MotoGP

Maverick Vinales droht in Motegi Todesstoß im MotoGP-WM-Kampf

Das Wetter in Japan könnte Maverick Vinales an diesem Wochenende endgültig einen Strich durch seine WM-Rechnung machen. Im Regen ist er chancenlos.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Für Maverick Vinales könnte der Traum vom MotoGP-Weltmeistertitel schon an diesem Wochenende ausgeträumt sein. 28 Punkte liegt er vor den letzten vier Rennen der Saison hinter WM-Leader Marc Marquez, muss auf den Titelverteidiger also deutlich Boden gut machen.

Nach den ersten beiden Freien Trainings zum Grand Prix von Japan deutet aber vieles darauf hin, dass Vinales' Rückstand auf Marquez und den in der Weltmeisterschaft zweitplatzierten Dovizioso weiter anwächst. Vielleicht sogar so weit, dass sich Vinales an diesem Wochenende schon von realistischen Titelchancen verabschieden muss.

Denn am Freitag präsentierten sich Dovizioso und Marquez bei heftigem Regen bärenstark, belegten in der Zeitenliste die Ränge eins und zwei. Nur auf dem elften Platz hingegen landete Maverick Vinales. Knapp anderthalb Sekunden verlor er auf Doviziosos Bestzeit. Umso schmerzhafter ist das für den bereits die gesamte Saison über im Regen strauchelnden Vinales, weil auch am Samstag und Sonntag mit nasser Fahrbahn zu rechnen ist.

Wir haben alles probiert, am Motorrad viel geändert und mit der Elektronik gespielt. Geändert hat es aber nichts.
Maverick Vinales

"Uns fehlt es wie immer an Grip am Hinterrad. Wir haben noch immer keine Lösung für dieses Problem gefunden", muss Vinales die gleichen Schwierigkeiten beschreiben, die ihn bereits seit den ersten Rennen des Jahres verfolgen, sobald es nass ist. Vinales und seiner Crew im Yamaha-Werksteam gehen langsam aber sicher die Ideen aus: "Wir haben alles probiert, am Motorrad viel geändert und mit der Elektronik gespielt. Geändert hat es aber nichts." Auch der von Vinales und Teamkollege Rossi erstmals in Silverstone eingesetzte neue Rahmen brachte in Motegi keinen entscheidenden Fortschritt.

Maverick Vinales zweifelt an Lösung in Motegi

Vinales ist die Verzweiflung am Freitag deutlich anzuhören. Die zahlreichen vergeblichen Versuche, seine 2017er Yamaha M1 doch noch zu einem starken Regenmotorrad zu machen, scheinen dem Überflieger der ersten Saisonrennen den Nerv zu ziehen. "Ich bezweifle, dass uns hier noch ein Wunder gelingen wird. Der Rückstand ist sehr groß und wir haben nicht viel Zeit, um das für das Rennen am Sonntag zu ändern", gibt sich Vinales realistisch.


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