MotoGP

Katalonien GP: Die Stimmen zum Trainings-Freitag in Barcelona

Schon am ersten Trainingstag in Barcelona bereiten den Piloten die Reifen für das Rennen Kopfzerbrechen. Die Stimmen nach den ersten beiden Trainings.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - 1. Marc Marquez (Repsol Honda): "Wir hatten von den Tests hier schon ein gutes Basis-Setup, dementsprechend wohl habe ich mich heute auch auf dem Motorrad gefühlt. Am Nachmittag haben wir ein paar Veränderungen ausprobiert, am Ende sind wir aber zum Setup der Testfahrten zurückgekehrt. Wir haben noch einmal neue Reifen aufgezogen und mein letzter Run war ziemlich gut."

2. Jorge Lorenzo (Ducati): "Es ist noch zu früh, um wirklich Schlüsse zu ziehen. Wir haben aber ganz gut begonnen und sind mit allen Reifen die wir probiert haben schnell. Sowohl zu Beginn der Sessions als auch am Ende. Es ist aber schwierig, die Pace der anderen Fahrer einzuschätzen. Wir müssen uns auf jeden Fall noch steigern, denn im letzten Sektor bewegt sich das Motorrad noch zu viel. Da sind wir nicht schnell genug."

3. Jonas Folger (Tech3 Yamaha): "Ich bin sehr zufrieden damit, wie sich die Dinge hier entwickeln. Es war ein starker erster Tag. Wir haben viele unterschiedliche Sachen ausprobiert, um das ideale Setup zu finden. Das war eine gute Entscheidung und wir sind jetzt auf dem richtigen Weg. Außerdem sind wir viele Runden auf dem Medium-Reifen gefahren, am Ende sogar eine ganze Renndistanz. Dann konnte ich mit den Softs noch einmal einen großen Sprung nach vorne machen."

Folger wurde am Freitag starker Dritter - Foto: gp-photo.de/Ronny Lekl

4. Andrea Dovizioso (Ducati): "Obwohl die Strecke in einem ziemlich schlechten Zustand ist, konnten wir durch den Test vor ein paar Wochen eine gute Basis schaffen und ein paar gute Rundenzeiten fahren. Wir müssen eher noch an unserer Konstanz als an unserem Speed arbeiten, denn der Hinterreifen baut extrem schnell ab und die Pace die man dann fahren kann ist entscheidend."

5. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Das war ein guter Start, denn wir mussten nur ganz wenige Veränderungen am Bike vornehmen. Diese Strecke sollte uns eigentlich nicht wirklich liegen, aber wir haben hier gut begonnen. Der Reifenverschleiß wird ein entscheidender Faktor sein. Ich muss meinen Fahrstil noch etwas anpassen um in der zweiten Rennhälfte schnell zu sein. Heute unter den besten Piloten zu liegen ist aber schon einmal eine Befriedigung."

6. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Ehrlich gesagt war es heute etwas kompliziert für mich. Ich habe zu viel Bewegung im Motorrad und bin auf den Medium-Reifen nicht so schnell wie ich sein möchte. Zumindest konnte ich mich am Ende mit den Softs verbessern. Es gibt also positive und negative Dinge an diesem Tag. Wir müssen einfach ruhig bleiben und weiter arbeiten, dann werden wir uns verbessern."

7. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Es war ein eigenartiger Tag. Die Streckenbedingungen waren ganz anders als bei den Testfahrten hier, vielleicht wegen dem Regen am Morgen. Wir müssen mein Gefühl verbessern und auch die Haltbarkeit des Reifens, denn das wird der entscheidende Faktor im Rennen sein. Was das angeht ist Barcelona eine der härtesten Strecken, also müssen wir am Samstag versuchen, über das Setup zu mehr Konstanz zu kommen."

