MotoGP

MotoGP Argentinien 2018: Die Reaktionen zum Qualifying

Jack Miller hat mit seiner Pole Position in Argentinien die komplette MotoGP-Welt überrascht. Das hatten die Piloten am Qualifying-Samstag zu sagen:
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - 1. Jack Miller (Pramac Ducati): "Es war ein großes Risiko. Ich habe mich daran erinnert, wie viel Grip die Strecke im Nassen hat. In Kurve sieben und acht war es sehr rutschig, aber ich wusste, wenn ich auf den trockenen Linien bleibe, dann bin ich sicher. Ich bin ein paar Mal fast ausgerutscht, aber am Ende habe ich es geschafft. Es ist toll, dass ich dieses Ergebnis für mein neues Team einfahren konnte. Jetzt hoffe ich, dass ich morgen von der Pole so gut wie möglich starte und mit den anderen mithalten kann. Wir haben eine gute Pace. Ich hoffe auf ein trockenes Rennen."

2. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Es war eine sehr enge Session. Unter diesen Umständen war es schwer, sich für einen Reifen zu entscheiden. Die Strecke war an manchen Strecken nass und dann wieder trocken. Deshalb wusste ich nicht wirklich, ob es gut war, mit Regenreifen zu fahren. Es war aber gut, dass wir heute unter nassen Bedingungen gefahren sind. Jetzt müssen wir abwarten, wie das Wetter für das Rennen wird."

3. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Ich bin sehr glücklich. Unter diesen Bedingungen kann ich gut fahren. Am Ende war ich ein bisschen nervös, denn einige Fahrer sind mit Slicks und wieder andere sind mit Regenreifen gefahren. Ich konnte mich nicht entscheiden. Ich habe mich für die Regenreifen entschieden, um weiter zu pushen. Ich weiß nicht, ob ich mit den Slicks mehr hätte pushen können. Wir werden sehen, wie das Wetter morgen ist."

4. Tito Rabat (Avintia Ducati): "Wir waren nah dran, in die erste Reihe zu kommen, aber auch Startplatz vier ist viel mehr, als wir erwartet haben. Ich bin sehr glücklich mit der Ducati und dem Team. Aktuell könnte es nicht besser laufen. Wir hatten hier bislang zwei großartige Tage und ich kann kaum glauben, was wir schon erreicht haben. Das Rennen steht uns aber noch bevor und wir müssen am Boden bleiben, um uns weiterhin so gut zu schlagen."

5. Alex Rins (Suzuki): "Das ist meine bislang beste Startposition in der MotoGP, deshalb bin ich natürlich sehr zufrieden. Und ich freue mich, weil wir das bei diesen Verhältnissen nicht erwartet haben. Es war schwierig, wirklich schnell zu fahren, aber es ist mir gelungen. Jetzt freue ich mich natürlich darauf, aus der zweiten Startreihe in das Rennen zu gehen."

6. Marc Marquez (Repsol Honda): "Das Qualifying ist nicht so gelaufen, wie wir uns das erhofft hatten, aber zumindest sind wir nicht allzu weit hinten. In meinem ersten Run mit den Regenreifen hatte ich Probleme und weiß nicht warum, weil ich mich in FP3 und FP4 eigentlich sehr wohlgefühlt habe. Ich habe mich deshalb dazu entschlossen, mit Slicks rauszugehen, aber es war zu riskant. Ich bin daher an die Box zurückgekommen. Es ist schade, dass wir nicht in der ersten Reihe stehen, aber ich war an diesem Wochenende im Trockenen und im Nassen schnell. Wir sind also bereit."

Für Marc Marquez verlief das Qualifying nicht optimal - Foto: Repsol Media

7. Aleix Espargaro (Aprilia): "Ich bin absolut zufrieden. Wir haben viele Änderungen vorgenommen und das Motorrad funktioniert jetzt viel besser. Sogar bei den schwierigen Bedingungen in Q1 habe ich mich damit wohlgefühlt. Wenn ich am Ende noch einen neuen Reifen übrig gehabt hätte, hätte ich sicherlich um die Pole oder zumindest die erste Startreihe kämpfen können. Da ich durch Q1 musste, war das aber leider nicht der Fall. Startplatz neun ist aber auch okay. Im Rennen können wir ein gutes Ergebnis einfahren."

