Hatte Cal Crutchlow am Samstagmorgen in Misano noch Selbstvertrauen getankt, weil seine Maschine aufgrund einiger Umbauten von Freitag auf Samstag besser lief, er mehr Gefühl an der Front hatte und er um eine Sekunde zulegen konnte, so ging das Selbstvertrauen im Qualifying bald wieder flöten. Denn der Brite stürzte zwei Mal und landete schließlich auf Startplatz 13. "Die Position in der Zeitenliste sieht so aus, als wäre das eine schlechte Session gewesen und ohne die zwei Stürze hätte es sicher besser ausgehen können", sagte Crutchlow.

Im Qualifying war er zunächst auch ordentlich unterwegs und befand sich auf Platz acht, als ihn der erste Sturz ereilte. "Ich hätte es also durchaus in die Top-10 der Startaufstellung schaffen können. Der erste Sturz passierte in Kurve drei. Ich war gerade auf meinem ersten, weichen Reifen rausgefahren und es war nicht genug Temperatur drin. Dadurch hatte ich einen Highsider, der sich in einen Lowsider drehte", erzählte der Brite. Ein großes Problem stellte das noch nicht dar, da er auf der Ersatzmaschine weitermachen konnte.

Das große Problem folgte erst, denn er hatte nur mehr einen Vorderreifen übrig und der hatte bereits 25 Runden hinter sich. "Ich war dann auf einer echt guten Runde unterwegs und die Front pushte, weil sie bereits fast eine Renndistanz hinter sich hatte, also stürzte ich wieder. Das ist ziemlich ärgerlich, aber beides war mein Fehler und ich gestehe das. Ich bin weiter überzeugt, dass ich viel weiter vorne hätte stehen können und ich bin zuversichtlich, dass es morgen in die Top-10 gehen kann. Ich muss mich bei meiner Crew entschuldigen, dass ich ihnen etwas Arbeit gemacht habe, aber das macht mich nur entschlossener, ihnen morgen ein gutes Ergebnis zu liefern."