8. Alvaro Bautista (Aspar Ducati): "Eigentlich hatten wir heute nur eine Session, denn am Vormittag konnten wir aufgrund der Streckenbedingungen nur wenige Runden fahren. Wir haben uns angeschaut, wie die Reifen abbauen, und nach 20 Runden habe ich mich immer noch gut gefühlt und bin konstante Zeiten gefahren. Leider bin ich in der Schikane gestürzt, als ich über den Kerb ein paar Meter gutmachen wollte. Jetzt weiß ich, dass das keine gute Idee war."

9. Valentino Rossi (Yamaha): "Das war hier nicht getestet haben ist ein Problem für uns. Wir brauchen jede Minute Trainingszeit, denn wir haben viel Arbeit vor uns, aber durch den Regen am Morgen war das einzig brauchbare Training am Nachmittag. FP2 war auch nicht fantastisch, aber zumindest meine Pace mit dem Rennreifen ist nicht schlecht. Ich bin nicht weit zurück, aber viele Fahrer haben hier eine sehr gute Pace. Es wird ein extrem enger Kampf."

Rossi ist auf Kurs Richtung Q2 - Foto: Yamaha

10. Hector Barbera (Avintia Ducati): "Es war ein Tag mit Auf uns Abs. Am Vormittag sind wir nicht gefahren weil die Strecke nicht komplett trocken war. In FP2 bin ich dann gestürzt und meine linke Hand war unter dem Motorrad eingeklemmt. Ich habe mir einen Finger verletzt und war zunächst sehr erschrocken, weil es extrem wehgetan hat und ich ihn nicht mehr bewegen konnte. In der Clinica Mobile konnten sie Brüche ausschließen, aber der Finger ist sehr geschwollen und es wird schwierig, ihn am Samstag in den Handschuh zu bringen."

11. Scott Redding (Pramac Ducati): "Ich habe ziemliche Probleme mit Chattering. Das sind die gleichen Schwierigkeiten, die ich schon im Qualifying von Mugello hatte. Wir müssen am Samstag herausfinden, wie wir das lösen können. Das ist im Moment das Wichtigste für uns, denn die Lücke nach vorne ist klein und ich will um Q2 kämpfen."

12. Andrea Iannone (Suzuki): "Am Morgen haben wir sehr schwierige Bedingungen vorgefunden. Nicht wirklich nass, aber auch nicht trocken. Aber Nachmittag war es dann konstanter. Wir haben einige Arbeit erledigt, brauchen aber noch mehr Zeit um das Elektronik-Setup zu finalisieren. Unser Fokus liegt darauf, mehr Traktion zu bekommen."

13. Aleix Espargaro (Aprilia): "Mit dem heutigen Tag bin ich ziemlich zufrieden. Unsere Position spiegelt unser Niveau nicht wieder, denn mit neuen Reifen wurden mir zwei Runden vermasselt, einmal durch Verkehr und einmal durch den Sturz von Baz. Ich fühle mich gut auf dem Motorrad, besser als erwartet."

14. Loris Baz (Avintia Ducati): "Am Vormittag haben wir uns dazu entschlossen, nicht auf die Strecke zu gehen, weil sie noch feucht war. So haben wir Reifen gespart. Der Nachmittag ist dann ganz gut gelaufen. Wir hatten ein Motorrad mit dem Setup von Mugello und eines mit dem Setup vom Test hier, wobei mir das aus Mugello mehr zugesagt hat. Die Rundenzeiten liegen sehr eng beieinander, aber ich bin mir sicher, dass wir uns noch steigern können."

15. Sam Lowes (Aprilia): "Heute ist es gut gelaufen. Mit FP2 bin ich recht glücklich. Ich hatte eine gute Pace auf den harten Reifen und das Feeling stimmt. Meine Platzierung ist ermutigend. Im Rennen wird die Reifen-Strategie fundamental wichtig sein. Da hatte ich in den Tests und den Trainings bisher schon gutes Feedback."

16. Maverick Vinales (Yamaha): "Am Vormittag war das Feeling okay, das Motorrad hat gut funktioniert. Ich bin drei oder vier gute Runden auf dem Soft gefahren und war nicht weit von der Spitze entfernt. Am Nachmittag war dann aber alles anders und ich weiß nicht warum. Normalerweise haben wir ein sehr stabiles Bike, aber es hat einfach nicht funktioniert. Ich bin extrem gerutscht und konnte nichts dagegen machen. Das war sehr eigenartig."

