MotoGP

MotoGP-Test Katar 2018: Reaktionen zu Tag 1

Der erste Tag der MotoGP-Testfahrten in Katar ist vorüber. Maverick Vinales war der schnellste Mann des Tages. Die Reaktionen zu Tag eins in Losail:
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Maverick Vinales (Yamaha): "Wir versuchen, das Gefühl für die Front zu verbessern. In Thailand konnte ich nicht pushen. Es sieht so aus, als ob wir das heute verbessert hätten. Wir konnten mehr über die Front pushen und unsere Rundenzeiten Schritt für Schritt verbessern. Trotzdem müssen wir unseren Kurvenspeed noch verbessern, genauso wie die Beschleunigung. Darauf wollen wir uns morgen konzentrieren. Wir haben uns noch nicht entschieden, welche Teile wir endgültig verwenden werden. Wir versuchen immer noch das beste Bike zu finden. In Thailand haben wir nichts verbessert, hier geht es Schritt für Schritt."

2. Andrea Dovizioso (Ducati): "Das Positive an diesem Tag ist, dass meine Rundenzeit mir leicht gefallen ist. Das ist wichtig. Wir haben die neue Verkleidung verglichen, das ist eine der wichtigsten Sachen für uns. Wir müssen die Neuheiten auf verschiedenen Strecken unter verschiedenen Temperaturen testen, um Feedback zu kriegen und am Ende die richtige Entscheidung zu treffen. Die neue Verkleidung hat wie immer positive und negative Punkte. Es ist nicht einfach, eine Entscheidung zu treffen."

3. Andrea Iannone (Suzuki): "In meinen Augen ist die Strecke sehr schön, aber ich habe keine, die besonders speziell für mich wäre. Wir haben diesen Test sehr gut begonnen. Ich fühle mich gut, vor allem für die Front ist das Gefühl gut. Wir hatten Probleme in Malaysia und Thailand, aber heute konnte ich hart pushen. Das Bike lässt sich gut wenden. Wir haben viele Sachen ausprobiert, aber am Ende waren es keine großen Schritte. Natürlich ist es wichtig, das generelle Gefühl mit dem Bike zu verbessern. Ein paar Probleme haben wir noch, vor allem beim Richtungswechsel. Darauf konzentrieren wir uns jetzt."

4. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "An meinem ersten Tag in Katar habe ich auf bessere Bedingungen gewartet, um auf die Strecke zu gehen. Aber auch als ich um vier Uhr am Nachmittag raus gegangen bin, haben wir ein paar Probleme gehabt. Um ehrlich zu sein, bin ich in die falsche Richtung gegangen. Aber wir haben schnell verstanden, dass wir einen Schritt zurück machen müssen und uns auf unser Wissen mit besseren Reifen verlassen müssen. Ich habe dann schnell eine gute Pace gefunden, auch wenn es etwas schwierig war. Der Hinterreifen hat schnell an Leistung verloren im Vergleich zu der letzten Strecke, auf der wir waren."

5. Jorge Lorenzo (Ducati): "Im Vergleich zu Thailand hat sich einfach nur die Strecke verändert. Ich habe es da versucht, aber irgendwie hat es nicht funktioniert. Ich hoffe, dass ich im Rennen viel besser sein werde. Ich brauchte mehr Zeit, um stärker zu werden. Hier ist alles wieder normal. Ich habe die Session für zwei Stunden angeführt. In den niedrigen Temperaturen und höherer Luftfeuchtigkeit hatten wir ein paar Probleme. Wir müssen jetzt verstehen, warum das so ist und wie wir auf wärmerer Strecke konkurrenzfähig sein können."

Jorge Lorenzo schaffte es in die Top-5 - Foto: Ducati

6. Alex Rins (Suzuki): "Die Strecke ist anders als Malaysia oder Thailand, mit langsamen Kurven, nicht so schnell und viel länger. Aber trotz der Unterschiede waren wir stark. Heute Morgen haben wir mit Vergleichsarbeit angefangen, denn wir mussten für ein paar Teile eine endgültige Entscheidung treffen. Wir haben am Chassis und an der Federung gearbeitet und haben uns für eine Verkleidung entschieden. Jetzt können wir uns um die Vorbereitung des Rennens kümmern."

6. Valentino Rossi (Yamaha): "Es lief nicht schlecht, der erste Tag war sogar ganz gut. Alle liegen sehr eng zusammen, am Ende sind wir Sechste geworden. Das ist nicht fantastisch, aber ich fühle mich seit dem ersten Meter auf dieser Strecke wohler als in Thailand. In Sepang waren wir ziemlich konkurrenzfähig. In Thailand haben wir mehr Probleme gehabt. Katar ist Sepang ähnlicher. Es sieht so aus, als würde sich unsere Konkurrenzfähigkeit von Strecke zu Strecke ändern. Es kommt darauf an, wie wir die Reifen nutzen können. Manchmal haben mir mehr Probleme, manchmal weniger."

8. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Ich bin mit dem heutigen Tag zufrieden, denn wir haben das Setup von Thailand nicht wirklich verändert. Eigentlich fast gar nicht. Wir waren von Anfang an schnell. Auch ohne den weichen Reifen waren wir ziemlich dicht an der Spitze. Gegen acht Uhr abends hatten wir ein paar Probleme, deshalb haben wir beschlossen, es für heute gut sein zu lassen. Nach acht Uhr wird die Luftfeuchtigkeit immer höher und es wird ziemlich gefährlich. Das Bike ist sehr schnell, es gefällt mir sehr gut."

9. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Ich habe mich gut gefühlt und bin sehr zufrieden. Ich fühle mich gut auf dem Bike. Nachts sind die Bedingungen ein bisschen schwierig, denn die Strecke ist nicht in perfektem Zustand. Wir haben unseren Plan für heute aber abgearbeitet und ich bin damit zufrieden, wie es lief. Ich habe mich heute darauf konzentriert, zu fahren und meinen Job so gut wie möglich zu machen. So weit, so gut. Morgen werden wir uns durch verschiedene Settings arbeiten. Das Bike ist dasselbe wie letztes Jahr, nur mit einem anderen Motor. Wir versuchen, das beste Paket zu finden."

10. Marc Marquez (Repsol Honda): "Wir müssen uns immer noch verbessern und ein paar Lösungen finden. Der Sepang-Test hat unter speziellen Bedingungen stattgefunden, die hier komplett anders sind. Ich habe auf dieser Strecke normalerweise immer Probleme, aber heute habe ich mich nicht allzu schlecht gefühlt. Wir haben noch ein paar Schwächen, aber die wollen wir morgen verbessern. Wir verfolgen morgen einfach denselben Plan wie heute."

Marc Marquez fuhr in die Top-10 - Foto: Repsol

11. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Wir sind ziemlich gut in den Tag gestartet und sind ein paar gute Runs gefahren. Wie immer war die Strecke am ersten Testtag noch ein bisschen dreckig und leider bin ich in Kurve zwei gestürzt. Das ist eine schwierige Stelle. Die Bedingungen werden sich vielleicht noch ändern. Ich habe die Front verloren, als ich sehr schnell unterwegs war. Um die Stelle muss man sich ein bisschen kümmern, aber mein Gefühl für das Bike war gut."

12. Jack Miller (Pramac Ducati): "Die Streckenbedingungen waren vor allem bei der ersten Hälfte des Tests ein bisschen schwierig. Ich muss zugeben, dass mein Gefühl trotzdem positiv war. Wir verbessern uns seit den ersten Tests Tag für Tag und ich denke, es ist noch mehr Luft nach oben. Es gibt immer noch Punkte auf der Strecke, an denen ich Probleme habe. Daran werden wir morgen arbeiten. Aber in der Zwischenzeit fehlen uns nur sechs Zehntel auf die Spitzenzeit."

13. Alvaro Bautista (Aspar Ducati): "Unser Ziel für heute war zu sehen, wie sich das Bike auf dieser Strecke verhält. In Thailand haben wir ein paar gute und ein paar schlechte Seiten kennengelernt. Hier hatten wir am Start Probleme, denn wir hatten im Kurvenein- und -Ausgang überhaupt keinen Grip. Wir haben ein paar Änderungen am Bike vorgenommen, aber das hat nichts geändert. Deshalb haben wir die Reifen gewechselt und das scheint das Problem zu sein."

14. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Am Ende des Tages konnten wir unsere Rundenzeiten verbessern. Wir sind eine 1:55er Zeit gefahren, was ziemlich gut ist. Wir haben im Vergleich zu Malaysia und Thailand ein paar Probleme gehabt. Die Strecke hier ist ein bisschen schwierig und es gibt viele Ecken, an denen es schwer ist, ein MotoGP-Bike zu fahren. Aber das war erst der erste Tag und ich denke, ich brauche einfach noch ein bisschen Zeit und mehr Runden, um die Linien zu verstehen und zu lernen, wo ich das Bike aufrichten muss."

15. Scott Redding (Aprilia): "Ich bin zufrieden mit der Art und Weise, auf die wir in die drei Testtage gestartet sind. Nach den Tests in Thailand wollte ich mich verbessern, vor allem beim Bremsen, denn ich habe das Gefühl, als wäre das die Sache, die mich behindert. Wir haben es geschafft, einen Schritt nach vorn zu machen. Wir haben viele neue Dinge getestet, aber haben auch eine gute Richtung gefunden, in die wir die kommenden Tage arbeiten werden."

Scott Redding komplettierte die Top-15 - Foto: Aprilia

16. Tito Rabat (Avintia Ducati): "Am Ende des Tages denke ich, dass es heute ziemlich gut lief. Als wir auf die Strecke gegangen sind, war es sehr dreckig und alles war nicht wirklich schön. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, eine Weile zu pausieren. Als wir dann wieder auf die Strec gegangen sind, habe ich mit meinem Team daran gearbeitet, mein Gefühl für das Bike zu verbessern und wir haben den Tag mit einem sehr schnellen Rhythmus beendet."

