MotoGP

MotoGP: Petrucci vs. Ducati - Werksteam oder Abschied

Danilo Petrucci setzt im MotoGP-Transferpoker mit Ducati alles auf eine Karte. Die Marschrichtung des Italieners ist klar:
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Die MotoGP-Saison 2018 hat noch nicht begonnen, doch im Transferpoker wird bereits mit hohen Einsätzen gespielt. Wenige Tage vor dem ersten Wintertest in Sepang stellt Danilo Petrucci seinem Arbeitgeber Ducati die Rute ins Fenster.

"Das wird meine letzte Saison mit Pramac Racing sein, vielleicht sogar die letzte mit Ducati", sagt der Italiener in einem Interview mit der "Gazzetta dello Sport". Der 27-jährige Petrucci ist seit drei Jahren für das Pramac-Team unterwegs und hat seit dem Vorjahr seinen Vertrag direkt mit Ducati.

Petrucci spekuliert daher mit einem Aufstieg in das Werksteam, wo mit Saisonende die Verträge mit Andrea Dovizioso und Jorge Lorenzo auslaufen. Andernfalls würde er sich bei einem Konkurrenten um ein Motorrad für 2019 umsehen.

Ducati hat Option auf Petrucci

"Mein Vertrag beinhaltet für Ducati die Option, mich in das Werksteam zu befördern. Diese Option läuft aber im Juni ab. Wird sie nicht gezogen, bin ich für die kommende Saison frei", führt Petrucci in dem Interview aus.

Eine mögliche Option wäre Aprilia, das schon im Vorjahr seine Fühler nach Petrucci ausgestreckt hat. "Die Versuchung war damals schon groß", gibt der Italiener zu. "Aber ich wollte nicht so lange in Scheidung im gemeinsamen Haus mit Ducati leben."

Petrucci bestritt im Vorjahr seine erfolgreichste MotoGP-Saison. Er holte vier Podestplätze und schloss die WM mit persönlicher Punktebestmarke als Gesamt-Achter ab. Auf den millionenschweren Neuzugang Jorge Lorenzo fehlten am Ende des Jahres nur 13 Punkte. Petrucci sieht daher die Zeit reif, endlich in ein Werksteam aufzusteigen. "Ja, nach sieben Jahren in der MotoGP habe ich diese Ambition", gibt er offen zu.


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