MotoGP / Rennbericht

Der WM-Abstand schrumpft auf 13 Punkte - Pedrosa ringt in Brünn Lorenzo nieder

In einem spannenden Kampf besiegte Dani Pedrosa Jorge Lorenzo in Brünn. Cal Crutchlow holte das erste britische MotoGP-Podest seit 12 Jahren.
von Falko Schoklitsch

Motorsport-Magazin.com - Es war ganz nach dem Geschmack der Fans, wie sich das MotoGP-Rennen in Brünn entwickelte. Die beiden WM-Kontrahenten Jorge Lorenzo und Dani Pedrosa kämpften die gesamten 22 Runden um die Führung und erst ganz am Ende fiel die Entscheidung. Erst in der letzten Kurve konnte Pedrosa seinen spanischen Landsmann niederringen und zeigte dabei jene Aggressivität, die ihm oft abgesprochen wird. Diesmal ließ er sich nicht unterkriegen und schnappte sich den für die Weltmeisterschaft so wichtigen Sieg. Damit konnte er seinen Rückstand auf Lorenzo auf 13 Punkte reduzieren und den Kampf noch einmal spannender machen..

Crutchlow macht die Briten froh

Auf dem dritten Platz gab Cal Crutchlow den Briten etwas zu feiern. Seit dem Jahr 2000 hatten sie auf ein Podest in der MotoGP warten müssen, nachdem er schon öfter knapp dran war, schaffte der Tech-3-Yamaha-Pilot in Brünn zum ersten Mal den Weg in die Top-3 und konnte Team und Hersteller damit zeigen, dass sein neuer Vertrag durchaus gerechtfertigt war. Crutchlow hatte seinen Teamkollegen Andrea Dovizioso gut im Griff und konnte ihn nach und nach abhängen, bevor er bereits zur Halbzeit keine Gefahr mehr darstellte.

Hinter dem Italiener gewann Stefan Bradl den Kampf der Honda-Satellitenmaschinen. Der Deutsche war nach dem Start noch hinter Alvaro Bautista und auch Valentino Rossi gelegen, doch er schnappte sich beide und konnte danach wegfahren. Bautista gelang es derweil, ebenfalls Rossi zu überholen und sich den sechsten Rang zu sichern, dem neunfachen Weltmeister blieb lediglich der siebte Platz, nachdem er sich das ganze Wochenende auch im Trockenen wohl gefühlt hatte. Nach Auskunft aus der Ducati-Box war er mit einem relativ alten Motor unterwegs, weswegen zu Rennbeginn auch ein paar Rauchwolken aus dem Aggregat aufstiegen, Problem sei das aber keines gewesen.

De Puniet bester CRT-Fahrer

In der CRT-Wertung hatte in Brünn wieder einmal Randy de Puniet die Nase vorne. Der Franzose konnte den achten Platz nach Hause fahren und behauptete sich damit sogar vor dem Werks-Prototypen von Karel Abraham. Toni Elias musste noch eine weitere CRT-Maschine passieren lassen, da Aleix Espargaro ihn im Zweikampf besiegen konnte und sich Platz zehn schnappte, während Elias Elfter wurde. Yonny Hernandez, Colin Edwards, Michele Pirro und James Ellison konnten auch noch Punkte mitnehmen.

Leer aus gingen Mattia Pasini und Danilo Petrucci, Ivan Silva musste mit Defekt aufgeben. Wieder einmal der größte Pechvogel des Rennens war aber Ben Spies. Schon direkt nach dem Start hatte er ein Problem mit einer rutschenden Kupplung und fiel weit zurück. Die Kupplung erholte sich wieder, doch der Texaner war bis auf Platz 14 zurückgefallen. Er arbeitete sich langsam wieder zurück, doch in der neunten Runde ereilte ihn dann ein Sturz und das Rennen war für ihn vorbei.


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