenden, aber so nah an der Spitze dran zu sein ist fantastisch."

8. Andrea Iannone (Suzuki): "Ich war einer der ersten Fahrer, die sich dazu entschlossen haben, das Motorrad in der Startaufstellung noch einmal zu wechseln. Leider haben mich aber alle kopiert! Ich scherze, aber der Asphalt hat sich in ein paar Minuten wirklich extrem verändert. Meine Startposition war nicht gut und das ist schade, denn meine Pace im Rennen war wirklich gut. Beim Überholen habe ich leider auch immer wieder einige Fehler gemacht, aber das Resultat ist am Ende ganz gut."

9. Hafizh Syahrin (Tech3 Yamaha): "Ich bin sehr glücklich mit meinem Ergebnis. Ich habe das ganze Wochenende hart gepusht. Das Team hat einen tollen Job gemacht. Ich habe mich wirklich stark gefühlt. Nur im Qualifying habe ich Probleme gehabt, denn ich konnte keinen Grip finden und das Bike nicht richtig stoppen. Ich bin motiviert ins Rennen gegangen und habe gepusht. Nach einer Runde war ich auf Platz 15 und war sehr überrascht. Meine Pace war sehr stark und ich konnte n den Yamaha-Werkspiloten recht einfach folgen. Aber es war schwer, die Ducati zu überholen, denn auf der Geraden ist sie sehr schnell."

10. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Alles in allem ist dieser zehnte Platz ein gutes Resultat nach einem Wochenende, das für uns sehr schwierig war. Nach den Problemen im Training und Qualifying hatte ich im Rennen ein konkurrenzfähiges Motorrad zur Verfügung. Ich konnte sogar noch Rabat und Dovi einholen, aber in der letzten Runde hat mich Syahrin berührt und ich habe Zeit verloren. Das ist schade, denn ich hätte ein besseres Resultat holen können."

11. Pol Espargaro (KTM): "Man will natürlich immer mehr und Platz elf ist nicht wo wir sein wollen, aber nach der verrückten Situation mit dem Regen und dem verschobenen Start haben wir uns meiner Meinung nach okay geschlagen. Wenn der Grip schlecht ist haben wir größere Probleme als unsere Gegner, deshalb war es kein leichtes Wochenende für uns. So gesehen ist Platz elf nicht schlecht."

12. Scott Redding (Aprilia): "Es war ein sehr langes Rennen. Nachdem wir im Grid standen, gab es einige Komplikationen. Zum Glück hat der verschobene Start allen die Chance gegeben, die Situation besser zu verstehen. Heute lag im Grunde alles daran, die Streckenbedingungen zu interpretieren und ich muss sagen, dass für uns von Anfang an alles funktioniert hat. Ich habe auf der längsten Geraden Boden verloren, während ich auf der restlichen Strecke dicht an meinen Rivalen dran war. Ich bin mit dem Endergebnis zufrieden."

Scott Redding war bester Aprilia-Pilot - Foto: Aprilia

13. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Ich bin sehr glücklich für das Team und Cals Sieg heute. Auch für mich selbst lief es gut. Ich freue mich über meine ersten Punkte in der MotoGP. Den 13. Platz in einem so schwierigen Rennen wie heute zu erreichen ist toll. Es gab einige Verspätungen und Regen, was es sehr schwer gemacht hat, sich zu konzentrieren. Das Rennen ging auch sehr lange."

14. Franco Morbidelli (Marc VDS Honda): "Wir sind bei der Reifenwahl ein Risiko eingegangen, aber mein Team hat die richtige Entscheidung getroffen. Wir haben das Richtige getan, aber wurden nicht belohnt, weil sie den Start verzögert haben. Ich war in den ersten Runden vorsichtig, aber habe dann Schritt für Schritt Positionen gut gemacht. Ich freue mich über die beiden Punkte, bedenkt man, was wir Probleme wir hatten."

15. Jorge Lorenzo (Ducati): "Die heutigen Bedingungen waren die schlechtest möglichen für mich: wenn man mit Slicks auf einer Strecke mit nassen Stellen fahren muss. Aus der fünften Reihe zu starten hat mir definitiv auch nicht geholfen. In der ersten Kurve war ich mitten im Feld und musste verhindern, wie im Vorjahr schon da zu stürzen. Ich habe dann versucht Positionen gutzumachen, wurde aber erst schneller, als die Strecke trockener war."

16. Alvaro Bautista (Angel Nieto Ducati): "Es war ein zweitgeteiltes Rennen. Auf dem ersten Teil der Strecke war die Strecke noch feucht und hatte Probleme damit, die Reifen auf Temperatur zu bekommen. Also habe ich Zeit verloren. Nach der Hälfte des Rennens wurde ich von Jorge Lorenzo überholt und habe mich entschieden, zu pushen, damit ich ihm folgen kann. Ich bin also ein Risiko eingegangen, obwohl ich kein gutes Gefühl für die Reifen hatte. Das Pushen hat ihnen aber mehr Hitze gegeben und plötzlich habe ich mich besser gefühlt."

