Der US-Amerikaner Ben Spies donnerte bei seinem Debüt im Yamaha MotoGP-Werksteam in Katar zum sechsten Rang und musste dabei feststellen, dass es bei der M1 noch ein paar Defizite gibt. Doch anstatt wie Teamkollege Jorge Lorenzo lautstark nach mehr Leistung zu schreien, verfasste der Texaner seine Anliegen etwas diplomatischer.

"Als Fahrer willst du immer mehr Traktion und mehr Leistung und wir könnten beides gebrauchen", meinte er gegenüber den Motorcycle News. "Wir werden für ein paar Rennen lang nicht wissen, wie viel. Ich werde mich selbst aber noch nicht abschreiben."
Erst beim dritten Saisonrennen - in Estoril - werde man mehr wissen, wo alle wirklich stehen und was passieren müsse. Bis da hin will Spies mit dem arbeiten, was er hat. "Alles, was man vergleichen kann, ist Jorge mit den Jungs aus dem letzten Jahr und jeder weiß, wie schnell er ist und es ist ja nicht gerade so, dass er langsamer geworden ist."
Spies will außerdem nicht klagen. "Wir werden um ein paar Probleme herumarbeiten müssen, aber das Gesamtpaket ist gut. Wir wissen, dass die Balance des Motorrades gut ist und wir haben keine großen Probleme", fasste er es zusammen. Schon 2009, als er in seinem Rookie-Jahr Superbike Weltmeister wurde, überraschte der Texaner, wie gut er die vielen Probleme der Yamaha R1 umfahren konnte.
Insgesamt glaubt Spies, wird die Konstanz der Yamaha in diesem Jahr ausschlaggebend sein. "Letztes Jahr haben wir gesehen, dass die Yamaha auf jeder Strecke gut funktioniert. Sie hatte nicht wirklich eine einzelne starke Strecke, wohingegen Honda auf gewissen Pisten sehr stark war und auf anderen nicht und bei Ducati war es das Gleiche. Ich denke, dass es auch dieses Jahr so ist, auch wenn Honda so aussieht, als hätten sie mehr Konstanz in ihr Motorrad gebracht. Ich denke, die Konstanz ist einer der starken Punkte der Yamaha."

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