MotoGP

Die Stimmen zum Qualifying des Katalonien GP der MotoGP in Barcelona

Das Qualifying der MotoGP in Barcelona hatte es in sich. Dani Pedrosa fuhr zur Pole, Marc Marquez stürzte mehrfach. Das sind die O-Töne:
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - 1. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Ich freue mich sehr. Normalerweise habe ich im Qualifying Probleme und auf die Pole zu fahren war ein super Job vom Team. Sie haben mir ein tolles Bike gegeben, sodass ich mich so gut qualifzieren konnte. Die Hitze ist groß, wir mussten die Reifen und das Setting testen und konnten uns verbessern. Hoffentlich läuft das Bike im Rennen gut. Die Reifen sind hier wichtig, darauf konzentrieren wir uns. Auf dieser Strecke ist es schwer zu kontrollieren und zu managen. Aber im Moment bin ich sehr glücklich. Die zweite Pole der Saison ist super."

2. Jorge Lorenzo (Ducati): "Wir hatten die Explosivität, die wir in den anderen Qualifyings auch brauchten. Ich konnte in den anderen Rennen nicht in die erste Reihe fahren, auch wenn wir eine gute Pace hatten. Hier haben wir das geschafft. Endlich habe ich meine erste Pole für Ducati eingefahren, darüber freue ich mich natürlich. In jedem Rennen verbessern wir uns ein bisschen. In Jerez sind wir aufs Podium gefahren, in Mugello haben wir das Rennen angeführt und hier sind wir das erste Mal in Reihe eins gefahren. Ich hoffe, wir können morgen ums Podium fahren."

3. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Es war sehr heiß. Morgen wird ein schwieriges Rennen, denn der Reifenverschleiß ist sehr hoch. Ich habe eine gute Runde gesetzt, habe aber zwei oder drei Fehler gemacht. Keine richtigen Fehler, ich bin nur weit gegangen. Ich habe die Lenkung ein bisschen verloren. Am Ende war es aber eine tolle Rundenzeit. Wir werden sehen, wie es morgen läuft. Hoffentlich ist ein Top-5-Platz möglich, das Podium wird sehr schwer."

4. Marc Marquez (Repsol Honda): "Startplatz vier, vier Stürze - heute war kein einfacher Tag für uns. Wir sind aber nicht schlecht unterwegs. In FP3 habe ich mich gut gefühlt, aber dann bin ich in FP4 gestürzt und die Dinge haben ihren Lauf genommen. Wir konnten das Motorrad für das Qualifying vorbereiten, aber mein Gefühl war nicht mehr dasselbe. Da es mein Heimrennen ist, habe ich aber dennoch 100 Prozent gegeben. Ich bin gestürzt, aber Startplatz vier ist nicht schlecht. Wenn ich im Rennen ruhig bleiben kann, ist alles okay."

Marquez crashte am Samstag gleich vier Mal - Foto: Repsol

5. Aleix Espargaro (Aprilia): "Ich bin zufrieden, vor allem mit dem Gefühl für mein Bike. Das Qualifying war sehr eng. Ich habe mit dem weichen Reifen mehr erwartet, aber auf beiden Fliegenden Runden habe ich im ersten Sektor ein paar Zehntel verloren. Trotzdem ist der fünfte Platz fantastisch. Es wird uns das Leben im Rennen leichter machen. Ich habe eine gute Pace und durch den geringen Grip auf der Stecke könnte alles passieren. Ich bin motiviert und positiv gestimmt."

6. Hector Barbera (Avintia Ducati): "Am Sonntag werde ich mein 250. Rennen in der Weltmeisterschaft fahren. Dieser sechste Platz ist also genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen. Hoffentlich kann ich dieses Jubiläum mit einem guten Ergebnis feiern. Mein Finger schmerzt nach dem Sturz am Freitag noch und das Rennen wird in dieser Hitze sicher hart, aber ich werde alles geben."

7. Andrea Dovizioso (Ducati): "Heute war ein anstrengender Tag, aber am Ende bin ich mit meiner Arbeit zufrieden. Wir haben unser Gefühl verbessert und das war schwer, bei dem niedrigen Grip. Es gibt viele Wellen im Boden und viele Fahrer sind gecrasht. Es war überhaupt nicht einfach. Ich habe eine gute Rennpace, auch wenn unsere Zeiten das nicht widerspiegen. Im FP4 haben wir uns entschieden, mit einem gebrauchten Medium-Hinterreifen zu fahren. Jetzt kann uns nur das Rennen sagen, was unsere wahre Position ist."

