Viele sprechen bei der Aufholjagd auf Red Bull von einer "Mission Impossible", doch Fernando Alonso glaubt nicht, das Red Bull uneinholbar ist. "Wir wissen, dass wir hart arbeiten müssen, denn wir brauchen mehr Downforce. Es ist wichtig, die Entwicklung voranzutreiben. Letztes Jahr gewann Brawn GP die ersten sieben Rennen, dann haben sie etwas nachgelassen und Red Bull konnte aufholen. Ich erwarte, dass McLaren, Ferrari und Mercedes näher an Red Bull herankommen können", erklärte der Spanier.

Wann es soweit sein wird, konnte der Ferrari-Pilot nicht beantworten. "Keine Ahnung, hoffentlich bald." In Istanbul rechnet Alonso allerdings wieder mit einem schwierigen Rennen. "Ich erwarte, dass Red Bull hier wieder stark sein wird. Sie werden wieder vor allen anderen sein. Barcelona war eine gute Referenz für uns, was unsere Performance angeht. Hier sollte das Bild ähnlich aussehen: Red Bull vorne, dahinter kämpfen Ferrari, McLaren und Mercedes", meinte Alonso.

Keine Fehler erlaubt

Wichtig sei es das Maximum aus dem Auto herauszuholen. "Egal, ob wir Erster oder Fünfter werden, wir müssen immer das Maximum herausholen", betonte der Spanier. Fehler wie in Monaco dürfen nicht mehr passieren. "Wir dürfen uns keine Fehler mehr erlauben, obwohl wir trotz der Fehler nur drei Punkte hinter den Leadern liegen. Das heißt, dass sie auch Fehler gemacht haben, aber mein Fehler in Monaco reicht mir für die Saison", verriet der Ferrari-Pilot. In Istanbul visiert Alonso wieder Punkte an. Die hohen Streckentemperaturen könnten Ferrari dabei entgegenkommen.

"Manchmal arbeiten die Reifen gegen uns statt für uns, manchmal ist es auch anders herum. Ich erinnere mich an Australien, da funktionierten die Reifen sehr gut und das Auto war superschnell. Es hängt von der Streckentemperatur ab - die könnte uns hier entgegenkommen", erklärte Alonso. "Wir werden alles tun. Aber wir wissen, dass es schwierig wird. Red Bull wird schnell sein. Wir müssen versuchen, so nah wie möglich an ihnen dranzubleiben", fuhr er fort.