MotoGP

MotoGP-Test Thailand 2018: Reaktionen zu Tag 2 aus Buriram

Erneut wurde der MotoGP-Test in Buriram (Thailand) zu einer Hitzeschlacht. Die Reaktionen von Marquez, Pedrosa und Co. zu Tag 2.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Marc Marquez (Repsol Honda): "Ich kann mir nicht mehr wünschen. Die schönste Art zu feiern ist auf dem Motorrad. Es war ein guter Tag, wir haben viel ausprobiert und zu Beginn viel mit dem Setup herumgespielt. Danach haben wir ein paar Hinterreifen getestet und das lief nicht so schlecht. Am Ende haben wir das beste Gesamtpaket zusammengestellt und haben begonnen, schneller zu werden. Es ist ein enger Kampf, viele Fahrer liegen innerhalb von einer Sekunde."

2. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Wir haben viel mit der Aufhängung gearbeitet und wollten ein besseres Setup finden. Außerdem müssen wir noch für einige Bereiche der Strecke weiterarbeiten. Die Reifen hier werden vielleicht nicht beim GP dabei sein, also müssen wir uns an die verschiedenen Reifen anpassen. Morgen arbeiten wir mit den Verkleidungen und anderen Dingen, die wir heute noch nicht getestet haben."

3. Jack Miller (Pramac Ducati): "Ich bin sehr zufrieden. Wir arbeiten gut und das Gefühl ist wirklich positiv. Jede Runde und jeden Run werden wir schneller und das gibt uns viel Zuversicht, auch mit gebrauchten Reifen. Es gibt noch Verbesserungsspielraum, daher müssen wir weiterarbeiten, ohne auf die Zeitenlisten zu schauen. Das Gefühl ist wirklich sehr gut."

4. Maverick Vinales (Yamaha): "Es hat lange gedauert, bis ich verstanden habe, wie man das Motorrad fahren muss. Am Nachmittag habe ich begonnen, mich gut zu fühlen. Wir haben einiges geändert, vielleicht ist das die richtige Richtung. Das wollen wir morgen bestätigen. Wenn ich meinem Gefühl folge, dann fühle ich mich auch gut. Dann kann ich nach meinem Stil fahren. Ich muss noch meinen Rhythmus verbessern, da ist uns aber schon ein guter Schritt gelungen."

Johann Zarco fuhr in die Top-5 - Foto: Tech3

5. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Verglichen mit gestern ist die Position viel besser, obwohl ich mich gar nicht darauf konzentriert habe. Ich bin zwar noch keinen Longrun gefahren, war aber auf gebrauchten Reifen gut unterwegs. Mit neuen Reifen hatte ich zwar mit einer größeren Verbesserung gerechnet. Wir haben gute Infos gesammelt und die Balance ist jetzt schon sehr gut. Es gibt nur noch kleine Bereiche, in denen wir uns verbessern müssen."

6. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Den Morgen haben wir heute den Reifen gewidmet. Die ganzen Vergleiche sind sehr herausfordernd. Aber die Ergebnisse waren gut, sogar bei der Zeitenjagd am Morgen war unsere Zeit gut. Es gibt noch viel zu tun, aber das Gefühl ist herausragend, obwohl wir bisher noch nicht am Setup gearbeitet haben."

7. Alex Rins (Suzuki): "Wir haben heute vieles getestet, unter anderem eine neue Verkleidung und neue Chassisteile, das war sehr gut. Mit der Verkleidung ist das Wheelie-Problem besser geworden, und wenn die Front am Boden ist, hat man mehr Power zur Verfügung. Das hilft in Sachen Traktion und Speed. Zum Crash gab es nichts komisches in den Daten zu sehen, ich war nur etwas neben der Linie. Ich bin unverletzt und das ist das Wichtigste."

8. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Das war kein guter Tag. Wir hatten Probleme und konnten keine gute Zeit setzen. Wir hatten einfach zu viel zu testen. Insgesamt bin ich zufrieden, über den Tag sind wir happy mit unserer Pace. Wäre morgen ein Rennen, würden wir auf dem Podium landen. Auf eine Runde könnte ich auch 29er-Zeiten fahren, aber wir haben zu viele Dinge erledigt, die nicht auf dem Plan standen. Am Morgen haben wir zudem einen Fehler bei der Reifenwahl gemacht."