8. Jonas Folger (Tech3 Yamaha): "Ich freue mich über das, was wir heute erreicht haben. Ich kann voll Selbstvertrauen ins Rennen gehen. Q1 lief sehr gut und ich war von meiner Rundenzeit fast selbst überrascht. Ich habe versucht, im Q2 dasselbe zu machen, aber es war schwer. Vielleicht habe ich zu viel gepusht, aber ich habe dann Probleme bekommen. Außerdem war ich nach dem ersten Quali ein bisschen erschöpft, das hat alles noch schwerer gemacht."

9. Maverick Vinales (Yamaha): "Im Vergleich zu gestern konnten wir das Bike ein bisschen verbessern, aber das Bike ist eigentlich auch nicht wirklich das Problem, sondern viel mehr eine Kombination aus mehreren Faktoren. Ich habe heute viele Setup-Varianten ausprobiert, aber nichts hat funktioniert. Nicht einmal unser Basis-Setup! Ich konnte einfach nur mein Bestes geben und das habe ich auch gemacht."

Mehr als P9 war für Maverick Vinales nicht drinnen - Foto: Yamaha

10. Alvaro Bautista (Aspar Ducati): "Niemand geht nach einem Crash gern ins Qualifying. Ich bin auf gebrauchten Reifen gefahren, um unsere Pace für das morgige Rennen zu checken. Ich bin konstante Runden gefahren und habe etwas an der Traktionskontrolle und den Einstellungen der Leistungsabgabe ausprobiert. Ich bin gestürzt und es war unmöglich, das Bike im Qualifying zu benutzen. Ich fühle mich mit dem Zweiten nicht so gut gefühlt und konnte nicht ans Limit gehen. Trotzdem bin ich für das Rennen positiv gestimmt."

11. Scott Redding (Pramac Ducati): "Wenn man alles zusammennimmt, bin ich mit dem Ablauf des bisherigen Wochenendes zufrieden. Ich hätte mehr vom Qualifying erwartet, aber ich hatte kein Glück. Ich lag gut hinter Marquez, aber dann ist er gestürzt. Ich hatte das Potenzial, um heute in die dritte Reihe zu kommen, aber ich bin trotzdem zufrieden. Wir haben unser Bestes gegeben und die Rennpace ist gut."

12. Andrea Iannone (Suzuki): "Insgesamt bin ich mit dem Tag ganz zufrieden. Nur um das Qualifying ist es schade. Ich war in FP3 schneller al sim Qualifying, aber die Bedingungen haben sich geändert. In der Hitze haben wir den Grip an der Front verloren, aber am Heck gewonnen. Dadurch schiebt das Motorrad über das Vorderrad, was mir am Kurveneingang viel Vertrauen gekostet hat. Das Rennen wird sehr lang und heiß, daher auch dementsprechend hart. In der ersten Rennhälfte sollten wir eine gute Performance zeigen können, dann hängt alles vom Reifenverschleiß ab."

13. Valentino Rossi (Yamaha): "Ich hatte erwartet, heute konkurrenzfähiger zu sein, denn wir hatten ein paar gute Ideen. Die Situation ist aber ähnlich wie in Jerez: Wenn der Grip schlecht ist, haben wir Probleme mit den Reifen und das Qualifying war dann dementsprechend schlecht. Es war auch etwas Pech, dass ich den Einzug in Q2 um eine Position verpasst habe. Jetzt wird es sicher schwierig, denn meine Pace ist nicht fantastisch."

Desaster für Valentino Rossi: Nur Startplatz 13 - Foto: Yamaha

14. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Heute war ein schwieriger Tag, aber ich bin mir sicher, dass wir das Wochenende morgen positive beenden können. Heute Morgen konnte ich nicht so schnell fahren, wie ich gemusst und gewollt hätte. Wir hatten dieselben Probleme wiegestern. Dann hatte ich im FP4 einen schnellen Crash, deshalb musste ich mein Selbstvertrauen wieder von Neuen aufbauen. Wir arbeiten weiter am Bike, aber an diesem Wochenende ist es schwer, ein gutes Gefühl zu finden. Ich habe mich nicht stark gefühlt."