8. Andrea Dovizioso (Ducati): "Die Verhältnisse waren heute wirklich schwierig, weil es in manchen Streckenteile genieselt hat und die Oberfläche sehr rutschig war. Obwohl ich in den Kurven viel gerutscht bin, sind mir zwei gute Qualifying-Sessions gelungen und ich bin zufrieden mit meinem Startplatz in Reihe drei. Mein Regen-Setup ist ziemlich gut, aber viel wird davon abhängen, wie viel Wasser auf der Strecke ist, falls es regnet. Mit der Arbeit des Teams bin ich auf jeden Fall sehr glücklich, denn wir haben uns aus einer schwierigen Situation vom Freitag befreit."

9. Maverick Vinales (Yamaha): "Im Nassen haben wir immer Probleme und sind im Moment einfach nicht auf dem Level unserer größten Gegner. Wir müssen weiter am Setup des Motorrads arbeiten und uns im Regen steigern. Ich weiß, dass wir uns steigern können, aber wir brauchen einfach mehr Grip. Ich hoffe auf ein trockenes Rennen am Sonntag. Das würde uns mehr entgegen kommen."

10. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Ich bin enttäuscht. Wir hätten heute in der ersten Reihe sein müssen. Punkt. Wir haben aber als Team einen taktischen Fehler gemacht. Als ich mit den Slicks rausgegangen bin war ich gut unterwegs, bin aber auf eine nasse Stelle gekommen und habe zwei Sekunden verloren - so einfach ist das. Wir haben uns für eine riskante Strategie entschieden und müssen jetzt damit leben."

11. Valentino Rossi (Yamaha): "Bei Verhältnissen wie heute, wenn man auf trocknender Strecke mit Regenreifen fahren muss, habe ich Probleme. Ich kann nicht richtig pushen, weil ich ständig spüre, dass mir das Vorderrad wegrutscht. Am Ende habe ich einfach versucht, eine ordentlich Runde zu fahren und konnte meine Zeit auch verbessern, aber es war nicht genug, um mit dem Spitzenleuten mitzuhalten. Ich hoffe, dass das Rennen entweder völlig nass oder völlig trocken ist. Dann fühle ich mich ziemlich wohl. Bei Mischverhältnissen wird es für mich aber schwierig."

12. Andrea Iannone (Suzuki): "Alex konnte heute im Qualifying voll ans Limit gehen, aber ich hatte mit dem Soft-Reifen überhaupt kein Gefühl. Mit dem Medium war es dann viel besser und ich konnte mich steigern. Wir müssen jetzt verstehen, woher dieses komische Gefühl kommt und wieso sich das Motorrad so stark bewegt. Ich konnte etwas zulegen, aber die anderen Fahrer sind viel schneller geworden, also habe ich etwas an Boden verloren."

Andrea Iannone startet von Rang zwölf ins Rennen - Foto: Suzuki

13. Karel Abraham (Angel Nieto Ducati): "Ich bin glücklich, aber natürlich auch etwas sauer, weil wir auf jeden Fall in den Top-Zwölf landen hätten können. Ich hatte einen kleinen Zwischenfall mit Petrucci in meiner letzten Runde. Er war vor mir und ist in einer Kurve weitgegangen. Außerdem hatte ich Schwierigkeiten mit meinem Hinterrad, das am Kurveneingang immer wieder blockiert hat. Das hat uns vielleicht die entscheidenden Zehntelsekunden für Q2 gekostet."

14. Jorge Lorenzo (Ducati): "Es war ein weiterer schwieriger Tag für uns. Die Strecke war halb trocken und halb nass - da hatte ich Probleme, ein gutes Gefühl zu finden. In Q1 war ich ziemlich schnell und auf Platz eins, als ich an die Box gekommen bin. Aufgrund eines Missverständnisses mit meinem Team, das einen Soft-Hinterreifen anstatt einem Medium montiert hat, konnte ich mich aber nur noch um eine halbe Sekunde steigern und das war nicht genug für Q2."

15. Scott Redding (Aprilia): "Ich fühle mich hier in allen Bedingungen wohl. Vor allem im Regen, aber auch im Trockenen bin ich mit unserem Setup zufrieden. Leider hatte ich heute Morgen große Schmerzen in meinem Rücken. Ich habe es aber vorgezogen, erst am Nachmittag Schmerzmittel zu nehmen um ihm Qualifying weniger zu leiden. Der Schmerz wandert nach unten. Ich weiß nicht, ob das gut oder schlecht ist. Ich arbeite auf jeden Fall dran, für das Rennen in bestmöglichem Zustand zu sein."