Andrea Dovizioso hat ein strenges Programm - Foto: Ducati

9. Andrea Dovizioso (Ducati): "Wir arbeiten noch an den Verkleidungen und am Chassis. Bei den Verkleidungen haben wir einiges verstanden und das Chassis ist recht ähnlich im Vergleich zum alten. Der Test ist komisch, es sieht so aus als wären die Michelin-Reifen hier zu weich für ein Rennen. Sie haben viele verschiedene Reifen mitgenommen, die Zeit zeigt also nicht die Wahrheit. Bei uns funktioniert aber zum Glück alles, was wir testen. Die schnellste Zeit bin ich mit der Wingletverkleidung gefahren, das bedeutet aber nicht automatisch, dass es die richtige Verkleidung hier ist."

10. Jorge Lorenzo (Ducati): "Der Tag heute war wieder nicht so gut. Wir waren nicht konkurrenzfähig genug, ich hatte kein gutes Gefühl für das Bike und wir müssen noch analysieren, warum. Auch wenn es so aussieht, als würde ich an einigen Punkten der Strecke besser fahren, sind andere Fahrer noch besser und daher liegen wir etwas zurück. Wir haben aber ein paar Ideen, die uns dabei helfen sollten, diese Probleme zu lösen und mir mehr Pace zu geben."

11. Andrea Iannone (Suzuki): "Ich habe mit der neuen Verkleidung die Front verloren und bin gestürzt. Ich will damit nicht weitermachen, denn wir haben andere Prioritäten. Der erste Eindruck ist gut, Suzuki hat über den Winter gut in Sachen Aerodynamik gearbeitet. Morgen wollen wir die alte und neue Verkleidung vergleichen und uns für eine entscheiden."

12. Tito Rabat (Avintia Ducati): "Wir konnten heute viel am Motorrad arbeiten, und ich konnte sehr viel Vertrauen zur Front aufbauen. Bis heute war das der negative Punkt, denn sonst bin ich immer gestürzt, wenn ich gepusht habe. Heute aber nicht, und wir konnten auch zum ersten Mal den härtesten Vorderreifen mit positiven Ergebnissen testen. Am Ende habe ich neue Reifen aufgezogen und damit eine gute Zeit gefahren, das wichtigste aber ist, dass wir auf gebrauchten Reifen schnell und konstant unterwegs waren."

Alvaro Bautista konnte einige Vergleiche ziehen - Foto: Aspar

13. Alvaro Bautista (Aspar Ducati): "Heute haben wir wieder einige Modifikationen ausprobiert. Das Gute, beide Bikes schon zur Verfügung zu haben, ist dass wir ganz unterschiedliche Tests ausführen können. Jetzt müssen wir uns etwas auf der Bremse verbessern, denn beim Herausbeschleunigen sind wir viel besser. In Malaysia ist uns schon ein kleiner Schritt nach vorne gelungen und hier wieder."

14. Valentino Rossi (Yamaha): "Der Tag startete gut mit ein paar guten Zeiten. Dann hatten wir etwas zu testen, das mir ehrlich gesagt nicht sehr gefällt. Wir haben mit der Elektronik und mit dem Setup rumgespielt, aber haben uns nicht verbessert. Wir müssen auch für Michelin arbeiten. Mit dem Hinterreifen hatte ich nicht genug Gefühl. Jetzt müssen wir eine andere Lösung finden. Ich verliere beim Beschleunigen viel Zeit, andere Bikes sind da besser. Wir haben heute viel daran gearbeitet, haben aber keine Pluspunkte gefunden."

15. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Am Ende bin ich Marc für eine Runde gefolgt, danke dafür. Da habe ich viel gelernt, seine Stärken liegen auf der Bremse, aber auch beim Beschleunigen. Es war aber ziemlich hart ihm zu folgen, er war eine Sekunde schneller, aber es war beeindruckend, ihm zuzusehen. Ich bin glücklich darüber, bester Rookie zu sein, aber ich muss mich noch am Kurvenausgang verbessern."