15. Jack Miller (Marc VDS Honda): "Ich fühle mich auf dem Bike besser als in Mugello am letzten Wochenende. Ich gewöhne mich langsam an den neuen Vorderreifen und passe mich Session für Session ans Setting an. Unsere Situation ist nicht optimal, da wir hier nicht getestet haben. Ich wäre gern weiter vorn im Grid, aber es gibt auch positive Dinge. Meine Rennpace war gut und der Schlüssel dafür, die Reifen durchzubringen. "

16. Loris Baz (Avintia Ducati): "Wir konnten vom Qualifying heute nicht viel mehr erwarten. Ich bin daher zufrieden mit Platz 16. Ich konnte nicht mehr machen und war mit dem Bike absolut am Limit. Am Sonntag können wir, wenn wir einen guten Start haben und schlau sind, ein gutes Rennen haben."

17. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Es ist bisher zweifelsohne eine schwieriges Wochenende für uns. Startplatz 17 ist alles andere als ideal. Diese Position spiegelt aber auf keinen Fall wieder wo wir eigentlich stehen. Ich hatte im Qualifying im ersten Run ein Problem, bin dann an die Box gekommen, hatte in der ersten Runde keine Bremswirkung und bin in der zweiten gestürzt. Wir hatten heute aber insgesamt acht Honda-Stürze. Dazu muss man nicht viel sagen."

18. Karel Abraham (Aspar Ducati): "Ich bin von meinem Qualifying enttäuscht, denn ich denke, dass wir einen guten Job gemacht haben. Natürlich wollten wir eine bessere Zeit fahren. Es ist ironisch, dass ich in den ersten drei Sektoren schneller bin als ein anderer Fahrer, der eine 1:44.9 gefahren ist. Das wäre meine Traumzeit gewesen. Ich habe Probleme im letzten Sektor Wenn wir das hinbiegen, wären wir in einer viel besseren Position."

19. Tito Rabat (Marc VDS Honda): "Ich bin von meinem Qualifying-Ergebnis sehr enttäuscht. Ich habe so viel versucht, um schneller zu werden, aber es war unmöglich. Ich fühle mich gut auf dem Bike, aber ich habe einen Fehler gemacht und zu lange auf einen Fahrer gewartet, der eine schnelle Runde fährt. Ich habe mein Potenzial nicht nutzen können. Jetzt konzentrieren wir uns auf das Rennen, um Punkte zu sammen, wie in den letzten beiden Rennen."

20. Pol Espargaro (KTM): "Wir haben uns im Vergleich zu gestern stark verbessert, um eine Sekunde! Das Bike fühlt sich insgesamt viel besser an, auch wenn wir beim Turning immer noch Probleme haben. Die Jungs haben aber sehr hart am neuen Chassis gearbeitet und das hat das Gesamtpaket deutlich verbessert. Gute Resultate kommen für uns eben nicht über Nacht. Wir müssen hart dafür arbeiten. "

Pol Espargaro erkannte mit der KTM Fortschritte - Foto: KTM

21. Sam Lowes (Aprilia): "Es ist schade. Wir hatten heute viele Probleme. Es ist enttäuschend, denn gestern war mein bester Tag in der MotoGP. Heute konnte ich hingegen im FP3 und in den Qualifyings nicht rausgehen, weil an meinem Bike ein technisches Problem war. Ich muss jetzt so viel auf der Strecke sein wie möglich. Ich mache Fortschritte und in Sachen Rennpace ist meine Situation gut."

22. Sylvain Guintoli (Suzuki): "Es ist wirklich schade, dass ich nicht am Qualifying teilnehmen konnte, denn wir haben gute Verbesserungen erzielt und ich hatte das Gefühl, eine gute Performance zeigen können. Vor dem FP4 habe ich Schmerzmittel für meinen Arm genommen. Das habe ich schon oft gemacht. Irgendetwas ist dabei aber schief gegangen und ich hatte ein starkes Schwindelgefühl, weshalb wir uns entschlossen haben, nicht zu fahren. Hoffentlich bin ich am Sonntag okay."

23. Bradley Smith (KTM): Smith verletzte sich im vierten Training am kleinen Finger seiner linken Hand und musste sich im Krankenhaus behandeln lassen. Er gab am Samstag kein Statement ab.


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