17. Aleix Espargaro (Aprilia): "Ich fühle mich besser als in Thailand. Am letzten Teil des Tages hatten wir ein paar Probleme, aber wir haben heute nur einige Dinge probiert. Morgen werden wir weiter einige neue Settings ausprobieren, um das Bike zu verbessern. Auch der Grip am Hinterrad muss besser werden, das ist vor allem für eine längere Distanz wichtig. Hier in Katar ist der Unterschied zwischen einer schnellen Runde und der Rennpace ziemlich groß, deshalb bin ich gespannt, die Karbon-Front auszuprobieren. Das haben wir heute nicht geschafft."

18. Karel Abraham (Aspar Ducati): "Heute war kein schlechter Tag, aber mit Sicherheit auch keiner meiner besten. Wir hatten viele Dinge zu tun und vor allem zu Beginn habe ich mich nicht gut auf dem Bike gefühlt. Wir haben aber ein paar Verbesserungen vorgenommen und dann konnten wir beobachten, wie unsere Rundenzeiten immer besser und besser wurden. Wir haben morgen noch viel Arbeit vor uns, um uns weiter zu verbessern, aber ich finde, dass wir im Moment in guter Form sind."

19. Pol Espargaro (KTM): "Es ist gut, hier zu sein und wieder zu fahren, auch wenn ich mich nicht stark genug fühle, um morgen ein weiteres Mal aufs Bike zu steigen. Ich bin heute ein paar Runden gefahren, ziemlich viel sogar, aber ich bin nicht in der Verfassung, um normal zu fahren. Ich muss das Bike entwickeln, um es gut zu machen und im Moment bin ich nicht der Pol, der ich sein kann. Es war gut, es zu probieren, aber ich fahre im Moment nicht gut. Deshalb ziehe ich es vor, dass Mika morgen für mich fährt. Ich denke, er macht momentan einen besseren Job als ich. Ich werde versuchen, meinem Team morgen auf andere Weise zu helfen."

20. Bradley Smith (KTM): "Ich war einer der ersten Fahrer auf der Strecke. Ich hatte ein paar Dinge, die viel Zeit brauchten, um sie zu ändern. Deshalb musste ich alle Zeit, die mir zu Verfügung stand, so gut es geht nutzen. Ich bin mit unserem Ergebnis zufrieden. Ich habe einen konstanteren Rhythmus auf alten Reifen gefunden. Wenn man sich die Rundenzeiten anschaut, dann bin ich nur 1.3 Sekunden hinter den Top-Fahrern zurück, das ist besser als in Malaysia oder Thailand. Für Tag eins ist es also nicht schlecht, aber wir müssen noch ein bisschen Pace finden."

Bradley Smith wurde 20. - Foto: KTM

21. Franco Morbidelli (Marc VDS Honda): "Wir haben in Katar angefangen, wo wir in Buriram aufgehört haben. Die Streckenbedingungen haben uns mit Sicherheit geholfen, denn aus irgendeinem Grund ist es nicht so dreckig auf der Strecke wie sonst, wenn wir hier testen. Deshalb konnte ich gleich mit der Arbeit beginnen, anstatt erst warten zu müssen, dass die Strecke sauber wird. Heute war es unsere Aufgabe, uns auf dieser Strecke ans Bike zu gewöhnen. Dann haben wir ein paar kleine Änderungen am Bike und meinem Fahrstil vorgenommen, damit sich unsere Rundenzeiten verbessern."

22. Hafizh Syahrin (Tech3 Yamaha): "Ich habe mich an meinem ersten Tag in Katar sehr gut gefühlt. Wir hatten von Anfang an ein gutes Gefühl. Später am Tag habe ich ein paar kleine Probleme gehabt, aber nach ein paar Minuten kam mein gutes Gefühl zurück. Wir versuchen gerade, die neue Aerodynamik zu verstehen und am Ende war ich in der Lage, den Jungs gutes Feedback zu geben. Ich habe aber das Gefühl, als könnte ich mich noch weiter verbessern."

23. Thomas Lüthi (Marc VDS Honda): "Ich war ziemlich überrascht, das heute kein Sand auf der Strecke lag, so wie sonst. Es ist aber auch kein Gummi auf der Strecke, deshalb war der Grip nicht besonders. Aber wir konnten trotzdem gleich von Anfang an mit dem Bike arbeiten. Mittlerweile arbeite ich an meinem Fahrstil und suche noch immer die richtigen Linien. Aber wir haben angefangen, das Bike auf mich einzustellen, damit ich mich wohler fühle. Auf einem MotoGP-Bike muss man sich mehr bewegen als in der Moto2."

24. Xavier Simeon (Avintia Ducati): "Den heutigen Tag bin ich ruhiger angegangen als den ersten Tag in Thailand. Es lief nicht so gut, wie ich gewollt hätte. Vor allem die ersten Runden haben mich Zeit gekostet, denn ich habe eine Weile gebraucht, um mit dem Vorderreifen warm zu werden. Die Strecke ist dreckig, aber weniger als in den letzten Jahren. Das ist also ganz gut. Aber ich habe dieselben Probleme wie in Thailand: Mit gebrauchten Reifen kann ich gute Rundenzeiten fahren, aber wenn ich neue Reifen verwende, kann ich nicht das Beste aus ihnen rausholen."


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