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MotoGP

Lorenzo siegt, Vinales holt erstes MotoGP-Podium - Frankreich GP: Die Stimmen zum Rennen

Jorge Lorenzo siegte in Le Mans, während Maverick Vinales sein erstes Podium in der Königsklasse einfuhr. Die Stimmen zum Sonntag.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Jorge Lorenzo (Yamaha, Platz 1): " Ich wollte die Pace hochhalten, um meine Konzentration nicht zu verlieren. Mein Sieg ist gut für die WM. Das Bike war großartig, genau wie die Reifen. Michelin hat einen tollen Job gemacht. Sie arbeiten seit Jerez sehr schnell und hart. Die Reifen hatten vor allem in der Mitte des Rennens viel Grip und mehr oder weniger die gleiche Performance wie früher. Ich wollte die 1:33er Zeiten hoch halten, um mich nicht zu sehr zu entspannen oder die Linie zu verlieren. Sonst wäre ich gecrasht."

Valentino Rossi (Yamaha, Platz 2): "Mein Start war nicht gut, aber zum Glück habe ich nicht viel verloren. Ich konnte von der zweiten Gruppe wegfahren, aber die Situation war schwierig. Wegen der höhreren Temperaturen war es heute schwieriger. Ich habe versucht konzentriert zu bleiben, das Bike war gut balanciert. Ich habe in den ersten Runden viel gepusht um an Marc und Dovi ranzukommen, und dann nochmal drei, vier Runden gepusht als ich vorbei war. Ich fuhr ein paar gute Runden, aber dann haben sie einen Fehler gemacht. Danach konnte ich etwas entspannen."

Maverick Vinales (Suzuki, Platz 3): " Das ist ein unglaublicher Tag. Le Mans ist eine erfolgreiche Strecke für mich, ich hatte hier meinen ersten Sieg und habe heute eines meiner Ziele der Saison erreicht. Wir hatten ein wirklich gutes Setup. Am Start war es nicht einfach. Ich habe mit Aleix gekämpft und dann versucht, ihn zu überholen und meine eigene Pace zu entwickeln. Sicherlich war ich vorsichtig. Dani konnte die Lücke am Ende fast schließen, aber ich war nicht am Limit, sondern konnte die Situation kontrollieren. Ich wollte unbedingt Platz drei für Suzuki holen. "

Dani Pedrosa (Repsol Honda, Platz 4): "Ich kann mit dem heutigen vierten Rang nicht zufrieden sein, weil ich natürlich gern weiter vorn gewesen wäre und ein besseres Rennen gehabt hätte. Ich habe mein Bestes gegeben, aber die Konditionen erlauben das nicht immer. Ich habe auch noch ein paar Fehler gemacht, der schmerzlichste im Qualifying. Von so weit hinten starten macht im Rennen alles nur noch schlimmer. Zu Rennbeginn hatten wir keinen guten Grip und es war schwer, ein besseres Gefühl zu finden. In der zweiten Rennhälfte lief es besser, dort konnte ich ab und zu sogar schneller als Rossi sein."

Pol Espargaro (Tech 3, Platz 5): "Ich freue mich natürlich, das Wochenende wieder als bester Satelliten-Fahrer und in den Top-5 zu beenden. Nach unseren starken Leistungen hätte ich mir aber gewünscht, ein bisschen dichter an den Führenden zu sein. Nach dem Moto2-Rennen wurde die Strecke rutschig und das Bike ist vor allem während der Beschleunigung so stark gerutscht, dass es ziemlich schwierig war."

Aleix Espargaro landete in Le Mans hinter Bruder Pol auf Rang sechs - Foto: Suzuki

Aleix Espargaro (Suzuki, Platz 6): "Am Ende des Tages kann ich zwar nicht zufrieden, aber glücklich sein. Das ganze Wochenende über haben wir uns verbessert und konnten schneller und schneller werden. Ich bin gut gestartet und konnte in den frühen Runden eine gute Pace halten. Dann habe ich etwas Merkwürdiges am Vorderreifen gespürt und konnte nicht so hart pushen wie ich gewollt hätte. Als ich das Pitboard mit den Runden gesehen habe, habe ich mich entschlossen ein kluges Rennen zu fahren, meinen Platz zu halten und wichtige WM-Punkte mitzunehmen."