16. Bradley Smith (KTM): "Wir haben heute gute Schritte nach vorn gemacht. Auf einige Probleme aus Sepang haben wir hier Lösungen gefunden, das ist gut. Am Ende des Tages haben wir einige Dinge bei der Vorderradaufhängung ausprobiert, da machen wir morgen weiter. Wir haben so viele Dinge dabei, unsere Liste ist immer länger als die verfügbare Zeit. Immerhin konnten wir den Testreifen hinten testen."

Aleix Espargaro ist nur in der zweiten Streckenhälfte stark - Foto: Aprilia

17. Aleix Espargaro (Aprilia): "Wir haben vor allem in den ersten beiden Sektoren Probleme. Da kann ich keinen Unterschied machen, auch wenn ich alles gebe. In den letzten beiden Abschnitten sind wir näher an der Spitze dran. Die Top-10 sind nicht weit weg, aber mit der 17. Zeit kann ich nicht zufrieden sein. Ich weiß nicht, ob uns hier beim Test mit dem verfügbaren Material hier ein Schritt nach vorne gelingt, aber wir werden es versuchen."

18. Franco Morbidelli (Marc VDS Honda): "Ich bin zufrieden. Wir haben einen Schritt nach vorn gemacht und hatten eine gute Pace auf gebrauchten Reifen. Ich bin damit meine beste Zeit gefahren. Bei meiner Zeitenjagd habe ich mich nicht gut gefühlt und konnte mich nicht verbessern. Wir müssen untersuchen, warum das so ist."

19. Mika Kallio (KTM): "Nach dem heutigen Tag habe ich definitiv ein besseres Gefühl. Mit 100 Runden habe ich auch meinen Rhythmus zurück bekommen. Wir haben einige interessante Dinge beim Chassis und bei der Schwinge entdeckt. Die Rundenzeit hat sich auch verbessert, wir wollen aber noch näher an der Spitze dran sein."

20. Scott Redding (Aprilia): "Wir haben heute viel mit dem 2018er Bike gearbeitet, haben neue Teile wie eine Schwinge und die vorderen Gabeln getestet. Es gibt aber noch Bereiche, in denen wir uns steigern können. Ich verliere auf der Bremse, kann das Bike einfach nicht so abbremsen wie ich will, und das sieht man auch in den Daten. Wir testen viel und das erklärt auch die langen Pausen in der Garage. Das Ziel ist es, ein Paket zu schnüren mit den besten Lösungen für mich."

Karel Abraham hofft auf kühlere Bedingungen - Foto: Aspar

21. Karel Abraham (Aspar Ducati): "Gestern haben wir gut begonnen, bis wir an ein Level gestoßen sind, an dem wir kleinere Probleme mit dem Setup entdeckt haben. Wir haben einige Pläne und hoffen darauf, uns in kühleren Bedingungen zu verbessern."

22. Thomas Lüthi (Marc VDS Honda): "Wir haben uns heute auf die Bremszonen konzentriert. Das war ganz interessant, ich konnte ein paar Jungs folgen. Wir müssen noch am Stil arbeiten, nicht am Ergebnis oder der Rundenzeit. Insgesamt war es ein positiver Tag. Ich fuhr hinter Dani und konnte ihm für ein paar Runden folgen. Da habe ich vieles gesehen. Es geht nicht um das Bremsen, sondern um den Kurvenausgang. Wir müssen die Power so gut wie möglich ausnutzen. Ich weiß, dass ich das noch falsch mache. Da brauche ich noch mehr Runden."

23. Hafizh Syahrin (Tech3 Yamaha): "Heute Morgen habe ich mich gut gefühlt und konnte meine Zeit um eine Sekunde verbessern. Leider ist mir am Nachmittag ein Fehler in Kurve 7 unterlaufen, das hat meinen Fortschritt etwas behindert. Morgen will ich mich weiter verbessern und das gleiche Gefühl wie heute Morgen finden."

24. Xavier Simeon (Avintia Ducati): "Der Morgen lief gut, ich war schon zu Beginn besser als gestern. Danach hatte ich einen kleinen Sturz am Eingang der letzten Kurve, der mir aber kein Vertrauen gekostet hat. Aber im Laufe des Tages konnten wir uns nicht mehr verbessern. Ich glaube, wir haben beim Setup etwas die Richtung verloren. Aber so ist das manchmal beim Testen. Manchmal geht es in die falsche Richtung mit dem Bike, aber das hilft mir, um MotoGP besser zu verstehen."


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