MotoGP

Iannone und Dovizioso bauen auf Highspeedstrecke - Ducati: In Silverstone endlich wieder Podium?

Schnelle Strecke bedeutet Ducati-Land, daher ist die Vorfreude auf Silverstone groß. Die Frage ist nur: Ist die Strecke auf die richtige Art und Weise schnell?
von Heiko Stritzke

Motorsport-Magazin.com - Das Ducati-Team macht momentan eine Durststrecke durch: Seit dem zweiten Platz von Andrea Iannone in Mugello mussten die Fahrer in rot bei der Siegerehrung stets von unten zusehen. In Silverstone stehen die Vorzeichen gut, schließlich gilt die Strecke in Northamptonshire als schneller Kurs, was Ducati normalerweise entgegenkommt. "Ich erwarte eine Menge von diesem Rennen" kündigt Dovizioso an, der zwar seit der Sommerpause seine Pechsträhne beenden konnte, aber seit Le Mans seinen Teamkollegen Andrea Iannone nicht mehr schlagen konnte.

Wir müssen aber noch immer das Gefühl für die Front verbessern, bevor wir uns auf ein gutes Resultat konzentrieren können.
Andrea Dovizioso

Die Frage bleibt allerdings, ob die Strecke auf die richtige Art und Weise schnell ist. Denn Ducati braucht lange Geraden, um konkurrenzfähig zu sein. Diese sind jedoch auf dem ehemaligen RAF-Flugplatz Mangelware; stattdessen kommt die hohe Durchschnittsgeschwindigkeit durch langgezogene Kurven zustande. Dovizioso stand bereits zweimal in Silverstone auf dem Podium, als er 2010 und 2011 auf einer Repsol Honda jeweils Zweiter geworden ist.

"Es ist eine meiner Lieblingsstrecken", führt der 29-Jährige an. "Sie ist wirklich schön und ich freue mich drauf, dort am Sonntag Rennen zu fahren. Wir müssen aber noch immer das Gefühl für die Front verbessern, bevor wir uns auf ein gutes Resultat konzentrieren können - speziell, da die Topfahrer momentan in perfekter Form sind. Ich bin nichtsdestotrotz optimistisch für das Event in England." Im Vorjahr qualifizierte sich der Italiener für die erste Startreihe, musste sich aber im Rennen mit Platz fünf begnügen.

Es wird spannend zu sehen sein, wie meine GP15 sich hier schlägt, denn das 2014er-Wochenende war nicht schlecht.
Andrea Iannone

Andrea Iannone hingegen kann auf der 5,9 Kilometer langen Strecke noch keinerlei Podiumsplätze aufweisen - selbst in seiner Moto2-kam er nie in England unter die Top-3. "Trotzdem mag ich die Strecke sehr", freut sich der 26-Jährige auf den Grand Prix. "Es ist eine großartige Strecke - sie erlaubt es einem, hohe Geschwindigkeiten zu erreichen." Er hatte auf der Pramac-Ducati 2014 einen achten Platz geholt, mit der Werksmaschine soll jetzt eine Steigerung her. "Es wird spannend zu sehen sein, wie meine GP15 sich hier schlägt, denn das 2014er-Wochenende war nicht schlecht. Wir hoffen nur, es dieses Jahr noch etwas besser zu machen."

Vor dem Großbritannien GP haben beide Fahrer einen Test in Misano Adriatico absolviert, insbesondere im Hinblick auf das Heimrennen im September. Doch einige Weiterentwicklungen könnten schon in Silverstone zum Einsatz kommen. Mit diesen möchte vor allem Iannone seine Serie von vierten und fünften Plätzen beenden und endlich sein erstes Podium seit der Rückkehr des MotoGP-Zirkus auf diese Strecke holen.


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