16. Pol Espargaro (KTM): "Das war ein verrückter Tag für uns. Mit Platz sieben in den Mischverhältnissen am Vormittag hat es ganz gut begonnen und ich war optimistisch für das Qualifying, aber ähnlich wie in Katar hatten wir leider in FP4 ein technisches Problem und musste das lösen. Mein Nummer-Eins-Motorrad war dann erst für den zweiten Run fertig, aber da hatten wir leider schon den besten Vorderreifen verbraucht."

17. Xavier Simeon (Avintia Ducati): "Es war ein eigenartiger, aber am Ende positiver Tag. Wir haben endlich den Schritt nach vorne gemacht, auf den ich gehofft habe, seit ich dieses Motorrad fahre. Ich habe es nicht in Q2 geschafft, aber mein Gefühl ist gut und ich bin sehr zufrieden."

18. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Es ist ein schwieriges Wochenende für mich. Ich habe große Probleme, die Reifen richtig zum Arbeiten zu bekommen. Das Team hat in dieser Hinsicht viel gearbeitet und wir haben uns heute etwas gesteigert, aber mein Gefühl ist nach wie vor nicht das Beste. Im Rennen starte ich weit hinten und es wird dementsprechend schwierig werden, aber ich bin mir sicher, dass ich in die Top-Ten kommen kann."

Danilo Petrucci wurde im Qualifying 18. - Foto: gp-photo.de/Ronny Lekl

19. Alvaro Bautista (Angel Nieto Ducati): "Bei nassen Verhältnissen in FP4 hatte ich ein ziemlich gutes Gefühl, aber als es im Qualifying dann mehr aufgetrocknet hat, hatte ich Probleme. Wären die Bedingungen gleich geblieben, hätte ich mich sicher besser geschlagen. Jetzt müssen wir eben versuchen, aus den Verhältnissen am Sonntag das Beste zu machen."

20. Tom Lüthi (Marc VDS Honda): "Die Bedingungen heute waren eine neue Erfahrung für mich. Also war es nicht einfach, ein gutes Gefühl zu finden. Es war nicht komplett nass, aber auch nicht komplett trocken. Ich habe dann einen guten Rhythmus am Ende des Qualifyings gefunden. Das Rennen wird interessant, vor allem, wenn es trocken bleibt. Wir sind hier nicht viel im Trockenen gefahren. Ich bin für alles bereit und freue mich darauf, meine Position im Rennen zu verbessern."

21. Bradley Smith (KTM): "Ich bin frustiert. Wir haben das Motorrad stark verbessert und mehr Grip gefunden, aber leider habe ich im Qualifying die falsche Entscheidung getroffen und bin zu lange draußen geblieben. Ich hatte nicht erwartet, dass die Strecke so schnell trocknet und habe den Reifen völlig überhitzt. Als ich dann an die Box gekommen bin waren nur noch vier Minuten übrig und ich konnte nichts mehr machen."

22. Franco Morbidelli (Marc VDS Honda): "Ich bin nicht zufrieden, den wir haben für das Qualifying die falschen Reifen ausgewählt. Ich war nicht schnell. Es ist schade, denn im FP4 hatte ich eine gute Pace. Im Qualifying hat mir Grip am Hinterrad gefehlt und ich hatte viel Spinning. Das müssen wir für das Rennen noch verbessern. Je nachdem, wie das Wetter wird, müssen wir uns für ein Setup und Reifen entscheiden. Das könnte ein Risiko warden, aber mein Fokus wird darauf liegen, wo viele Plätze wie möglich gut zu machen."

23. Hafizh Syahrin (Tech3 Yamaha): "Es fällt mir ziemlich schwer, mich bei solchen Bedingungen an die MotoGP-Maschine zu gewöhnen. Am Morgen hatte ich eigentlich eine gute Pace und ein super Gefühl auf dem Bike, aber dann haben wir versucht ein paar Kleinigkeiten zu ändern und ich hatte nicht mehr so viel Grip wie zuvor. Ich habe versucht, meine Rundenzeit zu verbessern, aber mit hat es einfach am Gefühl gefehlt. Das Rennen wird sicher nicht einfach, aber ich werde dennoch versuchen, bester Rookie zu werden."

24. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Ich bin von meinem Resultat heute enttäuscht. Im Nassen habe ich mich gut gefühlt, aber als es aufgetrocknet hat, habe ich am Kurvenausgang Probleme bekommen. Es ist mir schwer gefallen, die Regenreifen richtig zu verstehen, da ich sie zum ersten Mal verwendet habe. Für die Zukunft habe ich aber auf jeden Fall viel gelernt."


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