Danilo Petrucci (Pramac Racing, Platz 7): "Ich bin sehr glücklich. Jetzt kann ich behaupten, dass ich mich besser fühle. Es war eine schwierige Zeit und ich möchte mich bei allen bedanken, die mir geholfen haben. Ich wusste nicht, dass ich das Freie Training beenden könnte und jetzt habe ich einen tollen siebten Platz erreicht. Das ist schön, aber trotzdem will ich hier nicht aufhören."

Hector Barbera (Avintia Racing, Platz 8): "Ich muss mit dem achten Platz wirklich zufrieden sein. Le Mans war schon immer eine schwierige Strecke für mich, vor allem weil sie viele Richtungswechsel enthält. Wir haben schon in Austin gesehen, dass es sehr schwer ist, das Bike zu wenden. Die Position ist aber gut, wir sammeln immer weiter Punkte. Das Rennen war sehr hart und es ist schade, dass ich den Kampf um Platz sieben verloren habe."

Alvaro Bautista (Aprilia Gresini, Platz 9): "Heute Morgen haben wir etwas Neues ausprobiert und trotz des Sturzes haben wir eine Verbesserung festgestellt. Leider hat während des Rennens die Elektronik mehrere Fehler gemeldet. Deshalb bin ich vorsichtig gestartet. Es hat sich dann alles von selbst gelöst und ich konnte meine Pace finden. Von der Leistung her war das Rennen die beste Session des Wochenendes."

Stefan Bradl (Aprilia Gresini, Platz 10): "Das war eine Scheißaktion von Hector Barbera. Er musste in der Linkskurve eine weite Linie gehen und ich konnte innen durch. Dann war er aber natürlich im Rechtsknick innen. Ich habe ihm da auch genügend Platz gelassen. Er hat mich gesehen, sein Motorrad aufgerichtet und ist mir dann mit Absicht hineingefahren. Wenn ich sofort an ihm dranbleiben hätte können, wäre das Rennen sicher anders gelaufen. Hätte wenn und aber interessieren aber keinen."

Stefan Bradl profitierte in Le Mans von den Stürzen anderer - und wurde Zehnter - Foto: Aprilia

Eugene Laverty (Aspar, Platz 11): " Ich hatte einen passablen Start und war bei Petrucci und Barbera unterwegs, als ich zu spüren began, dass mit dem Bike etwas nicht stimmte. Ab diesem Punkt ging es nur daran, ins Ziel zu kommen. Mein Glück lag gewissermaßen im Pech anderer Fahrer, weil ich trotzdem noch durchkam und fünf Punkte mitnehmen konnte. "

Loris Baz (Avintia Racing, Platz 12): "Das war eines der schlimmsten Wochenenden meines Lebens, denn ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich in meiner Karriere ein Problem ohne jede Lösungsmöglichkeit hatte. Wir haben alles probiert und nichts hat geklappt. Der Start war ganz gut und ich habe viele Leute überholt. Ich habe aber schnell gemerkt, dass es unmöglich ist, die Pace zu halten und bin wieder zurückgefallen. Ich habe Glück gehabt, das so viele Fahrer ausgefallen sind."

Marc Marquez (Repsol Honda, Platz 13): " Ich habe die Front verloren. Ich bin enttäuscht. Das passiert, wenn man keine so gute Beschleunigung hat. Dann muss man das bei den Bremspunkten gutmachen. 28 Runden so zu fahren, ist nicht einfach. Man hat bei den Bremspunkten keine Kontrolle, nur Gefühl. Ich habe mich vorne für den harten Reifen entschieden. Das war vielleicht nicht ideal, aber notwendig, um pushen zu können. Mit den weichen Reifen ging es bei dem Fahrstil der Honda nicht."

Bradley Smith (Tech 3, DNF): "Ich muss nicht extra sagen, dass es frustrierend ist, das Wochende so zu beenden. Vor allem hat man klar gesehen, dass dieses Wochenende unser Bestes bisher war. Ich bin gut gestartet und die ersten zehn Runden waren auch wirklich gut. Dann hatte ich eine schwierige Zeit, weil ich mit Pedrosa aneinandergeraten bin und Zeit verloren habe, als ich von der Strecke abgekommen bin. Danach hatte ich das Gefühl, dass mein Rhythmus stärker war und ich meine Rundenzeiten verbessern konnte. Dann bin ich zu hart ans Limit gegangen, der Vorderreifen ist weggerutscht und weil ich ein bisschen zu viel Kurvengeschwindigkeit hatte, bin ich weggerutscht."