17. Tom Lüthi (Marc VDS Honda): "Ich habe an diesem Wochenende mit dem verrückten Wetter und den Streckenbedingungen eine Menge gelernt. Ich habe auf größere Schritte gehofft, aber am Ende des Rennens war ich zu sehr am Limit und habe mit dem Bike gekämpft. Ich bin auf den nassen Teilen der Strecke gerutscht. Ich habe einen schönen Fight mit Franco gehabt und habe versucht, in die Punkte zu fahren. Aber leider habe ich das nicht geschafft."

18. Marc Marquez (Repsol Honda): "Es war ein schwieriges Rennen bei komplizierten Verhältnissen und mit einigen Rückschlägen. Am Start hatte ich ein Problem mit dem Motor. Ich war mir nicht sicher ob ich nach dem Neustarten des Motorrads wieder auf meinen Startplatz fahren durfte, aber ein Marshal hat mir den Daumen nach oben gegeben und das habe ich als Freigabe interpretiert. Die Durchfahrtsstrafe habe ich deshalb nicht verstanden, dann aber natürlich alles gegeben. Ich habe ein paar Fehler gemacht, zum Beispiel mit Aleix. Mit Valentino war es anders, das war eine Konsequenz der Streckenverhältnisse. Für mich war es ein Rennunfall."

Marc Marquez sorgte in Argentinien für allerlei Kontroversen - Foto: Screenshot/MotoGP

19. Valentino Rossi (Yamaha): "Ich bin in Ordnung, aber was an diesem Wochenende passiert ist, ist dennoch nicht okay. Jedem Fahrer kann ein Fehler unterlaufen und man kann einen anderen Piloten berühren. Aber an diesem Wochenende hat Marquez das mit Vinales, Dovizioso und mir gemacht und ist heute in vier Fahrer gekracht. Das ist gefährlich und nicht gut für unseren Sport. Die Rennleitung muss da etwas unternehmen. Ich habe Angst, wenn ich mit Marquez auf der Strecke bin. Er zerstört unseren Sport. Man muss Respekt für seine Gegner haben."

20. Karel Abraham (Angel Nieto Ducati): "Es war ein sehr schlechtes Rennen für mich. Mein Start war nicht übel, aber ich hatte ein paarmal Kontakt mit anderen Fahrern und habe ich dann beruhigen müssen. Nachdem ich aus der letzten Kurve gekommen bin, habe ich gebremst, aber es kam keine Bremswirkung. Es war eine schwierige Situation, denn ich war sehr schnell. Ich wusste nicht, was ich tun soll. Zum Glück habe ich es mit der Hinterradbremse ausgleichen können und bin nicht gecrasht."

21. Xavier Simeon (Avintia Ducati): "Ich bin enttäuscht. Nach fünf oder sechs Runden habe ich einen Fehler gemacht und den Anschluss zu der Gruppe verloren, die um die Punkte gekämpft hat. Ich habe zu hart gebremst und musste eine weite Linie wählen, um einen Sturz zu vermeiden. Von da an war das Rennen für mich gelaufen."

DNF Bradley Smith (KTM): "Es ist wirklich schade. Der Start in das Rennen war aufregend und ich habe in den ersten Runden zwölf Positionen gutgemacht. Ich habe bei diesen schwierigen Verhältnissen alles gegeben. Leider haben mich einige Fahrer berührt und ich habe dadurch an Boden verloren. Dann wollte ich zu viel, bin in der ersten Kurve von der Ideallinie abgekommen und habe die Front verloren. Das war ein frustrierendes Ende für dieses Rennen."

DNF Aleix Espargaro (Aprilia): "Um ehrlich zu sein habe ich mich heute richtig gut gefühlt. Aber vom Start an hat sich das Bike komisch verhalten, wenn ich beschleunigt habe. Davon ab war mein Gefühl super. Sogar so sehr, dass ich zum ersten Mal in meiner Karriere keine Probleme mit den nassen Stellen auf der Strecke hatte. Nach der Kollision mit Marc und Danilo, die Risiken eingegangen sind, die vermeidbar gewesen wären, wurde alles schwieriger. Ich kann mit meinem Ergebnis nicht zufrieden sein, der zweite Nuller in zwei Rennen. Noch dazu, wenn ich das Gefühl hatte, als hätte ich für wichtige Plätze mitkämpfen können."

DNF Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Ich kann nicht viel über das Rennen sagen. Ich glaube, dass wir an diesem Wochenende sehr gute Arbeit geleistet haben und ich wirklich gut gefahren bin. Leider war mein Rennen aber schon in der ersten Runde zu Ende. Die Rennleitung muss auf die Sicherheit aller Fahrer schauen. Ich habe große Schmerzen in meinem rechten Handgelenk und werde es am Dienstag in Barcelona untersuchen lassen."


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