MotoGP - Nicky Haydens Tod: Familie fordert Schadenersatz

Schuldfrage nach Haydens Tod noch ungeklärt

Die Familie von Nicky Hayden erwägt rechtliche Schritte gegen den Unfalllenker. Doch die Schuldfrage ist nach wie vor nicht geklärt.
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Motorsport-Magazin.com - Nicky Haydens Familie will vom Unfalllenker Schadenersatz einklagen. Der zuständige Anwalt der Haydens, Moreno Maresi, soll dem Mann ein entsprechendes Schriftstück bereits zugestellt haben. Das berichtet das italienische Motorradmagazin "GPone".

Nach wie vor laufen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, die in erster Linie die Schuldfrage bei diesem Unfall klären muss. Erst nach Abschluss dieser Untersuchung können die Gerichte über eventuell zu führende Prozesse entscheiden.

Über den Unfallhergang wurde bereits viel spekuliert. So könnte Nicky Hayden ein Stoppschild ignoriert haben, während der Lenker des Peugeot eventuell mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war. Offizielle Angaben dazu gibt es bislang noch nicht, weshalb man sämtliche Spekulationen mit Vorsicht genießen muss.

Unfall-Fahrrad den Haydens übergeben

Am 10. Juli soll Familie Hayden rund eineinhalb Monate nach dem tragischen Ereignis das Fahrrad, auf dem Hayden sein Leben verlor, zurückgegeben worden sein. Bis dahin befand es sich in der Obhut von Staatsanwaltschaft und Polizei, die es von Gutachtern untersuchen ließen.

Am 17. Mai war Hayden kurz nach 14 Uhr in unmittelbarer Nähe des Misano Circuits mit dem Rad unterwegs, als er an einer Kreuzung vom Peugeot eines 30-jährigen Italieners erfasst wurde. Hayden verlor sofort das Bewusstsein und wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert.

Fünf Tage später verlor er den Kampf gegen den Tod und verstarb am 22. Mai 2017 im Alter von nur 35 Jahren. Eine Welle der Anteilnahme ging unmittelbar danach durch die Welt des Motorsports.


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