MotoGP

Smith will als Entwickler brillieren - So überzeugte KTM Bradley Smith für 2017

Bradley Smith heuert in der kommenden Saison bei KTM an. Diese Gründe haben ihn zu einem Tapetenwechsel in der MotoGP bewegt.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Bradley Smith wechselt 2017 für zwei Jahre in das neue MotoGP-Werksteam von KTM. Der österreichische Hersteller gab die Verpflichtung des 25-jährigen Briten am Sonntag in Katar bekannt. Smith steigt somit nach vier Jahren bei Tech 3 Yamaha mit Saisonende zum Factory Rider auf.

"Dieses Projekt ist wie für mich gemacht. Sie haben mich über die Entwicklungsschiene drangekriegt. So etwas interessiert mich schon lange und das hat mich an diesem Projekt sofort gefesselt", führte er am Sonntagabend in Losail aus.

Ein Motorrad vom Reißbrett weg zu begleiten und der Austausch mit den Ingenieuren - das sind die interessanten Faktoren an diesem Projekt.
Bradley Smith

"Ein Motorrad vom Reißbrett weg zu begleiten und der Austausch mit den Ingenieuren - das sind die interessanten Faktoren an diesem Projekt. Ich muss nicht mehr mit dem auskommen, was mir vorgesetzt wird, sondern kann mit eigenen Ideen an Verbesserungen arbeiten", freut sich Smith auf seine neuen Aufgaben.

Smith brennt auf Entwickler-Job bei KTM

Entwicklungsarbeit ist für Smith Neuland, verbrachte er seine gesamte bisherige MotoGP-Karriere doch im Tech-3-Team von Herve Poncharal, in dem er eine Kunden-Yamaha pilotierte. Allerdings gilt der Brite als technisch hoch versiert und einer der Fahrer, die technisches Verständnis auch entsprechend artikulieren können.

RC16 - dieses Motorrad wird Bradley Smith in den kommenden Jahren mitentwickeln - Foto: KTM

Mit ein Grund, warum KTM-Projektmanager Mike Leitner vergangenen Dezember den Erstkontakt suchte. Smith erinnert sich zurück: "Als ich in Thailand war, hatte ich einen verpassten Anruf von einer österreichischen Nummer. Ich rufe im Urlaub zwar in der Regel nicht zurück, doch das hat mich dann doch interessiert. Mike war dran und hat das offizielle Interesse von KTM an mich herangetragen."

Seither bestand permanent Kontakt, Smith war zwischendurch zudem auf Besuch in der Racing Factory des österreichischen Herstellers in Munderfing. Um sich selbst ein erstes Bild von dem MotoGP-Projekt zu machen, wie er betont: "Ich weiß, dass es nicht einfach werden wird. Aber ich weiß, dass viele gute Leute beteiligt sind, die allesamt topmotiviert sind."

Erfolgsbilanz von KTM als Argument

KTM war bisher in jedem Segment erfolgreich, daher darf man ruhig dran glauben, dass ihnen das auch in der MotoGP gelingen wird.
Bradley Smith

Die Erfolgsbilanz von KTM habe Smith seine Entscheidung ebenfalls vereinfacht. Der österreichische Hersteller konnte in den vergangenen Jahren in unzähligen Rennserien Siege und Titel einfahren - vom Enduro- und Motocross-Sport über die Rallye Dakar bis hin zur Moto3-WM. "KTM war bisher in jedem Segment erfolgreich, daher darf man ruhig dran glauben, dass ihnen das auch in der MotoGP gelingen wird", ist Smith überzeugt.

Seine aktive Beteiligung wird vorerst aber noch gering sein. "Ich habe zu Pit (Beirer; KTM-Sportchef) stets betont, dass ich bis Saisonende hundertprozentig für Tech 3 Yamaha im Einsatz sein werde und erst am Tag nach dem letzten Rennen zum Team stoße", stellt Smith klar. Somit wird der 14. November 2016 zum Stichtag. Dann wird Smith beim Test in Valencia zum ersten Mal auf der RC16 sitzen.


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