Manchmal braucht es neue Strecken oder besondere Bedingungen, damit sich Fahrer und Teams hervorheben können, in Aragon half dem Gresini Team am Freitag beides. So konnte Marco Simoncelli am trockenen Morgen Platz fünf einfahren und am Nachmittag als praktischer Regen-Rookie noch Rang zehn holen. Marco Melandri gelang am Morgen zwar nur Platz elf, im Regen steigerte er sich aber auf die fünfte Position, nachdem er lange unter den Top Drei war. Dementsprechend gut war die Stimmung letztendlich dann auch.

"Die Strecke ist wirklich schön - heute auf einer MotoGP-Maschine noch viel schöner als gestern auf dem Scooter", sagte Simoncelli. Der Italiener war sehr zufrieden mit seiner Leistung im Trockenen und konnte auch mit dem Auftritt im Nassen gut leben. "Es war definitiv gut, eine weitere Session zu haben, denn dadurch ist der Freitag interessanter und lustiger. Ich mochte es nicht, nur eine Session am Nachmittag zu haben. Wir haben hier mit dem Setting von Misano begonnen und es sieht so aus, als wäre das eine gute Basis", meinte er.

Auch Melandri freute sich über die Rückkehr des Trainings am Freitagmorgen, denn auch wenn er nicht ganz so schnell war, so wollte er im Trockenen fahren. "Die Strecke ist schön, aber sie ist auch schwierig, weil es viele blinde Kurven gibt, wo man bremst, ohne den Scheitelpunkt zu sehen. Der Grip war im Nassen nicht so schlecht, auch wenn die Drainage in einigen Kurven nicht perfekt ist", erklärte er. Insgesamt fiel sein Urteil über den Kurs positiv aus, auch wenn er bemängelte, dass es neben der Strecke zu viel Asphalt und Kunstrasen gibt.