MotoGP

MotoGP-Sturzstatistik: Neuer Crash-Rekord in der Königsklasse

Noch nie wurde in der Motorrad-Weltmeisterschaft so viel Schrott produziert wie in dieser Saison. Das Sturzfestival Saison 2017 im Detail:
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Die MotoGP-Saison 2017 war wieder einmal ein echter Leckerbissen. Sensationelle Rennen, große Dramen und jede Menge Action wurden den Fans geboten. Teil dieses Spektakels waren auch viele Stürze, genauer gesagt so viele wie noch nie zuvor in der Geschichte der Motorrad-Weltmeisterschaft.

Insgesamt 313 Mal crashten die 23 Stammpiloten der MotoGP sowie die acht Wildcard- beziehungsweise Ersatzfahrer. Damit wurde der Rekord aus dem Vorjahr noch einmal um 25 Stürze nach oben geschraubt. Auch in der Moto2 gab es eine neue Bestmarke. 434 Crashes wurden in der mittleren Klasse verzeichnet. Der bisherige Rekord lag bei 421 Stürzen aus der Saison 2011. Lediglich in der Moto3 ging das Crash-Level zurück. 379 Abflüge bedeuten den geringsten Wert seit 2014 und 31 Stürze weniger als im Vorjahr.

Alles in allem macht das 1126 Stürze über alle drei Klassen, 64 mehr als noch im Vorjahr. Die Sturzzahlen in der Entwicklung über die letzten zwölf Saisons:

SaisonMotoGPMoto2Moto3Gesamt
2017313 (17,4 pro Event)434 (24,1)379 (21)1126
2016288 (16)364 (20)410 (23)1062
2015215 (12)352 (20)409 (23)976
2014206 (11,4)408 (22,6)367 (20,3)981
2013205 (11,4)344 (20,2)314 (18,5)863
2012186 (10,3)371 (21,8)348 (20,5)905
2011157 (8,7)421 (24,8)316 (18,6)894
2010134 (7,4)390 (22,9)301 (17,7)825
2009104 (6,1)234 (14,6)304 (19)642
2008154 (8,6)259 (16,2)463 (27,2)876
2007117 (6,5)256 (15,1)297 (17,5)672
200698 (5,8)235 (14,7)314 (19,6)647

Misano als Sturz-Highlight in der MotoGP 2017

Absoluter Sturzhotspot war in dieser Saison der Misano World Circuit Marco Simoncelli. 140 Crashes gab es an den drei Tagen in allen Klassen an der italienischen Riviera. Davon passierten allerdings alleine 80 im strömenden Regen am Sonntag, bei dem die unmittelbar am Meer liegende Strecke extrem rutschig wurde. Die wenigsten Stürze gab es, wie schon im Vorjahr, am Hochgeschwindigkeitskurs in Mugello.

Sam Lowes einmal mehr Sturzkönig

Für die Saison 2017 wechselte Sam Lowes von der Moto2 in die MotoGP. An seinem Rennalltag änderte das aber nur wenig. Wie schon im Vorjahr sorgte er für die meisten Crashes in allen drei Klassen. Nicht weniger als 31 Mal ging der Brite in seiner ersten und vorerst auch letzten MotoGP-Saison zu Boden. Auf den Fersen war ihm aber Moto2-Newcomer Jorge Navarro mit 30 Stürzen, es folgen MotoGP-Weltmeister Marc Marquez mit 27 und Alvaro Bautista mit 30 Crashes.


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