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Vollmundige Ansagen von Ducati - Präsentation der GP16: Kampfansage von Ducati

Ducati nimmt bei der Team-Präsentation des neuen MotoGP-Bikes den Mund ganz schön voll. Die rote Rennfraktion will der Konkurrenz das Fürchten lehren.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Ducati präsentierte am Dienstag die neue Desmosedici GP16. Andrea Dovizioso und Andrea Iannone stellten das neueste Meisterwerk von Mastermind Gigi Dall'Igna im Hauptquartier in Bologna vor. Das neue MotoGP-Bike soll den italienischen Hersteller zurück auf die Siegerstraße bringen. "Wir wollen gewinnen. Und das nicht nur einmal", richtete Dall'Igna bei der Präsentation eine Kampfansage an die Konkurrenz.

Auf den ersten Blick ersichtlich: Ducati setzt auch 2016 auf aggressive Winglets an der Front des Motorrads. Je zwei dieser Flügel auf jeder Flanke der Verkleidung zieren die Desmosedici GP16 in dieser Saison. Die oberen beiden Winglets sind nun noch breiter als noch im Vorjahr. Zudem entschlossen sich die Italiener, die Flügel weiß und rot zu lackieren und damit vom schwarzen Karbon-Look des Vorjahres Abstand zu nehmen.

Das ist die neue Ducati: (00:33 Min.)

Zum aggressiven Aussehen des MotoGP-Bikes gesellten sich in Bologna Kampfansagen am laufenden Band. Denn nicht nur Dall'Igna nahm das Wort "Sieg" in den Mund, auch die Teamführung und beide Fahrer folgten dem neuen Credo Ducatis. "Ich bin mir sicher, dass wir in diesem Jahr konkurrenzfähig sind. Es wird ein entscheidendes Jahr, denn wir haben im Vorjahr den Grundstein gelegt und müssen es jetzt an die Spitze schaffen", sagte Dovizioso.

Mit Stoners Hilfe zurück zum Sieg

Wir haben hohe Erwartungen an das Motorrad und an die Saison.
Andrea Iannone

Iannone pflichtete seinem Teamkollegen bei: "Wir haben hohe Erwartungen an das Motorrad und an die Saison. 2015 gelang uns ein großer Schritt nach vorne, jetzt müssen wir abliefern. Unsere hohen Erwartungen müssen wir nun erfüllen. Das wird nicht einfach, aber wir haben ein starkes Team in unserem Rücken." Zu diesem zählt seit wenigen Monaten auch Casey Stoner, der als Testfahrer zu seinem ehemaligen Arbeitgeber stieß und in Sepang bereit für Ducati im Einsatz war. "Casey ist enthusiastisch, dass er wieder zurück in seiner Familie sein darf. Die Zusammenarbeit klappt gut und er hat sich schnell in seien neue Rolle eingefunden", erklärte Teammanager Davide Tardozzi.

Bei den bisherigen Testfahrten überzeugte Ducatis Werksteam noch nicht so recht. Die Fahrer sind sich allerdings sicher, dass das volle Potenzial der GP16 noch lange nicht ausgeschöpft ist. "Wir hatten ein paar kleinere Probleme in Sepang und konnten auf Phillip Island schon einige davon lösen. In Katar können wir nun an den wichtigen Punkten arbeiten. Daher erhoffe ich mir vom letzten Test sehr viel", sagte Dovizioso. "Ich bin mir sicher, dass wir Erfolg haben und unsere Ziele erreichen werden", so Iannone.

Ein Ende der Durststrecke

Im Vergleich zum Vorjahr habe man sich bereits einen Startvorteil erarbeitet. "Letztes Jahr kam die GP15 beinahe ungetestet zum ersten Rennen", führte Dall'Igna aus. "In dieser Saison standen wir am ersten Testtag mit dem neuen Motorrad Gewehr bei Fuß. Daher bin ich mir sicher, dass die kleine Lücke aus Phillip Island in Katar schließen können. Unser Ziel ist ganz klar: Wir wollen in jedem einzelnen Rennen um den Sieg kämpfen und einige davon gewinnen."

Ducatis letzter Sieg datiert vom 17. Oktober 2010, als Stoner auf Phillip Island triumphierte. Seither bissen sich unter anderem Nicky Hayden, Valentino Rossi, Cal Crutchlow oder die aktuellen Stammfahrer Andrea Dovizioso und Andrea Iannone die Zähne an der unzähmbaren Desmosedici aus. Unter der Leitung von Dall'Igna hatte man schon im Vorjahr den Comebacksieg angekündigt. Trotz klarer Verbesserung der Resultate gelang dieser Erfolg aber nicht. Zweite Plätze durch die Factory Rider Dovizioso (in den ersten drei Saisonrennen) und Iannone (Mugello) sowie Danilo Petrucci (Silverstone) vom Kundenteam Pramac waren das höchste der Gefühle.


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