MotoGP

MotoGP Phillip Island 2017: Brennpunkte vor dem Australien GP

Die MotoGP setzt ihr Übersee-Triple 2017 auf Phillip Island fort. Die wichtigsten Fragen und Brennpunkte vor dem Australien GP:
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Es geht Schlag auf Schlag weiter für die MotoGP: Mit dem Australien-GP auf Phillip Island findet das zweite Rennen des Übersee-Triples statt. Nach der Regenschlacht von Motegi sind dies die wichtigsten Fragen vor dem Highspeed-Knaller auf der Insel:

Wie geht es in Australien im WM-Kampf weiter?

Marc Marquez vs. Andrea Dovizioso - dieses Duell um die MotoGP-Krone im Jahr 2017 hält die Fans in Atem. Die Schlacht von Motegi war nicht das erste Mal, dass beide Kontrahenten in der letzten Runde Rad an Rad um den Sieg kämpften. Auch in Österreich bekriegten sich Dovizioso und Marquez schon. Ganz wichtig dabei: Beide Male setzte sich am Ende der Ducati-Pilot durch. Somit liegen gerade einmal elf Punkte zwischen beiden. Auch das Rennen auf Phillip Island verspricht Spannung.

Phillip Island gilt nicht gerade als Vorzeigestrecke von Marquez - bei vier Starts in der Königsklasse sah der Repsol-Honda-Pilot gerade mal ein einziges Mal die Zielflagge. Das war 2015, allerdings siegte hier Marquez in einem epischen Vierkampf gegen Valentino Rossi, Jorge Lorenzo und Andrea Iannone. Aber auch für Dovizioso lief es in Australien nie nach Wunsch. Ein Mal kletterte er bisher erst auf das Podest - als Dritter im Jahr 2011. Dafür war Dovizioso konstant unterwegs, denn einen Nuller leistete er sich nur 2010.

Wie verkraftet Yamaha das Motegi-Debakel?

Brauchte es noch einen weiteren Beweis für die Yamaha-Schwierigkeiten in 2017, so war Motegi ein klarer Fingerzeig. Bei sengender Hitze und im Regen kommen Maverick Vinales und Valentino Rossi mit ihren Motorrädern einfach nicht zurecht. Die logische Folge: Statt um Siege zu fahren, müssen sich die Yamaha-Werksfahrer im hart umkämpften Mittelfeld behaupten. Doch nicht mal das gelang in Japan zufriedenstellend: Vinales wurde Neunter, Rossi schied per Sturz aus.

Wie die Yamaha auf Phillip Island funktionieren wird, bleibt abzuwarten. Die Streckencharakteristik kommt der M1 jedoch stärker entgegen als noch vor Wochenfrist in Japan. Dazu werden Rossi und Vinales bis in die Haarspitzen motiviert sein nach dem jüngsten Rückschlag. Das Wetter könnte jedoch Yamaha einen Strich durch die Rechnung machen. Für den Rennsonntag werden Höchstwerte von 15 Grad Celsius vorhergesagt, außerdem droht erneut ein Regenrennen.

Kann Suzuki auf Phillip Island den Aufwärtstrend bestätigen?

Lange Zeit spielte Suzuki in der MotoGP-Saison 2017 kaum eine Rolle. Das sollte sich in Motegi schlagartig ändern. Auch begünstigt durch das Wetter, schafften es Andrea Iannone und Alex Rins bereits am Samstag direkt in den zweiten Qualifying-Abschnitt. Im Rennen sollte es dann noch weiter nach vorne gehen. Iannone und Rins kämpften beide um Top-5-Positionen und fuhren letztlich auf den Positionen vier und fünf nach Hause. Für Suzuki war dies das beste Team-Ergebnis nach genau einem Jahr.

In Motegi 2016 holten Maverick Vinales und Aleix Espargaro nämlich die Plätze drei und vier. Auch Phillip Island war seit dem Comeback 2015 ein gutes Pflaster für die Suzuki GSX-RR. 2015 holte man dort das beste Team-Ergebnis des Jahres (zusammen mit Sepang). Im Vorjahr kämpften Vinales und Espargaro um Platz drei. Einzig Espargaros Sturz verhinderte, dass die Blauen mit beiden Motorrädern in den Top-5 landen. Mit Suzuki sollte also auch auf Phillip Island wieder stärker zu rechnen sein.

Was macht das Wetter?

Phillip Island und Wetter - das ist aus Tradition eine Hassliebe, gerade in dieser Jahreszeit. Kein Wunder, dass Rossi im vergangenen Jahr eine Verlegung des Rennens zum Saisonbeginn forderte. Das Wetter im australischen Frühjahr ist kalt und unbeständig. Es kommt oft vor, dass die Temperaturen im einstelligen Celsius-Bereich verbleiben, durch die Lage direkt an der Küste weht zudem oft eine steife Brise. Ähnlich verhält es sich heuer. Wie bereits weiter oben erwähnt, sollen am Wochenende Höchstwerte von 15 Grad Celsius erreicht werden. Zudem soll es am Freitag und am Sonntag regnen - zwei der drei Eventtage werden also wahrscheinlich nasse Sessions beinhalten.


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