Enttäuschender Tag für Maverick Vinales: P16 - Foto: Yamaha

17. Jack Miller (Marc VDS Honda): "Der Vormittag war interessant, um es vorsichtig zu formulieren. Ich bin viele Runden lang das falsche Layout gefahren. Auch als ich dann am Nachmittag auf der richtigen Strecke war, war es nicht einfach. Weil ich den Test hier versäumt habe, wusste ich nicht, wo die Bodenwellen sind. Wir haben dann fast das gesamte FP2 verwendet, um diese Wellen über die Dämpfung besser absorbieren zu können. Ich fühle mich auf dem Bike aber besser als in Mugello. Mal sehen, wie sehr wir die Lücke am Samstag schließen können."

18. Karel Abraham (Aspar Ducati): "Ich muss sagen, dass ich mit diesem Tag ziemlich zufrieden bin. Wir haben viel Arbeit geschafft und im Vergleich zu Mugello ein paar und im Vergleich zum Test hier vor ein paar Wochen viele Schritte nach vorne gemacht. Ich hatte vor dem Wochenende Sorgen, weil ich beim Test hier so große Probleme hatte, aber heute ist es ziemlich gut gelaufen. Die Rundenzeit stimmt und auch unsere Pace ist gut."

19. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Ich habe mich heute eigentlich super gefühlt, aber als ich am Nachmittag neue Reifen aufgezogen habe bin ich gestürzt. Ich wollte nicht, dass mir andere Fahrer folgen und bin deswegen immer langsamer geworden. Dann hatte ich leider nicht mehr genug Temperatur im Reifen und bin bei hoher Geschwindigkeit gestürzt. Jetzt liegen wir sehr weit zurück, aber ich glaube dass unsere Pace gut ist und wir an diesem Wochenende konkurrenzfähig sein können."

20. Tito Rabat (Marc VDS Honda): "Ich war schon bei den Testfahrten hier gut und heute konnte ich mein Feeling auf dem Bike noch einmal verbessern. Ich bin noch schneller als im Test, also war es ein positiver Start. Im Rennen am Sonntag wird es entscheidend sein, den Reifen am Leben zu halten. Das Setup muss also optimal sein. Ich glaube, dass wir nah an den Top-Ten dran sein können."

21. Pol Espargaro (KTM): "Es ist das erste Mal, dass wir mit der KTM hier auf diesem Layout fahren. Wir müssen uns also erst darauf einstellen. Das war uns klar. Im Moment haben wir die größten Probleme im letzten Sektor, da verlieren wir fast eine Sekunde. Das Bike lässt sich da einfach nicht richtig einlenken. Wir haben immer Probleme bei den Richtungswechseln, aber wenn es so langsam und eng wie hier ist, wird es besonders schwierig."

22. Sylvain Guintoli (Suzuki): "Die erste Session heute habe ich genutzt, um das für mich neue Layout kennenzulernen. Wir haben auch ein paar unterschiedliche Abstimmungsvarianten ausprobiert. Die gesamte Session sind wir mit denselben Reifen gefahren, denn die Renn-Pace ist durch den hohen Reifenverschleiß hier extrem wichtig. Ich habe mich dabei gut gefühlt. Ich denke, dass das mein bester Tag in diesem Team war. Ich bin glücklich."

23. Bradley Smith (KTM): "Wir haben leider immer Probleme mit dem harten Reifen, vor allem am Hinterrad. Das war schon in Texas und Argentinien so, und wir konnten es bisher nicht lösen, weil wir bei den Testfahrten in Jerez und Le Mans keine harten Reifen verwenden konnten. Deshalb freue ich mich jetzt umso mehr auf unsere Tests hier von Montag bis Mittwoch, wo der Fokus darauf liegen wird."


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