Jack Miller (Marc VDS, DNF): "Das war ein enttäuschendes Rennen. Wir pushten sehr für unseren Plan, in Le Mans ein starkes Wochenende hinzulegen, und es sah auch gut aus, aber 10 Runden vor Schluss kam ich in Kurve 7 an und verlor die Front. Es fühlte sich normal an, wie die Runde zuvor, nicht zu schnell, und dann kam ich einfach auf die Bodenwelle und das Bike verschwand unter mir. Jeder hatte heute Probleme mit dem Vorderreifen und das ist uns auch passiert."

Andrea Dovizioso stürzte in Le Mans - synchron mit Marc Marquez - Foto: Ducati

Andrea Dovizioso (Ducati, DNF): "Ich bin sehr enttäuscht wegen des Crashs, aber es war mein Fehler. Es war ein nur um zwei Grad größerer Winkel und das war genug, um die Front zu verlieren. Der Vorderreifen hat während des Wochenendes sehr gut funktioniert, aber das ist die Charakteristik von Michelin. Es sind alle auf die gleiche Weise gestürzt. Man hat nie das Gefühl, dass man über dem Limit ist, aber wenn man etwas mehr pusht, kann das passieren. Dann verliert man die Front. Marc und ich sind auf die gleiche Weise gestürzt, so wie auch andere Fahrer. Aber es ist für alle das gleiche, jeder muss mit dieser Charakteristik klarkommen."

Andrea Iannone (Ducati, DNF): " Ich denke, ich hätte mit Lorenzo mithalten können, denn das ganze Wochenende über haben wir eine gute Pace und viel Potenzial gezeigt. Ich glaube schon, dass wir aufs Podium hätten fahren können. Ich weiß nicht, was auf den 28 Runden passiert wäre. Vor dem Crash hatten wir jedenfalls eine sehr gute Pace, warum hätten wir es also nicht schaffen sollen? Es wäre ein harter Kampf mit Jorge geworden, aber ich glaube, es wäre möglich gewesen. "

Tito Rabat (EG Marc VDS, DNF): "Ich bin sehr enttäuscht, weil ich am Vormittag ein gutes Warm-Up hatte und für das Rennen ein gutes Gefühl hatte. Ich hatte gerade Loris Baz überholt und fuhr etwas schneller, dann machte am Eingang von Turn 6 die Front zu. Es tut mir leid für das Team und mich selbst, weil ich nicht weiß, wie ich einen so großen Fehler machen konnte."

Cal Crutchlow (LCR Honda, DNF): "Natürlich bin ich wieder sehr enttäuscht. Null Punkte zu kassieren, ist für mich und das Team hart. Ich denke, jeder hat heute gesehen, dass es schon schwer war, das Rennen einfach nur zu beenden. Wir haben uns für den härteren Vorderreifen entschieden und haben geglaubt, dass es für die Temperaturen auf der Strecke die beste Entscheidung war. Ich stehe noch immer zu meiner Entscheidung, es ist nur schwer, den Linien anderer Fahrer auf anderen Werksbikes zu folgen."

Yonny Hernandez (Aspar, DNF): " Generell war das ein Rennen mit vielen Stürzen. In meinem Fall weiß ich nicht genau, was passiert ist, aber wir haben die Telemetrie angeschaut und es sie so aus, als ob ich auf eine Bodenwelle gekommen bin und den Grip am Hinterreifen verloren habe, worauf ich die Front verlor. Ich hatte den Crash nicht erwartet, weil ich nicht über dem Limit war. Das Setup des Bikes war gut und ich fühlte mich wohl. Ich hätte mit einem guten Ergebnis ins Ziel kommen können und war Zwölfter, als ich stürzte, deshalb ärgert mich das."

Scott Redding (Pramac Racing, DNF): "Es tut mir sehr leid, wie die Dinge heute gelaufen sind. Es ist kein einfacher Moment, aber ich kann mir nicht vorstellen, was in Argentinien und Frankreich ohne diese Probleme passiert wäre. Trotzdem muss ich zugeben, dass mein Gefühl auf den ersten sechs Runden gut war. Ich hatte eine gute Pace und habe mich während des Warm-Ups gut gefühlt. Ich will ab jetzt von neuem anfangen und glauben, dass wir auf dem richtigen Weg sind und das alles nur aus Pech passiert ist."