MotoGP

Den Preis für das Qualifying bezahlt - Vinales: Ausgebremst, Reifen kaputt und frustriert

Maverick Vinales musste in Spanien seiner schwierigen Ausgangsposition Tribut zollen. Von P 14 kämpfte er sich nach vorne, schrammte aber an den Top-10 vorbei.
von Marion Rott

Motorsport-Magazin.com - Mit fünf Punkten und einer Menge Frust im Gepäck reist Maverick Vinales aus Jerez ab. Der Suszuki-Pilot beendete das Rennen als Elfter und war alles andere als glücklich. Den Grundstein für diesen - aus seiner Sicht - Misserfolg legte der Spanier bereits mit einem Platzer im Qualifying. "Ich bin wirklich enttäuscht, denn wir mussten heute den Preis dafür bezahlen, es gestern nicht in Q2 geschafft zu haben", ärgerte sich Vinales.

Ich bin wirklich enttäuscht, denn wir mussten heute den Preis dafür bezahlen, es gestern nicht in Q2 geschafft zu haben.
Maverick Vinales

Durch einen Fehler im ersten Qualifying-Segment am Samstag blieb nur Startplatz 14 und damit war schon vor dem Rennen klar, welche Herkulesaufgabe auf Vinales warten würde. "Ich musste zu Beginn viel mit anderen Fahrern kämpfen, wodurch sich die Reifen stark abnutzten. Ich musste hart bremsen und über das Hinterrad pushen", erklärte der Suzuki-Pilot. Bereits nach vier Runden spürte er einen deutlichen Abbau der Reifen.

Der wohl größte Wehrmutstropfen an seinem schwierigen Startplatz war allerdings die deutlich langsamere Konkurrenz vor ihm. "Als ich an die Gruppe vor mir herankam, haben sie mich ausgebremst", schilderte der Spanier auf Nachfrage von Motorsport-Magazin.com. "Im Vergleich zu meinen schnellsten Runden habe ich dort beinahe eine Sekunde verloren." Im direkten Duell gegen Yonny Hernandez und Danilo Petrucci musste er sogar noch mehr Federn lassen. "Dort habe ich rund zehn Sekunden meiner Pace verloren."

Maverick Vinales haderte mit seinem Qualifying - Foto: Suzuki

Ein Überholmanöver war allerdings kaum möglich. Der Suzuki-Pilot holte auf, an Vorbeikommen war aber nicht zu denken. "Wenn ich es dann doch einmal geschafft hatte, haben sie mich auf der Geraden wieder passiert", erinnerte sich Vinales. Einen kleinen Erfolg konnte der Spanier zum Ende allerdings verbuchen. "Ich war dann glücklicherweise sehr aggressiv und konnte Petrucci überholen. Die Zeit für Hernandez ging mir aber leider aus."

Baustelle Qualifying

Während Teamkollege Aleix Espargaro vom schlimmsten Rennen in seiner Zeit bei Suzuki sprach, wollte Vinales davon auf Nachfrage von Motorsport-Magazin.com nichts wissen. "Es war nicht das schlimmste, nur vielleicht das schlimmste bezogen auf den Abstand. Ich fühlte mich aber die ganze Zeit wohl auf dem Bike", resümierte er.

Wenn wir zukünftig von P6 oder P7 starten, sind wir dabei.
Maverick Vinales

Trotz zunächst großer Enttäuschung, kann der Spanier aber ein insgesamt positives Fazit des Wochenendes ziehen - mit klaren Lehren für die Zukunft. "Ich muss nächstes Mal das Qualifying besser hinbekommen und dann den Piloten vorne folgen. Dann schaffen wir es auch in die Top-10."

Genau diese Schwäche im Zeittraining am Samstag hing Vinales bis zum Sonntagabend nach. "Deshalb bin ich enttäuscht. Wir waren nah an den Top-10 - es lag nur an meinem Fehler am Samstag", ärgerte er sich. "Wenn wir zukünftig von P6 oder P7 starten, sind wir dabei. Wir kämpfen zwar nicht um den Sieg, aber um Rang sechs oder sieben - aus meiner Sicht ein großartiges Ergebnis."


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