MotoGP

Bestzeit am Freitagmorgen, Schwierigkeiten am Nachmittag - Pedrosa erleichtert über Fortschritte

Dani Pedrosa konnte in Le Mans zum ersten Mal 2016 einen positiven Start in ein Rennwochenende verbuchen. Woran es liegt:
von Andrea Blendl

Motorsport-Magazin.com - Der Saisonauftakt lief 2016 nicht unbedingt nach Maß für Dani Pedrosa. Doch gleich im ersten Training von Le Mans konnte er auftrumpfen und schnappte sich die Bestzeit. Am Nachmittag hingegen konnte er die Pace der Spitze nicht mitgehen und erreichte nur den achten Rang.

Pedrosa: Rhythmus am Nachmittag verloren

Natürlich ist diese Richtung gut für mich.
Dani Pedrosa

Seine Probleme am Nachmittag erklärte Pedrosa mit einigen Setup-Veränderungen: "Wir fingen am Vormittag toll an. Auch am Nachmittag hatten wir zu Trainingsbeginn einen guten Start, dann aber veränderten wir einige Teile am Bike. Wir wollten das einfach in diesem Moment testen, weil ich ziemlich konstant war. Ich habe dadurch aber meinen Rhythmus etwas verloren." Insgesamt büßte der Honda-Star deshalb etwas mehr als neun Zehntelsekunden auf Spitzenreiter Jorge Lorenzo ein.

Generell aber sieht er dennoch eine positive Entwicklung, die er hauptsächlich auf den neuen weichen Reifen von Michelin zurückführt: "Es macht einen sehr kleinen Unterschied. Auf eine positive Weise, aber sehr klein." Er betonte aber: "Natürlich ist diese Richtung gut für mich."

Bester Start in Rennwochenende für Pedrosa

Von allen Rennwochenenden hat dieses hier am besten angefangen.
Dani Pedrosa

Für das Qualifying von Le Mans hat Pedrosa einen Plan: "Wir werden morgen nicht so viel am Bike verändern, damit ich einen guten Rhythmus finde." Trotzdem stapelt er lieber tief, wenn er nach seinen Aussichten für das Rennen gefragt wird. Er lacht: "Lasst mich morgen nach dem Quali erst erklären, welches Gefühl ich für das Rennen habe. Immerhin, von allen Rennwochenenden hat dieses hier am besten angefangen. Schade, dass ich mich am Ende des Nachmittagstrainings nicht verbessern konnte."

Winglets, wie an Marquez' Honda, findet Pedrosa zu gefährlich - Foto: Repsol

Ein Thema aber liegt Pedrosa weiter schwer im Magen: Die Winglets. Der sonst so schweigsame Spanier wird sehr gesprächig, wenn er darauf angesprochen wird, so auch am Rande des Frankreich GP: "Ich persönlich mag sie nicht, wegen meiner Sicherheitsbedenken. Beim Fahren sind sie auch nicht besonders toll. Es gibt einige positive und negative Aspekte. Die Fahrer sind sehr exponiert und könnten davon verletzt werden."

Keinerlei Verständnis hat der Katalane dafür, dass die Winglets bisher nicht verboten wurden: "Also die Safety Commission verlangt Änderungen am Gras, am Kies, an den Strecken, lässt die Air Fences vergrößern - und dann bauen sie eine Art Messer an die Bikes? Für mich ergibt das nicht viel Sinn."


Weitere Inhalte:
Wir suchen Mitarbeiter